Übersichtskarte

Mittwoch, 24.07.2019

Welcome to Jordan!

Wie bereits im vorherigen Blogbeitrag erwähnt, war die Einreise in Jordanien extrem einfach. Die Grenzbeamten waren die entspanntesten, freundlichsten und hilfsbereitesten, die wir je gesehen haben. Außerdem fiel bereits nach einer Minute auf: Jordanien wird wohl neben Kuba das raucherfreundlichste Land, in dem wir jemals waren. Hinter jedem Fenster bei der Kontrolle wurde geraucht. Da waren selbst unsere Raucherlungen etwas überfordert :D.

Mit dem Taxi in die Stadt zahlten wir 11 JD (=14€). Relativ teuer, aber von Grenzbereichen und Flughäfen ist man es ja auch nicht anders gewohnt. Wir kamen dann in unserem kleinen Guesthouse an, was ca. 10 Fußminuten vom Stadtzentrum entfernt liegt. Nur mal zum Vergleich: in Israel war es kaum möglich eine Unterkunft für weniger als 40€ pro Nacht zu finden. Hier zahlen wir nun 38€ für 3 Nächte für ein Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad. Wir wurden herzlich in Empfang genommen und entschieden uns dann dafür die Stadt zu erkunden und nach einem Tauchcenter Ausschau zu halten. Beim Coral Diving Center mitten in der Stadt konnten wir den Preis dann auf 25 JD pro Person pro Tauchgang runterhandeln, inklusive Abholung von unserem Guesthouse. Wir haben uns für jeweils 4 Tauchgänge entschieden und so zusammen 200 JD gezahlt (=255€) – achja, Tauchen war schon immer ein teures Hobby. Für vier Tauchgänge ist der Preis aber absolut okay, da haben wir in anderen Ländern schon mehr ausgegeben.

Danach kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück und entspannten abends bei interessanten Gesprächen und Shisha mit Ivana und Kresimir aus Kroatien und den Besitzern/ Mitarbeitern vom Guesthouse Mohammed, Hamza und Yazan auf der Terrasse. Diese abendlichen Gespräche wurden dann schon fast zur Tradition. Wir tanzten kroatische und arabische Tänze (wenn jemand einen deutschen Traditionstanz kann, dann soll er sich an dieser Stelle bitte melden :D), erfragten viel über die unterschiedlichen Kulturen und Religionen und haben so mit viel Spaß eine ganze Menge dazu gelernt. Ab und zu kamen andere Gäste aus Polen und Deutschland dazu und auch Kirsten und Dirk waren am letzten Abend dabei. Wir hatten wunderschöne Tage, die wir definitiv nicht so schnell vergessen werden und wer weiß vielleicht sieht man sich ja nochmal wieder.

Warum wir aber eigentlich in Aqaba waren: Tauchen. Seit einem Jahr waren wir schon nicht mehr Unterwasser, weshalb die Vorfreude umso größer war. Die Tauchgänge waren auf zwei Tage verteilt, bei denen wir jedes Mal vom Ufer ins Wasser gelaufen sind. Wir haben uns erklären lassen warum: die Korallen befinden sich alle in Ufernähe, während weiter raus auf dem Wasser nur noch das Tiefe Meer ist. Außerdem hat König Abdullah II Panzer und Flugzeuge ins Wasser befördern lassen, um Tauchern ein echtes Abenteuer zu ermöglichen. Er selbst soll wohl auch ein begeisterter Taucher sein. Aus diesem Grund liegen die Attraktionen auch nur in 10m bis 16m Tiefe und sind somit sogar bei Schnorchel Ausflügen sichtbar.

Unser erster Tauchgang führte uns durch einen Korallengarten zum Cedar Pride Wreck, ein libanesisches Frachtschiff, welches bereits seit 1985 an der jordanischen Küste unter Wasser liegt. Nachdem das Schiff 1982 durch den Motorraum in Flammen aufging, schwamm es drei Jahre lang an der Küste, da sich niemand für das Schiff verantwortlich fühlte. Der König von Jordanien hat es dann sinken lassen, in der Hoffnung, dass es Teil des Riffes werden würde. Das Schiff ist 74m lang, liegt auf der Seite in ca. 27m Tiefe und ist von innen leider nicht begehbar. Schade! Unser zweiter Spot war der ‚Japanese Garden‘: riesige Korallenriffe mit einer Vielzahl von verschiedenen, bunten Fischen.

Vor genau 4 Jahren haben wir unseren Tauchschein gemacht. In Ägypten im Roten Meer. Wir waren damals so begeistert vom Roten Meer, weil die Sicht und die Vielzahl der Fische einfach der Wahnsinn war. Deswegen wollten wir auch unbedingt nochmal zurück, um zu schauen, ob unsere Erinnerungen auch wirklich der Wahrheit entsprechen. Um ehrlich zu sein, nach den zwei Tauchgängen war ich etwas enttäuscht. Die Korallen waren irgendwie so grau, nicht so bunt wie ich es mit vorgestellt hatte. Für mich selbst hatte ich das so erklärt: da sich die Korallen am Ufer befinden und somit für jeden frei zugänglich sind, kann ich mir vorstellen, dass viele Schnorchler (die es auch einfach nicht besser wissen) auf den Korallen stehen, sie anfassen, oder – wenn auch nur ausversehen – umtreten. Man darf nie vergessen, dass es Lebewesen sind und das man deshalb gut auf sie achtgeben muss, wenn man sie noch viele weitere Jahre bewundern will.

Tag Nummer 2: wir wurden wieder um 09:00 Uhr morgens abgeholt und fuhren zu einer Bucht ein paar km weiter. Für unseren ersten Tauchgang ging es zum C130 Hercules Airplane. Ein Flugzeug!!! Wir tauchten über ein paar Korallen, einen kleinen Abhang hinunter, bis auf einmal aus dem Nichts ein riesiges Flugzeug auftauchte! Zuerst nur der vordere Teil, dann ein Flügel, dann konnte man es fast ganz sehen. Wahnsinn! Auch das Flugzeug wurde vor nur zwei Jahren mit Absicht ins Wasser gelassen, um das Taucherparadies zu vergrößern. Es ist ein Frachtflugzeug, was man sogar von innen erkunden darf – sogar das Cockpit war begehbar und mit einem kleinen Sardinenschwarm gefüllt. Also das war wirklich mal ein cooler Tauchgang. Als zweites waren wir bei den „Seven Sisters“, 7 Korallen Hügel, die nah beieinander liegen und ein Zuhause für viele verschiedene Meeresbewohner sind.

Aqaba war für uns der perfekte Start unserer Jordanien Reise. Die Menschen hier sind definitiv der Hauptgrund, warum wir uns hier so pudelwohl gefühlt haben und wir hoffen, dass es uns hier irgendwann nochmal hinzieht.

