Übersichtskarte

Montag, 18.06.2018

Der Norden Taiwans

Da es uns in Taipeh so gut gefallen hat, beschlossen wir insgesamt noch ganze 4 Nächte länger zu bleiben, um die Umgebung mit Tagesausflügen zu erkunden. Wir hätten auch in den anderen Orten übernachten können, jedoch waren die Preise so hoch, sodass das hin und her fahren günstiger war. Außerdem waren wir ganz froh, so noch ein paar Tage mehr in im schönen Taipeh verbringen zu können.

Unser erster Tagesausflug ging nach Jiufen. Von Taipeh fuhren wir mit Zug und Bus zum gewünschten Ort und stiegen direkt an der 'Old Street' aus. Diese kleine mit roten Lampions geschmückte Straße ist bekannt für die vielen verschiedenen Geschäfte aller Art und Teehäuser. Jiufen ist ein kleines Dorf oben in den Bergen, weshalb man an einigen Stellen der 'Old Street' schöne Aussichten auf die Küste, das Meer und die umliegenden Berge hat. Nachdem wir durch die Straßen geschlendert sind, fuhren wir mit dem Bus ein kurzes Stück weiter zum Goldgräbermuseum. Da in Jiufen 1893 das erste Gold entdeckt wurde, wuchs das verschlafene Dorf kurz danach zu einer kleinen Stadt heran. Als der Goldabbau in den 1930er Jahren abnahm, nahm der Kupferabbau zu. 1971 wurde das Bergwerk dann endgültig geschlossen. Dadurch verlor Jiufen viele Einwohner und entwickelte sich wieder zu einem vergessenen Ort. 1989 wurde Jiufen als Drehort für den Film 'Die Stadt der Traurigkeit' genutzt, was das Dorf über Nacht wieder zum Leben erweckte. Bis heute kommen täglich viele Touristen, die das kleine Bergdorf, die Old Street und natürlich das Goldgräbermuseum erkunden wollen. So auch wir. Für einen kleinen Aufpreis von 1,50 € durften wir den 'Tunnel 5' besichtigen, der für Touristen zwar restauriert wurde, allerdings noch viele Originalbauten in sich trägt. Die Anlage beinhaltet außerdem ein großes Museum, in dem die Geschichte des Bergwerks anschaulich dargestellt wird. Wir fanden den Ausflug nach Jiufen mehr als interessant. Sowohl die Bergwerkanlage, als auch die Stadt selber hat uns sehr gut gefallen. Überall gibt es Kleinigkeiten zu entdecken, deswegen können wir diesen Ort als Tagesausflug oder sogar mit Übernachtung nur wärmstens empfehlen.

Old Street Teehaus in der Old Street große Statue vom chinesischen General Guan Yu so wurde Gold von A nach B transportiert Tunnel No. 5 im alten Bergwerk

Unser nächster Tagesausflug sollte in den Yangmingshan Nationalpark gehen. Wir standen früh auf und fuhren mit dem Bus in den Nationalpark. Als wir dort ankamen, fing es bereits zu regnen an. Mit dem Shuttle Bus fuhren wir zum Startpunkt unseres ausgesuchten Wanderweges, der ziemlich hoch auf einem Berg lag. Während der Fahrt wurde der Regen allerdings immer schlimmer und durch den Nebel konnte man vielleicht 5m weit gucken. Wir warteten noch ein wenig ab, entschieden uns dann aber zurück ins Hostel zu fahren. Pünktlich um 23:00 Uhr haben wir uns dann in eine Bar gesetzt, um das Spiel Deutschland – Mexiko zu gucken. Wir haben sogar zwei Deutsche aus Berlin und Stuttgart getroffen. Ansonsten waren eigentlich nur Taiwanesen/ Chinesen vor Ort und die waren natürlich alle für Mexiko, was sie uns natürlich lautstark spüren ließen.

Am nächsten Tag sah das Wetter schon viel besser aus. Wir fuhren zum wohl berühmtesten Strand Nordtaiwans, dem Fulong Beach in der gleichnamigen Stadt Fulong. Hier stiegen wir aus dem Zug, liehen uns Fahrräder und fuhren 20km die Küste ab. Da die Küstenlandschaften in Taiwan zu den Top Attraktionen gehören, gibt es die sogenannten 'Scenic Areas', Landschaften/ Küstenabschnitte die besonders schön sind. Taiwan ist außerdem extrem beliebt bei Fahrradfahrern. Da Taiwan von der Fläche nur so groß ist wie Baden-Württemberg, sich in der Mitte die Berge befinden und an der Küste die großen Städte, bietet es sich an die kleine Insel mit dem Fahrrad zu umrunden. Dafür wurden vor ein paar Jahren kilometerlange Fahrradwege gebaut. Es werden viele verschiedene mehrtägige Fahrradtouren angeboten, die aber leider schon weit im Voraus ausgebucht sind. Die Fahrradwege in Fulong sind in einem wirklich guten Zustand, man kann immer mal wieder anhalten und die Aussicht genießen. Zum Schluss gelangten wir dann zum Fulong Beach. Leider fing es an zu regnen, weshalb wieder nicht ins Wasser gesprungen sind und die Aussicht somit auch nicht die allerbeste war. Zurück an der Zugstation, fuhren wir zu einem Mini-Dorf namens Shifen, was eigentlich nur aus einer 'Straße' besteht. Es ist besonders bekannt dafür, Laternen fliegen zu lassen, auf denen man seine Wünsche für die Zukunft schreibt. Dazu bekommt man eine Laterne, deren Farbe man sich aussuchen kann. Wir haben Rot genommen, das steht z. B. für 'Frieden und Gesundheit'. Hat man die Laterne fertig bemalt, stellt man sich auf die Gleisen und lässt die Laterne steigen. Shifen hat uns sehr an den Railway Market in Thailand erinnert (auch wenn wir selbst noch nie da waren), denn genau wie dort fährt hier langsam der Zug ein, jeder räumt schnell die Gleisen und danach geht alles wieder von vorne los. Zwischen Geschäft und Gleise ist nämlich nur wenige cm Platz.

2,1 km langer Fahrradtunnel Taiwans Küste :) Shifen - auf den Gleisen Laternen steigen lassen

Eine Woche in Taipei ist nun schon vorbei und wir ziehen weiter in die nächste Stadt. Wir können jetzt schon sagen: die Zug- und Busanbindungen sind extrem gut und sehr günstig. Das macht das Reisen von A nach B wirklich einfach. Wir besitzen für Metro, Busse/ Fernbusse, Züge und City Bikes die 'Easycard', die man sich unbedingt anschaffen sollte, sobald man sich in Taiwan befindet. Sie kostet einmalig 100 TWD (=2,90€), man bekommt aber bei jeder Fahrt 10% - 20% Rabatt und spart sich das Schlange-stehen an den Ticketschaltern. Sie funktioniert wie eine Kreditkarte, auf der man einen bestimmten Betrag auflädt und so dann überall bargeldlos bezahlen kann. Das geht mittlerweile auch bei vielen Geschäften, z. B. 7-eleven oder FamilyMart.

Donnerstag, 14.06.2018

Sightseeingtour durch Taipei!

In Taipei haben wir für die ersten drei Nächte ein Hostel gebucht. Da wir morgens angekommen sind, hatten wir noch den ganzen Tag vor uns. Nach ersten Recherchen und Organisationen haben wir uns dazu entschieden noch am gleichen Abend den Taipei 101 zu besichtigen. Dieser Turm ist das dritthöchste Gebäude der Welt! Da wir schon beim Rockefeller Center in New York und beim Marina Bay Sands Hotel in Singapur nicht nach oben auf die Aussichtsplattform gefahren sind, führte kein Weg dran vorbei, es endlich mal in Taiwan zu erleben. Der Taipei 101 sollte es sein. Mit einigen Online Rabatten, kamen wir auf einen Gesamtbetrag von 27,00 € für beide. Ein guter Preis, wie wir finden. Wir durften um 18:15 Uhr nach oben und so lange bleiben wie wir wollten. Auf der Aussichtsplattform haben wir dann gewartet, bis Taipei sich im Dunkeln zeigte. Wirklich wunderschön! 

Für die nächsten zwei Tage stand dann eine typische Sightseeingtour auf dem Plan. Wir haben uns vorher die 3-Tages-Metro Karte geholt, um so oft hin und her fahren zu können wie wir wollten. Für uns hat sich die Karte auf jeden Fall gelohnt. Unser erster richtiger Tag in Taipei startete mit einem kostenlosen Kaffee aus dem Hostel und einem Frühstück aus '7-eleven'. Die gibt es hier wirklich an jeder Ecke und bieten von Frühstück bis Abendessen alles an. Die Produkte sind meist Fertiggerichte und können im Laden dann aufgewärmt und verspeist werden. Aber bis jetzt die günstigste Variante die wir finden konnten, um an Essen zu kommen. Nach dem leckeren Frühstück ging es los mit unserer Sightseeingtour! Erster Stopp: ein Mangrovenwald. Jaaa, Taipei ist eine sehr grüne Stadt und nicht weit vom Stadtzentrum befinden sich ein viele Mangroven. Mit den Hochhäusern der Stadt im Hintergrund sind sie definitiv eine Sehenswürdigkeit, die sich lohnt! Danach ging es weiter zum Expo Park. Normalerweise sollten sich hier tausende bunte Blumen befinden, die wir aber irgendwie nicht entdeckt haben. Wir haben nochmal nachgefragt, wurden nicht verstanden und so hatte sich das dann schnell erledigt. laughing Auf dem großen Gelände lief jedoch gerade eine Filmproduktion, die wir uns noch für einige Minuten mit anschauten. Vom Expo Park fuhren wir weiter zu einem Platz, auf den ich mich irgendwie besonders gefreut hatte: Chiang-Kai-shek Memorial. Durch ein pompöses Eingangstor gelangt man auf den großen Platz und blick direkt auf die riesige Gedenkhalle. In ihr befindet sich die Statue in Übergröße des langjährigen Präsidenten Chiang Kai-shek der Republik China. An den Seiten des Parks befinden sich neben gepflegten Gärten die Nationale Theaterhalle und die Nationale Konferenzhalle. An diesem Tag fand dort übrigens die Premiere von 'Ant man and the Wasp' inkl. Rotem Teppich und Schauspielern statt. Wir haben uns die Vorbereitungen am Tag noch mit angeschaut, sind abends aber nicht wieder hingefahren. Stattdessen ging es für uns durch den Daan Park zum Elephant Mountain. Nach einigen Stufen harter Anstrengung hatten wir einen genialen Aussichtspunkt erreicht, der einen wunderschönen Blick über die Stadt, ganz besonders auf den Taipei 101, bot. Hier blieben wir eine ganze Zeit lang und genossen einfach nur die Aussicht. Wieder unten angekommen, schnappten wir uns City Bikes und düsten durch die Stadt, bis es irgendwann zu dunkel wurde. Wir brachten die Fahrräder wieder zurück und fuhren mit der Metro zum Stadtteil Ximending, auch bekannt als Mini-Times-Square von Taipei. Alles ist beleuchtet, es gibt zahlreiche internationale Geschäfte, Hunde- und Katzencafés und sogar eine 'Tätowierungsstraße'. Die Fußgängerzone hier ist übrigens die älteste in Taipei und besonders beliebt bei den vielen Touristen.

Mangroven Wald Chiang Kai-Shek Memorial Chiang Kai-Shek Memorial mit den Fahrrad durch Taipei! Aussicht vom Elephant Mountain mit Blick auf den Taipei101 Aussicht vom Taipei101 Taipei bei Nacht vom Taipei101

Am nächsten Tag besuchten wir den Martyrs' Shrine, ein Heldengedenkplatz, bei dem wir eine eindrucksvolle Wachablösung beobachten konnten. Irgendwie waren kaum Touristen vor Ort, somit hatten wir den riesen Platz für uns alleine und konnten die gigantischen Gebäude in aller Ruhe bestaunen. Danach ging es für uns weiter zur Sun-Yat-sen Memorial Hall, wo sich ein Museum über Sun Yat-sens Leben und die von ihm gefühte Revolution befindet. Denn Sun Yat-sen ist der Gründer der Republik China. Das Gebäude ist aber auch ein Treffpunkt für die Öffentlichkeit, besonders am Abend kommen viele Jugendliche um zur Musik zu tanzen. Natürlich durften bei unserer Sightseeingtour die chinesischen Tempel nicht fehlen! Dafür suchten wir uns den Longshan- und den Dalongdong Baoan Tempel aus. Bei beiden Tempeln trafen wir auf viele Menschen die beteten und Opfergaben niederlegten. Die chinesischen Tempel sind sehr detailgetreu verziert und haben das typisch chinesische Dach welches viele Drachen und Figuren in Kampfszenen zeigt. Wie man es sich eben vorstellt. Am Abend stand das erste mal auf unserer Reise ein Kinobesuch an! Wir guckten Deadpool 2 in einem Mini-Kino auf englisch mit chinesischem Untertitel. War auf jeden Fall mal eine coole Erfahrung. 

Damit sind unsere ersten drei Tage in Taipei vorbei und wir finden es immer noch großartig! Wir lieben die Stadt, die Menschen und die Kultur. (Zumindest das, was wir bisher erleben durften) Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass alles so anders ist als bisher. Wir fühlen uns auf jeden Fall pudelwohl und sind gespannt, was noch kommt.

Wachablösung am Martyrs Shrine Martyrs Shrine (:D) Martyrs Shrine Longshan Tempel

Dienstag, 12.06.2018

你好台湾 Ni hao Taiwan!