Anglerfisch (engl. Frogfish) - wer kann ihn erkennen?Cedar Pride WreckC130 Hercules AirplaneWas man nicht alles im Cockpit findetSeven Sisters

Sonntag, 21.07.2019

The Red Canyon

Nach dem wir von dem privaten Strand des Toten Meeres mehr oder weniger rausgeschmissen wurden, weil wir nicht bereit waren 60 Schekel (=15€) für die Liegen zu zahlen, haben wir uns auf den langen Weg gemacht nach Eilat (ausgesprochen Elat), die südlichste Stadt Israels direkt am Roten Meer. Mit lang meinen wir gerade einmal 2,5 Stunden – immerhin die längste Fahrt für uns in Israel. Auf dem Weg in den Süden sind wir entlang der ägyptischen Grenze gefahren, da wir den Red Canyon unbedingt sehen wollten. Die Grenze ist durch zwei parallel verlaufende hohe Zäune mit Stacheldraht gekennzeichnet, wobei man auf der ägyptischen Seite in regelmäßigen Abständen Burgen findet, die als Wachtürme dienen, während auf der israelischen Seite hier und da mal Panzer am Straßenrand stehen, auf denen bewaffnete Soldaten sitzen. Was haben wir eigentlich für einen Luxus in der EU zu leben? Wir waren gegen 16:00 Uhr dort, würden aber entweder morgens nach Sonnenaufgang oder abends bevor Sonnenuntergang empfehlen, da es erstens nicht so heiß ist und zweitens das Licht ganz besonders in den schmalen Canyon fällt, sodass dieser in noch rötlicheren Farben erstrahlt. Über einen Schotterweg ging es von der Hauptstraße zum Parkplatz des Red Canyons, von wo aus man ca. 2 km Fußweg hinter sich bringen musste, um dann endlich in den schmalen, roten Canyon zu steigen. Insgesamt ist es eine kurze Wanderung, die sich aber auf jeden Fall lohnt. Uns haben die geschwungenen Felsformationen ein wenig an 'The Wave' erinnert.

Entdecker on Tour :Dam Rande der Schlucht ging es wieder zurück

Nachdem wir schweißgebadet zurück im Auto waren, ging es weiter nach Eilat. Die Stadt ist ein reines Tourismusgebiet, deswegen teuer und auch nicht wirklich schön. Strände gibt es an der 12 km langen Küste mehrere, doch wir haben sie leider nicht gesehen. Da wir erst am späten Nachmittag angekommen sind und wir unbedingt noch in den Pool springen wollten (ja wir hatten einen Pool), haben wir uns die Gegend nur auf der Suche nach Essen angeschaut. Abends haben wir dann Kirsten und Dirk aus Dortmund kennen gelernt und mit ihnen den Abend auf der Terrasse ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es für uns um 10:00 Uhr zu Avis, wo wir den Mietwagen nach 7 aufregenden Tagen quer durchs Land abgaben. Von dort aus nahmen wir ein Taxi zur Grenze (Eilat – Aqaba), die nur 15 Minuten entfernt ist. Der Grenzübergang war super schnell, einfach und unkompliziert. Wir mussten eine ausreisegebühr von 230 Schekel zahlen (=60€ ganz schön teuer!!), unser Visum hatten wir ja bereits aus Deutschland schon beantragt und nach nicht einmal einer Stunde hieß es dann schon „Welcome to Jordan!“

Und wie war es jetzt so in Israel? Das erste Wort, dass mir einfällt ist: teuer :D. Doch natürlich war es eine ganz neue Erfahrung. Das Land ist sehr modern und weit entwickelt, doch die Traditionen, besonders der verschiedenen Religionen, zeigen auf der anderen Seite etwas Altertümliches. Zum Beispiel die ultraorthodoxen Juden, bei denen die Männer jeden Tag einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und Zylinder tragen. Man findet sie besonders oft in Jerusalem, wo ich mir am Anfang echt fehl am Platz vorkam. Doch wir haben uns sehr schnell dran gewöhnt. Israel ist ein Land, was man definitiv bereisen sollte: das Essen ist sehr gut, das Land bietet Abwechslung mit Bergen, Wüste, drei verschiedenen Meeren, Geschichte und Religion. Die Menschen sind so herzensgut, einladend und hilfsbereit – nicht nur zu Touristen, sondern auch untereinander. Wir hatten wirklich eine lehrreiche, großartige, wenn auch nur kurze Zeit in Israel.

Samstag, 20.07.2019

Das Tote Meer

Von Jerusalem ging es auf direktem Wege in Richtung Totes Meer. Dabei fuhren wir durch Palästina, was reibungslos funktionierte. Lediglich bei der Einfahrt in Israel musste man durch einen kleinen Checkpoint. Bevor wir zu unserer Unterkunft fuhren, machten wir Halt am En Gedi Naturpark, wo wir eine kleine Wanderung machen wollten. Unsere Temperaturanzeige hatte übrigens mittlerweile die 40°C überschritten, also eine super Idee bei der Hitze wandern zu gehen. Dass einzige was mich positiv stimmte war, dass es eine Wanderung entlang mehrere Wasserfälle war. Bedeutet, eine Abkühlung ist vorhanden, falls man sie braucht. So starteten wir mit genügend Wasser und es dauerte nicht lange, da lagen wir beide mit rotem Kopf und schweiß gebadet in der ersten Quelle. Man sollte die Hitze wirklich nicht unterschätzen, deswegen bei allem was man macht genügend Pausen mit einplanen. Nachdem wir 15 Minuten an dem kleinen Wasserfall verbrachten, ging es weiter bergauf. Je höher wir stiegen, desto mehr konnte man vom Toten Meer sehen. Was für eine atemberaubende Landschaft! Nach ca. einer halben Stunde, kamen wir dann am David-Wasserfall an. Umgeben von grünen Sträuchern und kleinen Bäumen fällt das Wasser mehrere Meter in die Tiefe. Ein schönes Plätzchen, um sich in den Schatten zu setzten und die Atmosphäre zu genießen. Danach ging es nämlich schon wieder nach unten, raus aus dem Naturpark und ab zu Unterkunft.

Da hatte es jemand eilig :Dim Hintergrund das Tote Meer :)David Wasserfall

Unsere Unterkunft befindet sich streng genommen in Palästina auf einem „Berg“ und ist ein riesiger Campingplatz mit verschiedenen Schlafmöglichkeiten. Wir haben diese Unterkunft mit Hilfe von Noa gefunden, da die Preise hier am Toten Meer unglaublich hoch sind. Wir zahlen jetzt für ein einfaches Zelt (eine kleine Hütte aus Stoff und Blech) mit Matratzen, die auf dem Boden liegen 340 Schekel (=88€) für 2 Nächte. Ein Kopfkissen und Decken haben wir nur auf Anfrage erhalten, weil man das normalerweise selbst mitbringen muss. Dafür war die gute Dame von der Rezeption mehr als hilfsbereit und hat uns bei jeder Frage geholfen.

Nachdem wir unser „Zelt“ begutachtet hatten, gingen wir direkt zum Toten Meer. Wir haben einen kostenlosen Badezugang nur 5 Minuten mit dem Auto plus 5 Minuten zu Fuß von unserem Camp entfernt. Das erste mal Totes Meer, juhu!