Wir senden die aller besten Grüße aus Taiwan! Bis vor einem Jahr hatten wir keinen blassen Schimmer, was Taiwan ist, wo es liegt und was man dort überhaupt machen kann. Dass einzige was einem vielleicht bekannt vorkommt ist "Made in Taiwan". Nach vielen Recherchen, Dokumentationen und verschiedenen Artikeln wussten wir aber: da müssen wir hin! Doch was ist denn nun Taiwan? Auf unserem Einreise-Stempel steht: Republic of China (Taiwan). Sind wir jetzt in China? Diese Frage kann man nicht mit Ja oder Nein beantworten, dafür muss man etwas tiefer in die Geschichte gehen. Ich will versuchen, es in einer Kurzform zu erklären:

Die Republik China existierte seit 1912 auf dem chinesischen Festland (das China, wie wir es kennen). Zu diesem Zeitpunkt gehörte die Insel Taiwan aber noch zu Japan, denn China musste 1895 nach dem verlorenen chinesisch-japanischem Krieg die Insel Taiwan an Japan abtreten. Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 wurde Taiwan wieder an das Festland China, also der Republik China eingegliedert. Die Republik China wurde im wesentlichen von nur einer Partei geführt: Kuomintang. Mit der Niederlage der Partei im chinesischen Bürgerkrieg, gegen die chinesischen Kommunisten, zog sich die gesamte Kuomintang-Regierung auf die Insel Taiwan zurück. Hier regierte die Partei bis 1990 in der Einparteienherrschaft, heute ist sie Teil des demokratischen Mehrparteiensystems. Während die Kuomintang-Regierung floh, wurde das Festland China zur Volksrepublik China, wie wir es heute kennen. Die 'Republik China auf Taiwan' (wie es offiziell genannt wird) ist formell gesehen nicht unabhängig und gehört somit zur Volksrepublik China. Bis heute gibt es den Taiwan-Konflikt, denn die VR China sieht Taiwan als "unabtrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums", während die Republik China auf Taiwan sich als souveränen Staat sieht, von dem sich Festlandchina durch die Gründung der Volksrepublik abgespalten habe. Was für ein Drama! laughing Fragt man die Taiwanesen vor Ort, bekommt man von allen die selbe Antwort: "Wir sind keine Chinesen, wir sind Taiwanesen!"

Wir sind bereits morgens früh in Taiwan, genauer gesagt in der Hauptstadt Taipei gelandet und waren schon nach wenigen Schritten im neuen Land total begeistert. Wir befinden uns nun nicht mehr in Süd-Ost-Asien, sondern in Ost-Asien, und unserer Meinung nach, macht das kleine Wörtchen 'Süd' einen bedeutenden Unterschied. Taiwan ist ein hochentwickelter Industriestaat. Alles ist sauber, es gibt gut organisierte Müllsysteme, niemand würde hier auf die Idee kommen, seinen Müll in der Natur oder auf der Straße zu entsorgen. Sowohl der Straßenverkehr, als auch der Untergrundverkehr läuft geregelt ab, ich würde fast sagen besser als in Deutschland. Man findet hier keine "Wir-fahren-zu-fünft-auf-einem-Roller-ohne-Helm"-Fahrer, die wahllos durch die Gegend brettern, ganz nach dem Motto "Wer bremst, verliert" laughing Nein, es gibt Regeln und an die hält sich jeder. Taiwan ist ein super sicheres Land, Geschäfte werden abends nur mit einem dünnen Gitter verriegelt, da muss man normalerweise nur den Arm durchstecken und man hat eine 200 €-Uhr in der Hand. Aber an so etwas würde man hier niemals denken.

In Taiwan spricht man Chinesisch, nur sehr wenige sprechen Englisch. Bis jetzt haben wir alles ganz gut gemeistert, zur Not geht auch alles irgendwie mit Händen und Füßen. Auch wenn die Taiwanesen kein Englisch sprechen, so wollen sie dir immer helfen, gehen meistens sogar mit dir mit, um dir den Weg zu zeigen. Wir sind jetzt schon verliebt in dieses Land (die Hello Kitty Toiletten machen es einem auch schwer, es hier nicht zu lieben laughing) und können kaum erwarten was es die nächsten Wochen noch so schönes zu erkunden gibt. Außerdem braucht man für Taiwan weder ein extra Visum, noch ein Weiterflugticket und man darf bis zu 90 Tage im Land bleiben (ganz im Gegensatz zu den Einreisebestimmungen für China). Wir freuen uns!!!

Montag, 11.06.2018

Unser Philippinen-Fazit

Wir haben einen Monat in den Philippinen auf mehreren Inseln verbracht und konnten so einen guten Einblick in das philippinische Leben und die Kultur gewinnen. Das Land ist besonders von der Kolonialzeit der Spanier und Amerikaner geprägt, was heute in sehr vielen Bereichen zum Vorschein kommt. Als die Spanier 1565 die Philippinen als ihre Kolonie beanspruchten, war der Islam noch nicht tief verwurzelt, sodass die meisten Einwohner zum Christentum bekehrt werden konnten. Das hat sich bis heute durchgesetzt (mit Ausnahme die Insel Mindanao), weshalb die Philippinen als das einzige asiatische Land gelten, in der die Katholiken die Bevölkerungsmehrheit bilden - und man merkt, darauf sind sie auch ziemlich stolz. Durch den Spanisch - Amerikanischen Krieg 1898, bei dem die USA die Philippinen besetzten wollte, um Zugang zum asiatischen Markt zu erhalten, wurden die Philippinen so stark bekämpft, dass sie ca. 20 % der Einwohner verloren. Noch heute kann man den Einfluss der Amerikaner stark erkennen. Überall fahren die sogenannten Jeepneys (amerikanische Jeeps werden umgebaut zu Personentransportern), die nicht nur unglaublich günstig sind, sondern die Fahrten von Dorf zu Dorf wirklich zu einem Abenteuer machen. Die Philippinen sind fast schon berühmt für die Jeepneys, sodass man auf jeden Fall einmal mit ihnen gefahren sein sollte. Wenn nicht, hat man definitiv was verpasst.  Das Essen ist geprägt durch Fast-Food Ketten, weshalb kein echtes Nationalgericht zu finden ist. Läuft man durch die Straßen fällt sehr schnell auf, dass an jeder Ecke Basketball gespielt wird, was hier mit Abstand die beliebteste Sportart ist. An zweiter Stelle steht dann wohl das Karaoke-Singen, denn egal wo und zu welcher Tages-/Nachtzeit, es wird immer gesungen. Dabei spielt es keine Rolle, wie schief, richtig, laut oder leise man singt, die Filipinos haben einfach Spaß daran und feiern jeden, der zum Mikrophon greift! Im 2. Weltkrieg wurden die Philippinen dann von den Japanern besetzt, ein Grund weshalb heute so viele japanische Wracks zu finden sind. Die offizielle Unabhängigkeit erhielten die Philippinen am 4. Juli 1946, sie hatten ihre Unabhängigkeit jedoch schon am 12. Juni 1898 erklärt, diese wurde aber weder von den Spaniern, noch von der USA anerkannt und im Rest der Welt nicht einmal wahrgenommen. Trotzdem feiert man den Unabhängigkeitstag am 12. Juni.

Auch in der Sprache erkennt man die zwei Kolonialzeiten. Zahlen, Zeiten, Haushaltsbegriffe wie Küchenutensilien und Kleidungsartikel sind aus dem spanischen in die Filipino-Sprache übernommen worden. Als wir das das erste mal hörten, waren wir etwas verwundert, denn Zahlen und alltägliche Vokabeln können wir zwei Spanischprofis dann ja doch schon verstehen. tongue-out Als die Amerikanische Kolonialzeit begann, wurde die Englische Sprache zu stark gefördert, weshalb heute nur noch knapp 5.000 Filipinos Spanisch als Muttersprache sprechen. Ein Grund weshalb man auf den Philippinen mit Englisch hervorragend zurecht kommt. 

Sind die Philippinen ein gefährliches Reiseziel? Es kommt ganz drauf an, wo man sich aufhält. Es wird sowohl vom Auswärtigen Amt, als auch von vielen Einheimischen, mit denen wir gesprochen haben, abgeraten sich im Süden, besonders auf der Insel Mindanao, aufzuhalten. Mindanao ist die zweitgrößte Insel der Philippinen und auf ihr sind unterschiedliche Gruppen von islamischen Terroristen aktiv, die bereits viele Touristen (darunter auch Filipinos von anderen Inseln) verschleppt und ermordet haben. Laut Aussage eines Einheimischen wollen sie den Islam auf der Insel durchsetzten und die Insel unabhängig machen. Seit 2017 wurde das Kriegsrecht über die Region Mindanao ausgerufen. Wir haben uns nur in touristischen Orten aufgehalten und uns in keiner einzigen Sekunde unsicher gefühlt, auch nicht spät am Abend.

Unser Fazit: Die Philippinen sind ein wunderschönes Land und definitiv eine Reise wert. Allerdings hat es uns nicht so umgehauen, wie es irgendwie jeden anderen umhaut. Es gibt halt überall Strand, Palmen und Meer und das egal wo man ist. An einigen Stränden ist der Sand vielleicht noch weißer, das Wasser noch ein bisschen klarer, aber im Endeffekt ist es doch alles das selbe. Uns haben die Philippinen auf jeden Fall nicht so gepackt, vielleicht auch wegen den über 2 Wochen Regen, aber ich denke, dass wir auch nicht die Typen sind, die sich 24/7 an den Strand legen können. Es hat uns die Abwechslung gefehlt, die wir in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Indonesien hatten, weshalb es uns oft zu langweilig wurde. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit, hatten wahnsinnige Tauchgänge, haben viel entspannt (etwas zu viel wenn ihr mich fragt) und bereuen es nicht die Philippinen bereist zu haben. Trotzdem ist es kein Land, wo wir sagen "Wir wollen so schnell wie möglich wieder zurück." 

Sonntag, 10.06.2018

Coron - die letzten Tage auf den Philippinen

Wie bereits erwähnt, wurde der Regen nach unserem Tauchgang nur noch schlimmer. Es kam sogar ein Sturm hinzu und so wurden alle Tauchgänge für die nächsten Tage gestrichen. Wir waren so froh, dass wir noch Tauchen gehen durften, sonst wäre ich glaub ich erst mal eine Runde heulen gegangen! laughing Bei dem Wetter wurde man einfach nur depressiv und aggressiv und jede noch so kleine Kleinigkeit raubt einem den letzten Nerv. Unsere Regenschirme wurden zu unseren neuen besten Freunden, denn auch wenn es mal trocken war, konnte es in wenigen Minuten wieder anfangen wie aus Eimern gießen. Nicht nur alle Tauchgänge und Inseltouren würden gecancelt, sondern auch alle Flüge aus und nach Coron wurden für die nächsten Tage gesperrt. Es gab sogar einen kleinen Unfall, bei dem ein Flugzeug (es waren keine Passagiere an Board!) aufgrund des Regens nicht rechtzeitig stoppen konnte und so über die Landebahn hinaus rutschte. Unsere 15-Stunden-Fähre von Coron nach Manila hatte bereits bekannt gegeben, dass sie mit 7 Stunden Verspätung ablegen würde. Wir beteten nur, dass sie nicht gestrichen wird, sonst würden wir unseren Flug aus Manila verpassen.

Wir wollten trotzdem irgendwie das Beste aus unserer Zeit machen und so fuhren wir zusammen mit Noa und zwei anderen zu den bekannten Maquinit Hot Springs. Es sind heiße Salzwasser Quellen, die nicht ganz so häufig in der Welt vorkommen, wie die Süßwasserquellen. Bei Regen sind sie definitiv eine gute Option, da der kalte Regen eine schöne Erfrischung bietet. Die Heißen Quellen werden nach einer gewissen Zeit doch schon echt heiß. Die Idee, bei Regen die Hot Springs zu besuchen, hatten definitiv mehrere, darunter auch viele Einheimische. So war es zwar schnell voll, dennoch hatten wir einen entspannten Nachmittag. Der Rückweg führte uns dann wieder durch die gefluteten Straßen zurück in die Stadt. 

Maquinit Hot Springs Noa & ich :)

Für den nächsten Tag war unsere Weiterfahrt für 16:30 Uhr in die Hauptstadt Manila geplant, doch da sich unsere Fähre um 7 Stunden verspätete, verließen wir den Hafen erst um 23:00 Uhr. Somit hatten wir noch den ganzen Tag in Coron, an dem wir uns schon mal für unser nächstes Land informierten und andere Dinge organisierten. Ansonsten haben wir uns einfach nur entspannt. Wir hatten nun insgesamt 6 Tage in Coron, an denen wir leider nicht das erleben konnten, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit und konnten in diesen Tagen in das gemütliche Leben hier auf der Insel eintauchen, haben viel Zeit mit unserer Gastgeberin verbracht und waren bereits Stammkunden in einigen Geschäften. Durch das schlechte Wetter hatten wir viel Zeit für uns, haben die vielen Eindrücke nochmal sacken lassen können, um somit Platz für die Erlebnisse im nächsten Land schaffen zu können. Also hatte der Regen durchaus auch etwas Positives. 

Endlich auf der Fähre angekommen, mussten wir uns im ganzen Getummel unsere Betten suchen. Es gibt insgesamt Platz für mehrere hundert Menschen, die sich in verschiedenen Klassen einbuchen können. Wir haben natürlich die günstigste 'Super-Budget-Klasse' genommen, bei der wir uns mit über 100 anderen Menschen und ein paar Hunden einen riesigen Raum teilten. Hier stapeln sich die Hochbetten eng aneinander, was für eine Nacht aber ausreichend sein sollte. Wir hatten zum Glück eine ruhige Ecke erwischt, in der wir weder den lauten Fernseher, noch die bellenden Hunde hören konnten. Gut riechendes Bettzeug wurde ebenfalls zur Verfügung gestellt und Frühstück und Mittagessen waren auch inkludiert. Die Nacht und auch die gesamte Fahrt war sehr angenehm. Durch das Unwetter sind wir allerdings eine andere Route gefahren, so hatten wir nochmal 5 Stunden Verspätung. Aurora und Ernesto, die mit uns auf der Fähre waren, haben dadurch ihren Flug verpasst. Unser Flug ging zum Glück erst am nächsten Morgen. Am Hafen angekommen wurden wir von Jeepney-, Taxi-, Tricycle- und Busfahrern regelrecht angeschrien, denn jeder wollte uns in sein Fahrzeug zerren. In Asien wird man ja meistens überall von Taxifahrern belagert, aber so etwas hatten wir noch nie zuvor erlebt. Es waren hunderte!!! Man konnte kaum noch laufen, musste sich irgendwie den Weg durch die Menschenmengen raus zur Straße bahnen, um dem Geschreie zu entkommen. Dort schnappten wir uns dann ein Taxi mit (ganz wichtig!) Taximeter, was uns für super günstige 2,40 € 10km zu unserem Hotel brachte. Leider kamen wir erst um 20:30 dort an, sodass wir von Manila selbst nichts mehr gesehen haben. Am nächsten Morgen ging es bereits um 04:00 Uhr weiter zum Flughafen, denn wir verlassen nun nach 29 Tagen, mit voller Vorfreude auf nächste Land, die Philippinen.

am nächsten Morgen zeigte sich nochmal kurz die Sonne :)