Nun aber erstmal ein paar Fakten: Das Tote Meer ist riesig! Niemals hätte ich es mir sooo groß vorgestellt. Vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt fährt man locker 2 Stunden, immer entlang an der Küste auf der einen Seite Wasser, auf der anderen die gigantischen „Berge“. Warum ich immer „Berge“ schreibe? Das Tote Meer ist mit bis zu 428m unter dem Meeresspiegel nicht nur das tiefgelegenste Gewässer, sondern auch der tiefste Punkt der Erde (damit meine ich die tiefste Landstelle). Demnach liegt unser Camp in den Bergen, gerade mal auf Meeresspiegel Höhe.

Am kostenlosen Badezugang „Metzoke Dragot“ waren eigentlich nur ein paar Einheimische, mit denen wir uns die Badestelle teilten. Wir gingen langsam zum Wasser, setzten uns rein und tadaaaa wir schwammen auf der Oberfläche. Wir waren bereits in Chile in der Laguna Cejar, die auch als Totes Meer von Chile bekannt ist. In beiden Gewässern kann man nicht untergehen, egal wie sehr man es versucht. Der Unterschied ist, dass man in Chile nach dem Baden eine extreme Salzschicht auf der Haut hat, während man im Toten Meer eher in Öl badet. Der Salzgehalt im Toten Meer liegt im Durchschnitt bei 28% (das Mittelmeer hat nur 3,8%). Da der See keinen Abfluss hat, verdunstet das Wasser bei den hohen Temperaturen, wobei Mineralien und Salze im Wasser zurückbleiben. Da der Jordan Fluss der einzige Zufluss ist, und hier viele Liter Wasser umgeleitet werden, um die Menschen mit Trinkwasser zu versorgen, schrumpft der See jedes Jahr um einen Meter.

Wir hatten an der kostenlosen Badestelle eine wunderschöne Zeit, wir waren an zwei Tagen für jeweils ein paar Stunden hier, haben mit den Einheimischen gequatscht, Tee getrunken und getanzt. Ja wir haben getanzt! laughing Es sind zwei Süßwasserpools vorhanden (die sind unumgänglich, wenn man schwimmen geht, da das Tote Meer dem Körper extrem viel Wasser entzieht), in denen wir zu israelischer und arabischer Musik getanzt haben. Wir hatten richtig tolle Gespräche und waren schon fast traurig nach 2 Tagen Lebewohl zu sagen. Von unserem Camp aus durften wir kostenlos zu einem kleinen Freibad in dem nächsten Kibbuz fahren – das sind jüdische Siedlungen, in denen die Menschen gemeinschaftlich zusammenleben und sich alles teilen. Hier haben wir noch eine Stunde verbracht, bevor es zurück ins Camp ging.

die Berge befinden sich schon in Jordanien :)Bambus-Unterschlupf im Süßwasserpool

Am nächsten Tag brachen wir um 09:00 Uhr auf, um zum südlichen Teil des Toten Meeres zu fahren. En Bokek, ein reines Touristengebiet mit zahlreichen Hotels. Wir gingen direkt zum Strand, mussten nichts bezahlen (obwohl wir gelesen hatten, dass es ca. 10€ kostet), nahmen uns Liegen und wunderten uns warum hier nur so wenige Menschen waren. Irgendwann haben wir es herausgefunden: es war ein Privat Strand. Egal, so lange uns keiner anspricht, bleiben wir laughing. Das Tote Meer hier ist anders. Im Gegensatz zum nördlichen Teil besteht der Boden hier aus Salzablagerungen, die als Nebenprodukt der industriellen Mineraliengewinnung entstehen. Im Norden ist der Boden aus Stein und geht später in Sand über. Noch ein Unterschied: Im Süden gibt es keinen natürlichen Schlamm – ist ja klar, der Boden ist ja mit Salz bedeckt – man muss es käuflich erwerben. Im Norden hingegen muss man ein bisschen im Sand suchen und irgendwann findet man eine Stelle und man kann den Körper damit einschmieren. Zudem ist das Wasser im Süden heiß. Die Becken sind poolartig aufgebaut und haben so eine höhere Temperatur. Im Norden hat das Wasser angenehme 23°C – 25°C. Der letzte Unterschied ist die Atmosphäre. Wer es mag mit lauter Musik vom Nebenhotel und 100 anderen Touristen baden zu gehen, dafür aber eigene Liegen, schatten-spendende Pavillons im Wasser, das Zimmer nur wenige Meter entfernt und einen direkten Zugang zum Strand zu haben, der ist hier mit Sicherheit richtig aufgehoben. Für uns war es eher weniger schön, wahrscheinlich weil wir den direkten Vergleich zum „natürlichen“ Toten Meer hatten.

Uns haben die Tage hier extrem gut gefallen, besonders die Menschen haben diesen Ort für uns zu einem besonderen gemacht. Viele der Einheimischen leben das ganze Jahr über am Strand und wir haben versprochen irgendwann nochmal wieder zu kommen smile.

En Bokek - der weiße "Rand" ist eine harte SalzschichtSalz vom Bodenauf höhe des Meeresspiegels (irgendwo in den "Bergen")

Donnerstag, 18.07.2019

Jerusalem - die heilige Stadt

Aussicht vom Ölberg mit Blick auf den Felsendom (goldene Kuppel)

Wir waren 3 Tage in der Hauptstadt und der damit bevölkerungsreichsten Stadt Israels: Jerusalem. Als kleinen Tipp vorweg: bevor man diese Stadt besucht, wäre es sinnvoll sich ein bisschen über die Religionen (besonders Judentum, Christentum, Islam) und über israelische Konflikte zu informieren, denn die Geschichte, sowie politische Situation im Land ist äußerst kompliziert. Wir haben das leider irgendwie verpennt, haben am zweiten Tag dann jedoch alles nachgeholt, weil wir oft das Gefühl hatten, wir haben keine Ahnung wovon gerade gesprochen wird.

Es gibt interessante Dokumentationen im Internet, die ich jedem ans Herz legen kann, der sich für das Thema interessiert. Würde ich hier jetzt eine Zusammenfassung schreiben, würde dieser Blogbeitrag wahrscheinlich drei Seiten lang werden. Deswegen nur ein paar Fakten: Den Staat Israel gibt es erst seit 1948 (also gerade einmal 78 Jahre). Nach der Judenverfolgung im 2. Weltkrieg wurde den Juden das Recht auf einen eigenen Staat in Palästina zugesprochen. Da Palästina dadurch aufgeteilt wurde, entstanden Konflikte zwischen diesen beiden Parteien. Dieser Konflikt war nicht nur auf geografische Bereiche bezogen, sondern spiegelte sich auch in den Religionen wider (Judentum und Islam). Bereits wenige Stunden nach der Verkündung des Staates Israels 1948 folgte der Unabhängigkeitskrieg, bei dem die Staaten Ägypten, Saudi Arabien, Transjordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg erklärten. Bezogen auf den Teilungsplan des Palästinagebiets ging Israel hier als deutlicher Gewinner hervor und sicherte sich weitere Teile Palästinas. Seitdem stiegen die Übergriffe von arabischen Terroristen, Schiffzufahrten nach Israel wurden von Ägypten gesperrt, und Ägypten, Jordanien, Syrien und der Irak bildeten ein Militärbündnis mit dem Ziel Israel von der Landkarte verschwinden zu lassen. 1967 begann der Sechs-Tage-Krieg, bei dem Israel einem Anschlag der Nachbarstaaten zuvorkam und das heutige Israel, die Sinai Halbinsel (Ägypten), die Golanhöhen (Syrien), das Westjordanland (Palästina), den Gazastreifen, und Ost-Jerusalem einnahm. Wenige Tage später wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet, und eingenommene Gebiete sollten bei Friedensverhandlungen zurückgegeben werden. Seitdem gab es trotzdem weitere Kriege, bei denen Israel angegriffen wurde (durch Ägypten, Syrien, Palästina). Heute sind die Spannungen besonders zwischen Palästina und dem Gazastreifen immer noch vorhanden. Trotz all dem ist Israel mit Sicherheit kein unschuldiges Land, auch sie haben angegriffen (Sechs-Tage-Krieg), sich in andere Kriege eingemischt (Irak-Iran) und haben den Palästinensern ihre Heimat „weggenommen“ und jüdische Siedlungen immer weiter vergrößert, um die Besetzung besser kontrollieren zu können. Besonders Jerusalem ist heute ein Brennpunkt für Konflikte, da der Ort für alle drei Religionen heilig ist. Fragt man die Israelis heute, sagen sie, dass vieles in den Medien falsch dargestellt wird.