Freitag, 08.06.2018

Coron - unter Wasser dem Regen entfliehen

Nach unserer wunderschönen Kayak Tour verließen wir El Nido mit der Fähre, die uns 7 Stunden später sicher nach Coron brachte. Die Zeit haben wir bei recht gutem Wetter draußen auf Deck verbracht und nochmal unsere Hängematten aus Peru ausgebreitet. So hatten wir eine echt entspannte Überfahrt. In Coron angekommen, wurden wir direkt von einem Tricycle zu unserer Unterkunft gebracht. Das 'Yellow House' ist eine Unterkunft mit insgesamt 5 Doppelbett-Zimmern, die nur von Gästen genutzt werden. Wir haben uns also mit anderen ein ganzes Haus geteilt, die Besitzer wohnten nebenan. Ein wirklich tolles Konzept und zudem noch sehr sehr sauber. Endlich mussten wir unser Bett mal nicht mit irgendwelchen Ungeziefern teilen. smile

Noch am Abend unserer Ankunft fing es natürlich wieder an zu regnen. Die nächsten Tage hörte es auch nicht mehr auf - im Gegenteil, es wurde nur noch schlimmer. Wir haben trotzdem einen Tag dazu genutzt, um tauchen zu gehen, was auch eigentlich der Hauptgrund war, warum wir überhaupt hier her gekommen sind. Coron ist bekannt für die umliegenden japanischen Wracks, die 1944 von der USA bombardiert und versenkt wurden. Von den 10 Wracks liegen 8 in einer Tiefe von 20 m bis 45 m. Deshalb hat sich unser Tauchkurs bereits mehr als gelohnt, da wir sonst nicht in diese Tiefen hätten gehen können. Außerdem gibt es in Coron den Barracuda See. Das Besondere hier: ab einer Tiefe von 14 m findet man statt Süß- nur noch Salzwasser, welches eine Temperatur von bis zu 39°C erreicht. Aber von Anfang an:

Um 08:00 Uhr morgens trafen wir uns bei der Tauchschule, um unser Equipment zusammen zu stellen. Dann ging es um 09:00 Uhr auch schon aufs Boot. Als wir uns am Tag zuvor für den Tauchgang angemeldet hatten, waren wir nur 4 Personen, am nächsten Tag waren es auf einmal 20 (!). Das Boot war zwar groß, doch aufgrund des starken Regens, versammelten sich alle auf einem Fleck und mit den vielen Tauchflaschen und der Tauchausrüstung wurde es zwischendurch sehr eng und chaotisch. Unser erster Stopp war der Barracuda See. Matthijs und ich waren voller Vorfreude, da wir bereits viel darüber gelesen hatten. Vom Boot schwammen wir zu einer kleinen Bucht, wo wir über rutschige Treppenstufen zum See gelangten. Hier trafen wir auch die liebe Noa wieder, die wir bereits in Zamboanguita kennen gelernt hatten. Wir verabredeten uns schnell zum Abendessen, bevor wir dann ins Wasser abtauchten. An beeindruckender Unterwasserwelt hat der See absolut gar nichts zu bieten. Es ist wirklich nur der plötzliche Temperaturunterschied, der diesen Tauchgang so einmalig macht. Von jetzt auf gleich wird das Wasser sehr heiß, fast schon zu heiß. Man kann die Hitze sogar sehen, denn plötzlich sieht es sehr ölig aus und alles wirkt verschwommen. Aus diesem Grund sind wir auch das erste mal ohne Taucheranzug getaucht. Ein wirklich tolles Erlebnis.

Barracuda Lake

Nach dem ersten Tauchgang fuhren wir über eine Stunde zum ersten Wrack. In der Zwischenzeit gab es ein erstaunlich gutes und leckeres Mittagessen, Softdrinks und Bier (das aber erst nach dem letzten Tauchgang wink) so viel man wollte. Wir schlüpften alle in unsere Taucheranzüge, es gab einen kurzen Ablaufplan, dann ging es rein ins Wasser und ab nach unten. Von Oben konnte man nichts erkennen, denn das Wasser war sehr trüb. Doch auf einmal kam das dunkle, gigantische Wrack zum Vorschein. Wir waren ja bereits in Tulamben auf Bali Wracktauchen, doch das kann man überhaupt nicht vergleichen! Das Wrack hier war noch nicht auseinander gefallen, man konnte sogar die einzelnen Räume durchqueren, genau so wie man sich Wracktauchen vorstellt. Im Schiff wurde es dann dunkel und zwischenzeitlich wirklich eng, sodass man sehr aufpassen musste nirgends hängen zu bleiben. Um sich seinen Weg zu bahnen war eine Taschenlampe unumgänglich. Zurück an der Oberfläche kamen Matthijs und ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus und wir konnten unseren dritten Tauchgang kaum erwarten!

Nach einer weiteren 1-stündigen Pause durften wir dann wieder in Wasser. Ein Blick nach Unten verriet bereits, dass die Sicht wohl schlechter nicht hätte sein können. Man konnte ungelogen nicht weiter als 2 m gucken. Ganz schön gefährlich in so einem 'Schiffslabyrinth'. So musste man immer genau auf die Flossen seines Vordermanns achten, um nicht verloren zu gehen. Die Räume schienen noch enger und noch dunkler zu sein, selbst mit Taschenlampe konnte man kaum etwas sehen, da das Wasser voller Schmutz- und Sandpartikel war. Trotzdem hat es unglaublich viel Spaß gemacht. Dieser Tauchgang war ein richtiges Abenteuer! Als wir wieder auftauchten, bemerkten wir erst mal wie dreckig unsere Anzüge waren. Eigentlich hätten wir auch dringend Handschuhe benötigt, da wir doch schon so einige Schrammen und Splitter in unseren Händen gefunden haben.

Nach unserem Tauchgang fuhren wir bei strömenden Regen wieder zurück zum Hafen und von dort zu unserer Unterkunft. Wir duschten uns schnell ab und trafen uns dann mit Noa und Sunny aus Israel und Aurora und Ernesto aus Spanien (die wir auf dem Boot kennen lernten) zum Abendessen. Hier gönnten wir uns mal wieder eine leckere Pizza!

Wreck Diving :) Feuerfische die Aussicht von der Reling genießen :D

Montag, 04.06.2018

El Nido - zwischen Idylle und Tourismus

Mittags um 13:00 Uhr wurden wir von einem Minivan vor unserem Hostel abgeholt. Die Fahrt nach El Nido dauerte ca. 5 Stunden und - wie soll es auch anders sein - es regnete wie aus Eimern! Es ging über die huckeligen Sandstraßen durch den Dschungel zurück zur Hauptstraße Richtung El Nido. Wie man sich vielleicht vorstellen kann, passen Sandstraßen und Regen nicht sehr gut zu einander, doch den Fahrer schien das absolut nicht zu interessieren. Es kam uns eher so vor, als würde er ein Rennen fahren, bei dem er zwischendurch immer anfing zu driften. Irgendwann hab ich zu Matthijs gesagt, dass ich echt Angst habe. Er reagierte mit den Worten "Ich auch." Und wenn Matthijs das sagt, dann muss das schon was heißen. Das erste mal während unserer Reise haben wir einen Fahrer gebeten langsamer zu fahren, weil wir uns echt unwohl fühlten. Die Antwort des Fahrers war eine Gegenfrage: "Warum?" Matthijs wurde daraufhin etwas sauer, aber im Endeffekt hat der Fahrer es verstanden und fuhr langsamer, zumindest so lange, bis wir die Hauptstraße erreichten. Endlich in El Nido angekommen, stiegen wir schweißgebadet aus dem Van aus und waren einfach nur froh heile angekommen zu sein. Wir entschieden uns dafür die 1,3km zu unserem Guesthouse zu laufen. Natürlich fing es nach 500m wieder extrem an zu regnen, aber da mussten wir nun durch. Den Rest des Tages haben wir ganz entspannt ausklingen lassen, denn bei Regen ist hier nun echt nicht viel zu tun.

Tag zwei war natürlich ein ganz besonderer, denn ich hatte Geburtstag! Vom Hostel wurde ich mit einem Bananen Pancake mit einer Kerze überrascht, was Matthijs ganz toll organisiert hatte. Über Tag passierte leider nicht wirklich viel, denn es war nur am Regnen. Abends haben wir uns in ein tolles, schickes Restaurant gesetzt (die wir normalerweise aus Geldgründen meiden), und es uns mal richtig gut gehen lassen. Mit ein paar Bierchen haben wir den Tag ausklingen lassen. 

Am nächsten Tag wurden wir von einem blauen Himmel überrascht! Auch in El Nido kann man Island- Hopping Touren buchen (A,B,C,D,E,Z), bei denen man jeweils unterschiedliche Ziele anfährt. Da wir - wie gesagt - nicht so die Island Hopping Typen sind, haben wir uns für eine andere Variante entschieden, die schon lange kein Geheimtipp mehr ist: Kayak ausleihen! Mit dem Kayak sind wir von El Nido Town einmal die Küste entlang gefahren und konnten stoppen wo und so oft wir wollten. Die Landschaft hier ist wirklich so unglaublich schön! Sowieso, wenn man Strände für sich ganz alleine hat und einfach den Blick aufs Meer und die riesigen Felsen genießen kann. Wir waren in dem Moment einfach so glücklich, jeder zweite Satz war "Boah, ist das schön!" Und die Sonne hatte sich wirklich den ganzen Tag durchgesetzt, zwischendurch war nicht eine Wolke am Himmel. Wir haben spontan diesen Tag zu meinem Geburtstag erklärt. laughing Die meiste Zeit verbrachten wir am '7 Commandos Beach', wo auch die meisten Touren einen Stopp einlegen. Als wir dort ankamen, war der Strand jedoch menschenleer. Hier gibt es auch einen kleinen Shop, um Snacks und Getränke zu kaufen (wir hatten doch tatsächlich kein Wasser mitgenommen) und es gibt kostenlose Liegen, Stühle und Sonnenschirme. Als es uns später zu voll wurde, da zu viele Tourboote ankamen, paddelten wir den Weg wieder zurück und hielten am 'Ipil Ipil Beach'. Das Kayak fahren sollte man aber auf keinen Fall unterschätzen, ich glaube ohne Matthijs würde ich immer noch irgendwo auf dem Meer herum treiben. laughing Es geht echt auf die Arme und ist anstrengend. Deswegen nicht zuuu viel vornehmen, lieber öfter mal stoppen und die Landschaft genießen.

So viele Menschen haben uns gesagt, dass wir bloß nicht nach El Nido gehen sollen. "El Nido ist überlaufen, zu touristisch, sucht euch ein Hostel etwas außerhalb, die Stadt ist nicht schön" usw. Wir hatten ein Hostel mitten in der Stadt, weil es einfach das billigste war. Um ein wirklich gutes Hostel zu finden, muss man hier schon ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen. Wir waren trotzdem rundum zufrieden, hatten jeden morgen ein wirklich sehr gutes Frühstück inklusive, das Zimmer war nicht das beste, aber für 3 Nächte ausreichend. Da wir schon das Schlimmste erwartet hatten, waren wir eher positiv überrascht. Wir fanden die Stadt eigentlich ganz gemütlich. Es ist zu dieser Zeit zwar touristisch, aber noch vollkommen okay. Wir wollen jedoch nicht wissen, was hier zur Hauptsaison los ist. Dadurch dass wir keine Tour gebucht haben (was hier eigentlich die Hauptattraktion ist), sind wir auch so den vielen Touristen aus dem Weg gegangen. Es gibt also durchaus Wege entspannte Tage in El Nido zu verbringen. Die Landschaft hier ist wirklich ein Traum, deswegen würden wir El Nido auf keinen Fall auslassen. 

Kayak fahren! :) wir haben eine Höhle gefunden! Looove 7 Commandos Beach

Freitag, 01.06.2018

Port Barton - Regen im Paradies

Von Cebu ging es mit dem Flugzeug nach Puerto Princesa auf die Insel Palawan. Da wir leider schon zu spät waren, um direkt weiter in die nächste Stadt zu fahren, blieben wir eine Nacht hier. Viel erlebt haben wir hier allerdings nicht, denn außer einem leckeren Abendessen und Preise vergleichen für die Weiterfahrt war zeitlich nicht mehr drin. Am nächsten morgen ging es um 07:30 Uhr auch schon wieder los. Wir liefen zur Busstation, um von dort aus dann in 3 Stunden zu unserem Ziel zu fahren: Port Barton. 

Port Barton ist ein kleines Fischerdörfchen, welches eigentlich nur aus einem Strand und zwei Sandstraßen besteht. Es ist ziemlich abgeschnitten von der restlichen Insel und deswegen nur über eine teils sehr huckelige Sandstraße, die durch Dschungel führt, zu erreichen - keine Sorge, es wird bereits fleißig an einer Betonstraße gebaut. Strom und Internet gibt es in der Regel nur abends/ nachts für ein paar Stunden und der Tourismus soll hier noch nicht ganz so übertrieben sein. Wir sind Fans von untouristischen Orten, die ja heutzutage wirklich schwer zu finden sind, aber mit Port Barton haben wir einen wirklich entspannten Ort gefunden. 

Um ca. 12:00 Uhr mittags erreichten wir das kleine Dorf und waren auf den ersten Blick hin und weg. Es gibt keine Hotels, keine noblen Restaurants, keine richtigen Geschäfte. Wir suchten unser kleines Hostel, was bei der Größe des Dorfes eine wirklich einfache Aufgabe war, und luden unser Gepäck in einem kleinen Bungalow ab. Noch während unserer ersten Zigarette bekamen wir das erste mal die Regenzeit zu spüren. Es regnete und regnete und regnete - nicht nur ein bisschen, sondern wirklich sehr stark. Zum Abendessen ließ es dann kurz ein bisschen nach. Somit konnten wir uns auf Nahrungssuche begeben und wir fanden den kleinen Laden, der uns in Bohol schon empfohlen wurde. Hier kann man A-la-carte alles bekommen, was das Herz begehrt. Wer allerdings noch mehr Geld sparen will, bestellt sich das 'Kantinenessen' mit Reis, einer Beilage und einem Getränk für nur 50 Php. (= 0,80€) Uns es schmeckt super lecker! Nach dem Abendessen erlaubte uns das Wetter noch kurz an den Strand zu gehen, schließlich wollten wir ja schon wissen, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Nach 5 min kam jedoch schon der Regen zurück und wir gingen so schnell wie möglich wieder ins Hostel. Das Problem: durch den Regen sind die Sandstraßen ein einziges Matschfeld, weshalb hohe Rutschgefahr besteht! 