Nichtsdestotrotz haben wir uns in Jerusalem sehr sicher gefühlt. Wir hatten ein Zimmer mitten in der Innenstadt, mit Balkon und herrlicher Aussicht. Wir entschieden uns dazu eine 2-stündige Free-Walking Tour durch die Altstadt mitzumachen, da die Geschichte Jerusalems - wie bereits gesagt - besonders kompliziert ist.

Die Altstadt ist in vier Stadtviertel eingeteilt: Christliches Viertel, Jüdisches Viertel, Muslimisches Viertel und das Armenische Viertel. Jedes Viertel ist auf eigene Weise besonders, denn es sind deutliche Unterschiede erkennbar. Zum Beispiel ist das jüdische Viertel neuer, da es einst zerstört wurde und deswegen wiederaufgebaut wurde. Im Armenischen Viertel findet man fast keine Haustüren an den Straßen, da die Menschen sehr auf Privatsphäre achten. Außerdem erkennt man Unterschiede anhand der Fenster und Steine die benutzt wurden.

Der für uns wohl interessanteste Teil der Altstadt war die Klagemauer auf dem Tempelberg. Sie ist ein religiöser Ort für Juden, die täglich hierherkommen, um zu beten. Viele stecken kleine Zettel mit Danksagungen und Wünschen in die Ritzen der Mauer, die auch bekannt ist als Western Wall, da sie einst die westliche Mauer des Jerusalemer Tempels bildete (der heiligsten Ort des Judentums). Der Tempelberg ist allerdings auch ein sehr heiliger Ort für den Islam, da der Prophet Mohammed von Mekka bis zum Tempelberg die Himmelsreise unternommen hat. Aus diesem Grund befindet sich hier auch der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee. Ein Ort, der also für beide Religionen heilig, und deshalb sehr umstritten ist.

Nach der Free-Walking Tour haben wir die Grabeskirche besucht, einer der größten Heiligtümer des Christentums. In dieser Kirche liegt das Grab Jesus‘, die 14. Station seines Kreuzweges. Die Kirche befindet sich heute in den Händen von sechs christlichen Konfessionen, die sich über jede bauliche Erneuerung/ Änderung einig sein müssen, wenn etwas an der Kirche verändert werden soll. Da sich die verschiedenen Parteien jedoch nie einig werden können, steht schon seit 250 Jahren eine Leiter an der Kirche, die nicht bewegt werden darf. (Fun Fact: Die Kirche wird morgens und abends von einer arabischen Familie auf- und abgeschlossen.)

Nachdem wir die Altstadt ausgiebig erkundet hatten, ging es zurück zu unserer Unterkunft, wo wir eine leckere Falafel-Hummus-Pita aßen – natürlich mit Aussicht auf die belebten Straßen. Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und fuhren zum Ölberg. Hier hat man einen wahnsinnigen Panoramablick über Jerusalem (besonders auf den Tempelberg) und dem Kidrontal, in dem ein riesiger jüdischer Friedhof liegt. Außerdem kann man die hohen Grenzmauern erkennen, die Israel gebaut hatte, um sich gegen palästinensische Terroranschläge (Westjordanland/ Westbank) zu schützen, denn schließlich gehört Ost-Jerusalem zu Palästina. Die gesamte Sperranlage ist 759 km (!) lang und ist im restlichen Land durch hohe Zäune erkennbar. Die UN erklärte 2004, dass Israel mit dem Bau der Anlage gegen das Völkerrecht verstoße.

So viel zu dieser kleinen Geschichtsstunde laughing. Wir hatten 3 wunderschöne, lehrreiche Tage und haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Außerdem hatten wir gelesen, dass in der gesamten Stadt viel Militär präsent ist, was wir allerdings nicht gesehen haben.

Grabeskirche (von außen relativ unspektakulär :D) bunte Straßen in der Neustadt das Jaffa-Gate: einer der Eingänge zur Altstadt das Grab Jesus kleine Zettel in den Spalten der Klagemauerdie Klagemauer. Männer und Frauen beten getrennt

Dienstag, 16.07.2019

See Genezareth & Nazareth

Von Rosch haNikra ging es weiter zum See Genezareth. Dieser wird im englischen auch ‚Lake of Galilee‘ genannt und ist mit 212m unter dem Meeresspiegel der tiefst gelegene Süßwassersee der Erde. Der Weg dorthin verlief über eine Gebirgskette weshalb man die Fahrt über wahnsinnige Ausblicke hatte, meistens über verschiedene Städte. Hin und wieder konnte man jedoch auch den See schon von weitem erkennen, was meine Vorfreude definitiv stiegen ließ.  Nach langem gekurve kamen wir dann endlich in Tiberias, der größten Stadt am See, an und versuchten direkt einen kostenlosen Badezugang zu finden – gar nicht so einfach. Meist sind es irgendwelche Wasserparks, die direkt am See aufgebaut sind und hohen Eintritt verlangen, oder Felsen treffen auf den See. Da wir wirklich nur einmal kurz reinspringen wollten, suchten wir so lange, bis wir eine kleine Treppe fanden, die ins Wasser führte. Hier haben es sich ein paar Einheimische mit Campingstühlen und Musik im Wasser gemütlich gemacht und wir setzten uns einfach mal dazu und kühlten uns ab. Je mehr wir ins Landesinnere gefahren sind, desto höher gingen nämlich auch die Temperaturen. Mit 37°C hatten wir den Hitze-Rekord für Israel erreicht (bis jetzt, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es noch wärmer).