Der nächste Tag sah dann auch nicht viel besser aus. Regen den ganzen lieben langen Tag. Wir verließen unseren Bungalow nur für's Frühstück und Abendessen, ansonsten haben wir den ganzen Tag Serien geguckt und wirklich einmal gar nichts gemacht. Ich hatte außerdem große Probleme mit Kopf, Ohren und Hals, weshalb ein Tag Ruhe für mich ganz gelegen kam. 

Wer nach Port Barton kommt, macht normalerweise auch eine Island-Hopping Tour, weil die Inseln rund um Port Barton der absolute Traum sein sollen. Wir haben uns am nächsten Tag nach dem Frühstück ganz spontan für diese Tour entschieden, da wir am Himmel Sonnenstrahlen entdeckten. Juhu! Zusammen mit zwei Spaniern und einer Französin ging es um 09:00 Uhr los. Doch bereits nach einer Stunde auf dem Boot fing es wieder mal an zu regnen. Im Wasser war es tatsächlich wärmer als auf dem Boot. Insgesamt steuerten wir vier Schnorchelspots und zwei Inseln an, bei denen man Meeresschildkröten und bunte Fische beobachten konnte. Auf einer Insel gab es dann ein leckeres Mittagessen. Zwischenzeitlich dachten wir wirklich, die Sonne kommt nochmal raus, doch das war wohl nichts. Der Regen wurde schlimmer und schlimmer und durch den Fahrtwind wurde es immer kälter. Da das Schnorcheln meine Ohr- und Kopfschmerzen irgendwie verschlimmerte, setzte ich die letzten zwei Tauchspots aus und wickelte mich in Rettungswesten und Handtüchern ein, um nicht zu erfrieren. Da ist man schon mal auf den Philippinen und dann muss man auch noch zittern vor Kälte. yell Unser letzter Stopp war dann an einer kleinen Sandbank, wo sich ein paar Seesterne befanden. Hier stieg ich auch wieder vom Boot, um mich im warmen Wasser zu wärmen. 

Unser Fazit zur Tour: irgendwie ein wenig langweilig. Da wir sowieso nicht so die "Island-Hopping"-Typen sind und dazu das Wetter auch noch extrem beschissen war, waren wir ein wenig enttäuscht. Für Island Hopping Touren braucht man einfach Sonnenschein, ansonsten macht das keinen Sinn. Leider sahen sich die Schnorchelspots alle sehr ähnlich, was deshalb nicht so viel Abwechslung brachte. In Port Barton gibt es verschiedene Touren (A,B,C,D), da wir spontan dazu gestoßen sind, konnten wir uns keine aussuchen. Wir haben (glauben wir) Tour A gemacht, vielleicht wären andere Touren interessanter gewesen.

Unser Fazit zu Port Barton: Wenige Touristen? Ja. Ich denke das liegt aber auch daran, dass wir uns in der Nebensaison befinden und es deshalb allgemein auf den Philippinen ein wenig ruhiger zugeht. Port Barton ist definitiv stark im Wandel, viele Touristen entdecken gerade diesen kleinen Ort. Eine neue Straße wird auch gerade gebaut, deswegen werden die ersten Hotels wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen. Wir hatten leider extrem Pech mit dem Wetter, weshalb alles nur halb so schön aussah. Trotzdem war es eine Reise wert!

Port Barton! kleine Insel während des Island Hoppings Mittagessen die Meeresschildkröte darf natürlich auch nicht fehlen! :p

Montag, 28.05.2018

Bohol - von Miniaffen & Schokohügeln

Von Zamboanguita ging es mit Bus und Fähre auf die nächste Insel: Bohol, genauer gesagt auf die Halbinsel Panglao. Von unserer Luxusunterkunft mussten wir uns verabschieden, denn die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in einer zeltartigen Hütte. Eigentlich waren wir nur wegen zwei Dingen auf Bohol: Tarsiere und Chocolate Hills. Als wir jedoch bei unserer Unterkunft ankamen, waren wir geschockt, was Bohol alles zu bieten hat. Von zahlreichen Traumständen, bis Bungee Jumping, Schmetterlingshäuser, 'Floating Restaurants', Wasserfälle, Action- und Naturparks ist wirklich alles dabei. So gerne wären wir noch länger auf dieser Insel geblieben, doch wir mussten bereits einen Inlandsflug buchen, weshalb wir leider nicht genügend Zeit hatten. 

Trotzdem, das was wir uns vorgenommen hatten, wurde natürlich auch gemacht. Wir liehen uns einen Roller direkt bei unserer Unterkunft aus und fuhren nach dem Frühstück einfach mal drauf los. Die Straßen auf Bohol sind für Rollerfahrer wirklich ein Traum. Keine Huckel, keine Steine, einfach gerade Straßen und das sogar in den kleinsten Seitengassen. Aus diesem Grund machten uns die 40km Fahrt zu unserem ersten Ziel auch nichts aus. Als erstes wollten wir die Tarsiere besuchen. (Auf den Philippinen nennt man sie Tarsiere, im deutschen sind sie unter Koboldmakis eher bekannt.) Vielleicht sagt nicht jedem der Name etwas, aber ich wette ihr habt die Tiere schon mal im Fernsehen gesehen. Kleine Mini-Affen mit riesigen Augen. Sie werden 12cm - 13cm "groß" und wiegen dabei nur 110g - 150g. Tarsiere findet man nur in Südostasien auf den Inseln Sumatra, Borneo, Sulawesi und auf den südlichen Philippinen, darunter eben auch Bohol. Sie sind nur in der Nacht aktiv, weshalb sie tagsüber schlafend in den Bäumen hängen. Da die Tiere besonders auf den Philippinen gejagt werden, um sie als Haustiere zu halten oder das "leckere" Fleisch zu verkaufen, gelten sie als stark gefährdet. Auch aus diesem Grund wurde in Bohol eine Aufzuchtstation gegründet, die insgesamt 180 Tarsiere beherbergt. Von diesen 180 Tieren werden jeden Tag 6 Tiere (jeden Tag andere) in den für Touristen zugänglichen Regenwald gesetzt. Aber Achtung! Wer den Regenwald betritt, MUSS leise sein! Wenn es den Tarsieren zu laut wird oder sie zu viel Stress verspüren, schlagen sie so lange ihren Kopf gegen einen Baum, bis sie daran sterben. Das klingt lustig, ist es aber nicht. Das ist übrigens auch der Hauptgrund, weshalb die kleinen Äffchen als Haustiere nicht lange überleben: viele Recherchen zeigen, dass sie ihren Kopf gegen die Gitterstäbe des Käfigs hauen, um daran zu sterben. Viele Menschen sagen, dass Koboldmakis die kleinsten Primaten der Welt sind. Das stimmt nicht. Die Mausmakis sind die kleinsten Primaten weltweit, sehen zwar ähnlich aus, aber sind dennoch eine andere Affenart. 

diese Äffchen sind wirklich soooo winzig :)