Nach dem kurzen Badespaß ging es zu unserer Unterkunft, die sich auf dem Mt. Arbel befindet. Hier haben wir bei einer super netten Familie übernachtet, die ein paar Zimmer an Gäste vermietet. Im Garten hingen Weintrauben und Avocados, die man sich einfach pflücken konnte. Außerdem stellt die Familie selbst Schokolade her, die wir natürlich auch probieren durften. Lecker! Zu all dem gab es auch noch einen Pool, in dem wir den Sonnenuntergang genossen. Unser Gastvater gab uns als Tipp, bei Dunkelheit den Berg hinab zu laufen, da man im Mondlicht einen schönen Blick auf den See hat. Genau in dieser Nacht war sogar Vollmond. Also machten wir uns gegen 21:00 Uhr auf den Weg den Berg hinunter, vorbei an einer alten Synagoge bis hin zu einer Schlucht. Da wir den See irgendwie nicht gesehen hatten, sind wir weiter einen anderen Berg hinaufgelaufen, bis wir fast oben am Nationalpark waren (das Ganze hat 45 Minuten gedauert!). Während ich es ab und zu mal mit der Angst zu tun hatte (Dunkelheit, ganz allein, fremdes Land), wollte Matthijs nicht aufgeben und bis zur Spitze. Irgendwann sind wir dann aber doch (auf mein Verlangen) umgedreht – natürlich ohne den gesamten See zu sehen. Am nächsten Tag hatte sich herausgestellt, dass wir wohl falsch gelaufen sind und nur bis zu einer Klippe hätten laufen sollen… Naja immerhin ein bisschen sportliche Betätigung, man soll es ja positiv sehen laughing. Wir sind im Hellen dann den Berg nochmals hinaufgefahren und haben den Aussichtspunkt im Nationalpark dann doch noch gefunden.

Danach haben wir den See mit dem Auto noch einmal umrundet, hin und wieder ein paar einheimische Tramper mitgenommen und so immer wieder interessante, witzige und informative Fahrten gehabt. Unter anderem haben wir an dem kleinen Ort Kafarnaum (auch Kapernaum) halt gemacht, um uns die alte Synagoge anzuschauen, in der Jesus kurze Zeit gewohnt haben, und den Menschen das ‚Himmelsbrot‘ gelehrt haben soll. Generell ist der See Genezareth ein heiliger und bedeutungsvoller Ort, denn laut dem Neuen Testament ist Jesus hier bei Sturm über das Wasser gelaufen.

Von Kafarnaum ging es für uns zu einem Teil des Jordan Flusses, der die Landesgrenze von Israel zu Jordanien, Libanon und Syrien (wenn man die Golanhöhen zu Syrien zählt) bildet. Da der Fluss eine wichtige Süßwasserquelle aller Staaten ist, führt er besonders zwischen Israel und Syrien regelmäßig zu Krisen (da möchte ich allerdings jetzt nicht weiter drauf eingehen).

Nach der wunderschönen Umrundung des Sees ging es weiter nach Nazareth. Jeder kennt die Stadt, denn sie gilt als Heimatort von Jesus (‚Jesus von Nazareth‘). Hier haben wir die Verkündigungsbasilika besichtigt, in der der Engel Gabriel Maria verkündet hat, dass sie schwanger war. Diese Kirche ist mit 67,5m die größte im Nahen Osten. Danach sind wir ein wenig durch die Stadt spaziert und haben die vielen kleinen Gassen erkundet, in denen man sich übrigens ganz leicht mal verlaufen kann. Es gab ein leckeres Abendessen, bevor wir weiter nach Jerusalem aufbrachen.  

See Genezareth :)Kafarnaum SynagogeJordan RiverIn der Verkündungsbasilika - aus jedem Land ist ein Bild der Jungfrau Maria ausgestellt

Sonntag, 14.07.2019

Die Westküste - von Tel Aviv bis Rosch haNikra

Da Noa uns erzählte, dass die Busverbindungen im Norden Israels relativ schlecht sind, entschieden wir uns kurzfristig dazu für eine Woche einen Mietwagen zu buchen, um flexibler die Gegend zu erkunden. Wir verließen also Tel Aviv, um in den Norden - genauer gesagt nach Haifa - zu fahren, wo sich unsere nächste Unterkunft befand.

Die Straßen hier sind erstaunlich gut, und so hatten wir eine angenehme, kurze Fahrt an der Westküste entlang. Israel ist ein kleines Land, weshalb man die einzelnen Orte sehr schnell erreichen kann. Auf dem Weg nach Haifa machten wir einen kleinen Umweg über die Berge durch den Carmel Mountain National Park, um dort unser Mittagessen mit unschlagbarer Aussicht genießen zu können. Wie viele vielleicht wissen, ist das Essen in Israel einfach der hammer! Deswegen gab es ganz typisch Pita mit Hummus und Thunfisch. Lecker! Nach der kleinen Stärkung ging es weiter, die Berge hinab wobei wir hin und wieder Halt machten, um die Aussicht auf Haifa zu genießen. In Haifa angekommen, fuhren wir zu den berühmten ‚Bahá’i Gärten‘ (auch bekannt als hängende Gärten), die als Friedenssymbol und Ort der Ruhe gelten. Auf der Anlage befindet sich sowohl das administrative als auch das geistige Weltzentrum der Bahai, eine Religion mit ca. 8 Millionen Anhängern. Eigentlich hatten wir geplant eine einstündige Tour zu machen, allerdings waren wir dafür leider zu spät, weshalb wir nur die erste ‚Terrasse‘ der Anlage betreten durften. Danach brachten wir unser Gepäck ins Hostel und fuhren zum nächsten Strand, um uns abzukühlen und den Abend ausklingen zu lassen.

Carmel Mountain Nationalpark - wer genauer hinschaut kann im Hintergrund das Meer erkennen :)

Am nächsten Tag ging es morgens weiter nach Akko, eine einst mächtige Stadt, die aufgrund ihrer starken Festungsmauern schwer zu erobern galt. Hier besichtigten wir die alte Kreuzfahrerfestung, von der man einen wunderschönen Blick auf das Meer und die kleine Stadt hatte. Nach einem langen Spaziergang ging es bereits – auf Empfehlung von Noa - weiter in den Norden zum Achziv Beach. Ein echter Geheimtipp, wenn ihr mich fragt: wunderschönes, klares Wasser mit sauberem Sandstrand und fast kein Mensch vor Ort. Wir sind einige Zeit am Strand auf und ab gelaufen, bevor es schon wieder weiter ging. Leider konnten wir uns für die Küste nicht so viel Zeit nehmen, da wir unseren Mietwagen bereits in 7 Tagen abgeben müssen, und irgendwie doch noch viel auf dem Plan steht, was wir unbedingt sehen wollten, bzw. wo wir uns mehrere Tage für Zeit nehmen wollen.

Also ab zum nächsten Stopp: der für uns nördlichste Punkt in Israel, den wir auf dieser Reise sehen werden. Wir waren an der Grenze zum Libanon, weil sich hier eine ganz besondere Attraktion befindet: Rosch haNikra – der einzige Punkt Israels, an dem Klippen ins Meer hineinragen. Aus diesem Grund gibt es hier ein ganz besonderes Naturspektakel, nämlich verschiedene Grotten, die über hunderttausende von Jahren durch die Wellen erschaffen worden sind. Mit einer Seilbahn ging es hinunter zu den Höhlen, die auf ca. 400 Metern begehbar sind. Danach gab es noch eine 15-minütige Lichter- und Soundshow, die kinoartig in einem Tunnel abgespielt wurde, um die Entstehung der Grotten zu erklären. Anschließend sind wir ein bisschen durch die Gegend spaziert, mit der Seilbahn wieder hochgefahren und zur Libanon Grenze gelaufen, die direkt an der Seilbahnstation liegt. Die Grenze verläuft über die Berge und man kann sie von unten deutlich erkennen, da die beiden Länder durch eine hohe Grenzanlage voneinander getrennt sind. Man nennt sie auch die „Blaue Linie“, welche 1978 von der UN errichtet wurde. Die Grotten sind auf jeden Fall einen Besuch wert und mit 48 Schekel (=12€) pro Person auch relativ günstig.

Von Rosch haNikra ging es für uns weiter zum See Genezareth, aber darüber berichten wir in einem anderen Blogbeitrag.

die kleine Stadt Akko :)auf der Kreuzfahrerfestung - na wer findet mich? :DAchziv BeachRosch haNikra

Samstag, 13.07.2019

Shalom aus Israel!

Ein neues Abenteuer steht an! Und zwar geht es nach einem Jahr ‚Backpacking-Pause‘ endlich für uns weiter. Wir sind in Israel! Die Flüge haben wir bereits Ende März gebucht und so hatten wir 3 Monate voller Vorfreude auf unsere nächste Reise. Insgesamt werden wir drei Wochen in Israel und Jordanien verbringen, wie wir diese drei Wochen aufteilen, steht allerdings noch nicht fest.

Unser Flug ging von Berlin nach Tel Aviv, wo wir mit Verspätung bereits nach 4 Stunden um 14:00 Uhr landeten. Das erste Problem machte sich bereits direkt nach der Ankunft bemerkbar, als wir über den Sabbat (Schabbat ausgesprochen) informiert wurden. Von freitags (normalerweise ab Sonnenuntergang) bis Samstagabend fahren keine öffentlichen Busse oder Züge und Supermärkte und Restaurants haben auch geschlossen. Na toll. Wir wollten eigentlich mit dem Zug in die Stadt fahren (denn der Flughafen liegt doch relativ weit außerhalb von Tel Aviv), da dieser nur 3€ gekostet hätte. Wir fragten an mehreren Informationsschaltern nach, und irgendwie erklärte uns jeder etwas anderes. Deswegen beschlossen wir einfach mal direkt zur Bus- und Zugstation zu laufen, um uns vor Ort Informationen zu holen. Das Glück ist ja bekanntlich mit den Doofen, und so fanden wir doch tatsächlich den letzten Shuttle-Bus, der in die Stadt fuhr – und das sogar kostenlos! Wir stiegen an der Bus Station in Tel-Aviv aus und beschlossen die restlichen 3km zu laufen (die Sparfüchse kommen halt doch ganz schnell wieder durch laughing). Allerdings unterschätzten wir die Hitze (es waren 34°C) und so waren wir klitsch nass als wir an unserem Hostel ankamen. Außerdem führte uns unser Weg im Zick-Zack durch gefühlt ganz Tel Aviv, vorbei an herunter gekommenen Häusern, vermüllten Gassen und einsamen Straßen. Laufen wir gerade wirklich durch Tel Aviv?

Um kurz auf den Sabbat zurückzukommen: Die Woche beginnt in Israel bereits am Sonntag, bedeutet, die Menschen fangen dann an zu arbeiten, Supermärkte haben geöffnet und auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind wieder verfügbar. Die Partys finden hier demnach donnerstags und freitags statt und ab Freitagabend bis Samstag nach Eintreten der Dunkelheit wird gebetet (meist in den sehr religiösen Familien). Sabbat bedeutet auf Deutsch ‚Ruhetag‘ und ist im Judentum der siebte Tag, an dem keine Arbeit verrichtet werden soll. Israel ist übrigens das einzige Land, in dem Juden die Bevölkerungsmehrheit bilden. Deswegen ist die Amtssprache hier Hebräisch und eine Minderheitssprache Arabisch - beides liest und schreibt man von rechts nach links.

Als wir am Hostel ankamen, haben wir erstmal unsere Sachen in unser mini kleines 40€ Zimmer abgelegt und sind direkt zum ca. 5 km entfernten Strand gelaufen und sofort ins Mittelmeer gesprungen. Herrlich! Danach haben wir ein bisschen die Stadt erkundet, Old-Jaffa, die Strand Promenade und sofort feststellen müssen: es ist verdammt teuer hier! Ein normales Essen gibt es kaum für weniger als 10€ pro Person, Zigaretten kosten ca. 9€, eine Wasserflasche 1 ltr. gibt es für 2€, und besonders Hostels kosten minimum 40€ pro Nacht. Vielleicht findet ihr die Preise normal, aber zum Backpacken ist es doch relativ hochpreisig.

Der zweite Tag in Tel Aviv begann mit einem entspannten Spaziergang durch die Stadt, wir sind in den Norden gelaufen, durch den Stadtteil Florentin, der besonders für Cafés, Bars und Graffiti an den Hauswänden bekannt ist. Am Abend gab es dann ein ganz besonderes Wiedersehen mit Noa, die wir auf den Philippinen kennengelernt haben. Sie kommt aus Israel und lebt in Tel Aviv, weshalb sie uns zu sich in ihr Apartment eingeladen hat, wo wir mit Bier den Abend auf der Dachterrasse genossen haben. Um 20:00 Uhr sind wir mit ihr, einer Nachbarin/ Arbeitskollegin/ Freundin, und dessen Freund in ein typisch israelisches Lokal essen gegangen und zum Abschluss wurden wir auf eine Geburtstagsfeier in einer Bar eingeladen. Die Israelis sind so offen, herzlich und hilfsbereit! Jeder ist willkommen, egal ob man sich kennt oder nicht und jeder gibt einem die besten Tipps und Tricks, um so viel wie möglich vom Land zu sehen. Wir wollen definitiv versuchen uns in den nächsten Wochen nochmal mit Noa zu treffen – wir hoffen, dass es klappt!

Mit diesem Abend gingen die letzten Stunden in Tel Aviv zu Ende, denn am nächsten Tag werden wir weiterziehen. Unser Fazit: Tel Aviv ist eine sehr internationale, entspannte Großstadt. Trotzdem hat es zwei Gesichter: die wunderschöne Strandpromenade mit den Hochhäusern, aber auch die bröckelnden Fassaden der Häuser abseits der pulsierenden Tourismusgebiete.