Nächster Halt waren die Chocolate Hills. Sie liegen nur 17 km weiter auf der gleichen Straße und man kann sie schon von weitem erkennen. Mit dem Roller kann man bequem einen Berg hinauf fahren, um dann die letzten vielen Treppenstufen zum Aussichtspunkt hoch zu laufen. Oben angekommen hat man dann eine wunderschöne Aussicht auf die wirklich vielen (es sind genau 1.268) Hügel, die in perfekter Halbkugelform aus der Erde ragen. Warum heißen sie Chocolate Hills? In der Trockenzeit wird das Gras auf den Hügeln braun, weshalb sie aussehen, wie viele Schokoladenhügel. Im Moment sind sie jedoch eher grün als braun, was sie aber nicht weniger faszinierend macht. Das gesamte Gebiet der Chocolate Hills verteilt sich auf ganze 50 km2. Man könnte meinen die vielen Hügel seien von Menschenhand erschaffen worden, doch das sind sie nicht. Auch wenn Forscher sich immer noch nicht ganz einig sind, wie sie entstanden sind, weiß man, dass sie natürlichen Ursprungs sind. Legenden sagen, dass sich früher zwei Riesen gestritten haben und dabei mit Sand und Steinen um sich warfen, wodurch diese Landschaft entstanden sei. Uns ist es ziemlich egal wie sie entstanden ist, wir sind einfach nur froh, dass es sie gibt. Schön anzusehen ist es auf jeden Fall.

Chocolate Hills Man-Made Forest - von Menschenhand erschaffener Wald

Auf dem Rückweg hatten wir noch einen Strandbesuch eingeplant, das Wetter machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Urplötzlich fing es wie aus Eimern an zu regnen und wir suchten uns bei einer kleinen Pizzeria Unterschlupf, wo wir dann auch gleich eine Pizza verdrückten. Ich meine, wenn man schon mal da ist... tongue-out Aufgrund der vielen Kilometer und der langen Regenpause, war es schon relativ spät, als wir an der Unterkunft ankamen, weshalb wir nicht mehr zum Strand gefahren sind. Eigentlich hatten wir geplant am nächsten Tag zum Strand zu fahren, doch morgens hatten wir ein Problem mit der Wäscherei, die Matthijs NEUE Hose aus Singapur, ein T-shirt von mir und ein paar Socken verschlammt hat, weshalb wir erst eine lange Diskussion mit der Wäscherei führen mussten (und nein, wir haben die Sachen nicht zurück bekommen). Danach fuhren wir schon mit der Fähre zurück nach Cebu City, da wir zeitig zurück sein wollten, weil wir Matthijs Handy reparieren lassen mussten. Wer sich also wundert warum er nicht mehr online war, sein Handy hat nicht mehr geladen, was wir jetzt aber erfolgreich lösen konnten. Morgen Mittag geht es dann mit dem Flugzeug auf die nächste Insel: Palawan!

Samstag, 26.05.2018

Spontaner Tauchkurs in Zamboanguita

Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, befinden wir uns auf den Philippinen irgendwie mehr unter Wasser, als an Land. Das liegt einfach daran, dass es so unglaublich viele gute Tauchspots gibt, die wir am liebsten alle mitnehmen würden. Doch Tauchen ist auch ein ziemlich teures Hobby, deswegen können wir nicht alles machen. Als wir in Deutschland unsere Reise geplant haben, hatten wir uns vorgenommen unseren 'Advanced Open Water Tauchkurs' irgendwo auf der Welt zu machen. Doch es war uns bis jetzt immer zu viel Geld, weshalb wir uns eigentlich schon überlegt hatten ihn auf dieser Reise nicht mehr zu machen. Trotzdem gucken wir immer nach den Preisen, wenn wir tauchen gehen.

So auch in Zamboanguita auf der Insel Negros. Da wir in Malapascua einen Adventure Dive machen mussten, um mit den nicht vorhandenen Thresher Sharks tauchen zu gehen, konnten wir uns diesen Tauchgang für den Kurs anrechnen lassen. Kurz gesagt: wir haben für unseren Tauchkurs nur 178 € pro Person gezahlt. Das ist ein unschlagbarer Preis und wir mussten einfach zuschlagen! Der Advanced Kurs hat einige Vorteile. Zunächst lernt man noch viele nützliche Dinge und wir dürfen jetzt auf bis zu 40m runter, anstatt nur auf 18m. 

Warum sind wir überhaupt in Zamboanguita? Wir wollten einfach mal wieder entspannen. Eigentlich hatten wir geplant auf die Insel Siquijor zu fahren, die bei vielen Backpackern auf der Liste steht, doch irgendwie haben wir keine passende Unterkunft gefunden, die all das hatte, was wir wollten und das auch noch für einen günstigen Preis. Wir sind durch Zufall auf das 'White Chocolate Hill Resort' in Zamboanguita gestoßen und alles passte: ein kleiner Bungalow, Pool, eigener Sandstrand und es lag nah an der Insel 'Apo Island', die wir unbedingt besuchen wollten. Das ganze gab es für 22€/ Nacht inkl. gutem Frühstück. Da haben wir uns dann gleich 4 Nächte gegönnt. 

Mit dieser Unterkunft haben wir ein echtes Luxusresort erwischt und im Nachhinein können wir nur sagen: wir haben alles richtig gemacht! Durch unseren Advanced Kurs, war ein Tagestripp mit zwei Tauchgängen und ein mal Schnorcheln in Apo Island sogar inkludiert. Wir haben also doppelt Geld gespart! Natürlich waren es keine 'Fun-Tauchgänge',  denn wir mussten unter Wasser immer verschiedene Übungen machen. Trotzdem haben wir die riesigen Meeresschildkröten gesehen, für die Apo Island bekannt ist. Hier befindet sich nämlich ein großes Schutzgebiet, was für einzigartige Korallen, Fische und zahlreiche Schildkröten sorgt. Während unseres Tauchkurses hatten wir auch unseren ersten Nacht-Tauchgang. Im Dunkeln nur mit einer Taschenlampe zu tauchen ist einfach nur abgefahren. Besonders die kunterbunten Krebse und Schnecken, die nur in der Nacht aktiv sind, haben uns mehr als fasziniert. In der Nacht achtet man eher auf die kleinen Dinge, man muss sich anders verständigen und das Gefühl im dunkeln zu sein ist einfach genial. Ich denke das werden wir nun des öfteren mal machen. Leider durften wir unsere Kamera während der vier Tauchgänge nicht mitnehmen. Aber in Apo Island waren wir auch schnorcheln, da konnten wir noch ein paar Meeresschildkröten in Bildern festhalten.

Statt in den fünf Tagen zu entspannen, haben wir unsere Nasen eher in die Bücher gesteckt und gelernt. Aber es hat sich gelohnt, wir sind nun zertifizierte Advanced Open Water Taucher! Juhu! smile

Das White Chocolate Hill Resort können wir nur jedem empfehlen. Zamboanguita liegt nicht wirklich bei vielen auf der To-Do Liste für die Philippinen, deswegen hatten wir den Strand und den Pool meistens für uns ganz alleine. Außerdem befinden wir uns gerade in der Nebensaison. Wir hatten wirklich tolle Tage und würden jeder Zeit wieder hier her zurück kommen.

ein Strand für uns alleine :) ein Pool für uns alleine :) an unserem Bungalow haben wir die Hängematten aus Peru befestigt auf den Sonnenuntergang warten, um im Dunkeln zu tauchen das ist Apo Island! Schnorcheln mit Schildkröten :)

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