Old Jaffa :) das Wiedersehen mit Noa :)

Montag, 16.07.2018

London - eine schöne Zeit mit Freunden :)

Wir sind in Europaaaaa! Das hat einen ganz besonderen Grund, denn es geht für uns zur Hochzeit von Vero und Jos. Von Taipeh ging es nach Guangzouh in China, von dort 12 Stunden weiter nach Amsterdam, um dann weiter nach London zu fliegen. In Amsterdam hatten wir einen ziemlich langen Aufenthalt, bei dem wir uns so einige Gedanken gemacht haben. Zurück in Europa, nur ein paar Stunden von zu Hause entfernt ließen wir alle Eindrücke auf uns wirken, die wir nun schon ein Jahr nicht mehr so erlebt hatten. Nach ein paar Schlafstunden ging der Flieger dann endlich weiter nach London Heathrow, wo wir noch 9 Stunden auf Franzy, Franzi und Flu warteten, denn wir haben uns für die nächsten vier Tage zusammen einen Mietwagen und eine Wohnung gemietet. Zum Glück sind wir lange Flughafenaufenthalte gewöhnt, so war es für uns ein Kinderspiel die Zeit rumzukriegen. Das Wiedersehen war wirklich unbeschreiblich! Endlich mal wieder bekannte Gesichter! laughing

Wir tauschten für die Hochzeit also das erste Mal unsere Backpacking-Klamotten gegen Kleid und Anzug, ich hatte seit langem mal wieder Schminke im Gesicht, hohe Schuhe an und meine Fingernägel wurden auch lackiert. Das war sehr ungewohnt, den jeweils anderen in so einem „Kostüm“ zu sehen. Gefeiert wurde im kleinen Ort Stow-on-the-Wold nur eine Stunde von London entfernt. Die idyllische Kleinstadt besteht aus den typischen sandfarbigen Bruchsteinhäusern, die dem Ort einen besonderen, ländlichen Charme verleihen. Auch unser Airbnb-Haus sah so aus! Noch ein Grund, weshalb wir uns an diesen Tagen so pudelwohl gefühlt haben.

Unsere vier Tage hier haben wir auf jeden Fall genossen. Neben der Hochzeit waren wir picknicken, brunchen, shoppen, sind durch die kleine Stadt geschlendert und wir hatten eine wundervolle Zeit mit Freunden aus der Heimat! smile

Am 16.07. ging dann unser Flug, der uns nach 386 Tagen endlich zurück nach Deutschland beförderte, genauer gesagt nach Köln. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge stiegen wir in diesen Flieger ein und waren nur kurze Zeit später genau an dem Flughafen, wo am 27.06.2017 unsere Reise startete. Was für ein seltsames Gefühl! Da wir erst um 22:00 Uhr gelandet sind, verbrachten wir noch eine Nacht in Köln, um am nächsten Tag die endgültige Heimreise anzutreten.

im Hintergrund kann man unsere Airbnb erkennen :) 

Donnerstag, 12.07.2018

Zurück in Taipeh!

Wir sind zurück in Taipeh! Dort wo unsere Taiwan Reise begann, sogar im selben Hostel. Drei Tage haben wir zum Schluss nochmal für Taipeh eingeplant. Ursprünglich wollten wir das gute Wetter ausnutzten, denn der Yangmingshan Nationalpark stand ja noch auf unserer To-Do Liste. Außerdem sind wir einfach verliebt in diese Stadt und wollten unsere letzten Tage hier noch einmal genießen. Den Yangmingshan Nationalpark haben wir leider wieder nicht gesehen, denn diesmal war es ein Taifun, der unsere Pläne durchkreuzte. Kein Scherz. Regen und Wind den ganzen Tag, die Geschäfte schlossen um 17:00 Uhr, Supermärkte um 18:00 Uhr und Metrostationen waren total überfüllt. Taifune sind hier keine Seltenheit, deshalb werden zur Sicherheit alle öffentlichen Gebäude geschlossen und alle Fensterscheiben abgeklebt. Wirklich viel haben wir von dem Taifun nicht mitbekommen, in der Nacht soll es aber schon etwas schlimmer gewesen sein. Da waren wir jedoch schon im Land der Träume. Tagsüber wurde uns aber trotzdem nicht langweilig, denn wir mussten noch so einige Einkäufe tätigen für ein ganz besonderes Ereignis. Unsere Taiwan-Reise geht hier in Taipeh zu Ende und wir ziehen weiter auf den nächsten Kontinent, so viel sei verraten. 

Wie hat uns Taiwan denn nun gefallen? Seeeehr gut! Taiwan ist wirklich klein, das macht das Reisen von A nach B so unkompliziert und schnell, sodass auch ein zick-zack abfahren (wie unseres) keine wirklichen Umwege bedeutet. Die Züge und Busse sind bequem, haben Wifi, Steckdosen und reichlich Beinfreiheit. Sowieso ist das Internet hier in Taiwan der hammer. Super schnell, überall zu empfangen und das an den abgelegensten Orten. Taiwan ist zwar ein sehr modernes Land, jedoch kommt das schmutzige, asiatische doch noch irgendwie durch. Wir finden das nicht schlimm, im Gegenteil, es verleiht den Städten etwas Leben. Auch an Vielfalt hat das Land einiges zu bieten. Es gibt Berge, Seen, Tropenklima mit Stränden und lange Fahrradrouten. In keinem anderen Land sind wir bisher so oft Fahrrad gefahren! Wir denken, dass es Aktivurlaubern hier besonders gut gefallen würde, man muss jedoch viele Touren weit im Voraus buchen (das ist ja nicht so unser Ding). Taiwan ist definitiv ein unterschätztes Reiseziel, über das viele auch gar nichts wissen, bzw. das Land nicht einmal kennen. Uns ging es da ja nicht anders. Es bietet jedoch einen sehr guten Einblick in die chinesische Kultur und Geschichte und zudem ist es viel billiger als erwartet. Wir haben wirklich mit hohen Preisen gerechnet und sie im Bereich Unterkunft zum Beispiel auch gefunden, aber alles andere war zu unserer Überraschung erstaunlich günstig. Nationalparks, Tempel oder viele andere Sehenswürdigkeiten kosten keinen oder nur sehr wenig Eintritt. Wenn man nichts gegen Fertiggerichte hat, dann ist zum Essen 7-eleven oder FamilyMart die beste und günstigste Option. Hat man jedoch Lust auf Restaurants muss man natürlich mehr Geld einplanen. Aber wenn man will, geht es günstig. Sogar sehr günstig. Taiwan hat wirklich viel zu bieten, die Menschen sind die freundlichsten, hilfsbereitesten und großzügigsten Menschen, die wir auf unserer Reise bisher kennen gelernt haben. In keinem anderen Land wurden wir so oft gefragt, ob wir Hilfe brauchen und noch nie hat jemand uns so oft im eigenen Land willkommen geheißen. Auch vor der Sprache braucht man keine Angst haben, mit Händen und Füßen geht alles, wirklich alles! Und begrüßt man die Taiwaner mal mit einem 'Ni hao' oder bedankt sich mit einem 'Xiexie', sind sie komplett aus dem Häuschen und freuen sich des Lebens. Ich glaube man merkt, wie begeistert wir sind.  Empfehlen würden wir diese wunderschöne Insel auf jeden Fall, wir hätten hier auch noch locker zwei Wochen länger bleiben können, aber nach 31 Tagen ist für uns Schluss mit Taiwan, Schluss mit Asien.

Montag, 09.07.2018

Sonne-Mond-See

Wie im vorherigen Blogbeitrag bereits erwähnt, ging die Fahrt weiter zum Sonne-Mond-See. Dieser liegt in der Mitte der Insel Taiwan auf 760m Höhe. Durch die angenehmen Temperaturen ist der See nicht nur bei ausländischen Touristen sehr beliebt, sondern auch die Einheimischen kommen gerne für Wochenendausflüge oder sogar zu Hochzeitsreisen hier her. Der See und seine umliegende Landschaft gelten nämlich als sehr romantisch. Ursprünglich diente der See aber nicht zur Erholung, sondern wird bis heute als Wasserkraftwerk genutzt, welches bis 1960 sogar ganz Taiwan mit Strom versorgte. Warum der Name? Der Umriss des Sees soll zur Hälfte die Umrisse der Sonne und zur anderen Hälfte die Mondsichel darstellen. Wir konnten dieses jedoch nicht genau erkennen. Einige sagen auch es sind die verschiedenen Wasserfarben, die Sonne und Mond darstellen (haben wir jedoch auch nicht entdecken können laughing).

Wir sind am Nachmittag mit dem Bus am Visitor Center des Sonne-Mond-Sees angekommen und mit einem anderen Bus direkt zu unserer Unterkunft gefahren. Unser Hostel 'perBed', war das günstigste mit guter Lage was wir finden konnten und kostete uns für 2 Nächte in einem Mehrbettzimmer ganze 90€! Na ein Glück, dass wir unsere Gutscheine haben, sonst wäre das wohl unsere teuerste Unterkunft auf der gesamten Reise geworden.  Das Hostel war dafür aber auch sehr sauber, Frühstück gab es inklusive, man hat in kleinen zeltartigen Betten geschlafen und die Decke wurde liebevoll mit Lichterketten bedeckt. Also eine echte Wohlfühl-Atmosphäre. Unser Hostel lag direkt am See im kleinen Gebiet Ita Thao, welches für den Nachtmarkt mit dem leckeren Essen bekannt ist. Direkt nach unserer Ankunft liefen wir die wenigen Meter zum Markt und probierten uns durch die verschiedenen Stände. Da es wieder mal in Strömen regnete blieben wir den Rest des Tages im Hostel. Für den Abend wurden wir vom Hostelmitarbeiter zu einem gemütlichen Live-Konzert eingeladen, bei dem uns eine Taiwanerin mit ihrer Gitarre sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch wunderschöne Lieder vorspielte. Nach dem zweistündigen Live-Konzert ging es dann ab ins Bett. 

Die Wettervorhersagte für den nächsten Tag zeigte nichts Gutes. Regen ab 10:00 Uhr, den ganzen restlichen Tag. Als wir um 08:00 Uhr am Frühstückstisch saßen, hätte das Wetter schöner nicht sein können. Also ging es direkt nach dem Frühstück los, um einen Fahrradverleih zu suchen. Wir haben schon während unserer gesamten Taiwanreise bemerkt: Taiwaner sind keine Frühaufsteher. Somit viel es uns um 09:00 Uhr ziemlich schwer überhaupt irgendwas zu finden, was bereits geöffnet hat. Nach vergeblicher Suche ging es für uns zurück zum Hostel, wo wir nochmal nachfragten. Dieser sagte uns einen Shop, der dann auch tatsächlich geöffnet hatte. Am Fahrradladen angekommen, mussten wir eine Entscheidung treffen: E-bike, ja oder nein? Ich glaube wir haben noch nie so eine gute Entscheidung getroffen. Wir sind das erste mal mit einem E-bike unterwegs! Und das absolut zurecht. Um es vorweg zu nehmen, die 30km Fahrradstrecke um den See gehen immer wieder bergauf und bergab und das nicht nur für ein paar Meter, sondern für ganze Kilometer. Durch unser E-bike (was absolut nicht heißt, dass es nicht anstrengend war, das war es immer noch!) machte das Fahren einfach viel mehr Spaß, man musste sich nicht ganz so die Berge hochquälen und man hat auch noch Seitenstraßen mitgenommen, die wir sonst wahrscheinlich nie gesehen hätten. Also sollte jemand den See umrunden wollen, nehmt unbedingt ein Fahrrad mit Unterstützung, der Weg ist nämlich echt hart. 

Unser Weg führte uns zunächst den ganzen Berg hinauf zum Wenwu-Tempel. Von hier hatte man einen einzigartigen Blick über den gesamten See. Wir dachten eigentlich auch, dass dies' die höchste Stelle des Sees sei, doch wir wurden eines Besseren belehrt. Nachdem wir eine erste Pause am Tempel eingelegt hatten, ging es weiter zur Ci-En-Pagode die wirklich höchste Stelle des Sees. Hätten wir keine E-bikes gehabt, während wir niemals dort hochgefahren, denn es ging nochmal ein ganzes Stück wieder bergauf in eine kleine Seitenstraße. Oben mit dem Rad angekommen, mussten wir weitere 700m Treppenstufen laufen. Dann endlich sah man diesen einzigartigen Tempel in 954 m Höhe. Die Ci-En-Pagode ist 46m hoch, sodass die Spitze in genau 1.000 Höhenmetern liegt. Da wollten wir natürlich auch noch hin und so ging es die restlichen Treppenstufen hinauf in den Turm - und es hat sich gelohnt! Die Aussicht war wirklich unschlagbar und jeden Schritt wert. Wieder unten an der Hauptstraße angekommen, durften wir das erste mal die langen bergab Strecken genießen. Das macht auf jeden Fall Spaß. Wir hielten immer mal wieder an um die Aussicht zu genießen, bis wir nach 15km eine etwas größere Pause einlegten. Unter einer Autobrücke hatte sich ein kleines Restaurant niedergelassen, wo wir uns Smoothies und Kaffee gönnten, um uns für die zweite Hälfte ordentlich zu stärken. (Bis jetzt hatte es übrigens immer noch nicht geregnet!!) Die Fahrt ging weiter durch wunderschöne Parkanlagen und an der kleinen Stadt vorbei, in der sich neben dem Visitor Center auch die meisten Hotels befinden. Danach hielten wir noch an einem weiteren Tempel und kehrten dann zu unserem Hostel zurück. Zum Abendessen gab ging es wieder zum Markt. Wir hatten den ganzen Tag sehr gutes Wetter, nur am Abend fing es wieder zu regnen an, aber da waren wir ja bereits wieder zurück. 

Da das Wetter am nächsten Morgen wieder so gut war, haben wir uns dazu entschieden, mit der Seilbahn zu fahren, die über zwei Berge zu einem Freizeitpark führt. Der Freizeitpark war uns zu teuer, weshalb die Fahrt ausreichen musste. Auch wenn man am anderen Ende ohne Parkeintritt nicht viel machen kann, hat sich die Fahrt trotzdem irgendwie gelohnt. Man hat noch einmal wundervolle Ausblicke über den See, auf die umliegenden Berge und irgendwie hat Seilbahn fahren doch immer etwas cooles. Wieder am See angekommen, liefen wir zurück zu unserer Unterkunft, packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg in die nächste Stadt. 

Wenwu Tempel Sonne-Mond-See :) Ci-En-Pagode Crystal Cabin - eine Gondel mit Glasboden Seilbahn fahren!

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