Übersichtskarte

Montag, 09.07.2018

Sonne-Mond-See

Wie im vorherigen Blogbeitrag bereits erwähnt, ging die Fahrt weiter zum Sonne-Mond-See. Dieser liegt in der Mitte der Insel Taiwan auf 760m Höhe. Durch die angenehmen Temperaturen ist der See nicht nur bei ausländischen Touristen sehr beliebt, sondern auch die Einheimischen kommen gerne für Wochenendausflüge oder sogar zu Hochzeitsreisen hier her. Der See und seine umliegende Landschaft gelten nämlich als sehr romantisch. Ursprünglich diente der See aber nicht zur Erholung, sondern wird bis heute als Wasserkraftwerk genutzt, welches bis 1960 sogar ganz Taiwan mit Strom versorgte. Warum der Name? Der Umriss des Sees soll zur Hälfte die Umrisse der Sonne und zur anderen Hälfte die Mondsichel darstellen. Wir konnten dieses jedoch nicht genau erkennen. Einige sagen auch es sind die verschiedenen Wasserfarben, die Sonne und Mond darstellen (haben wir jedoch auch nicht entdecken können laughing).

Wir sind am Nachmittag mit dem Bus am Visitor Center des Sonne-Mond-Sees angekommen und mit einem anderen Bus direkt zu unserer Unterkunft gefahren. Unser Hostel 'perBed', war das günstigste mit guter Lage was wir finden konnten und kostete uns für 2 Nächte in einem Mehrbettzimmer ganze 90€! Na ein Glück, dass wir unsere Gutscheine haben, sonst wäre das wohl unsere teuerste Unterkunft auf der gesamten Reise geworden.  Das Hostel war dafür aber auch sehr sauber, Frühstück gab es inklusive, man hat in kleinen zeltartigen Betten geschlafen und die Decke wurde liebevoll mit Lichterketten bedeckt. Also eine echte Wohlfühl-Atmosphäre. Unser Hostel lag direkt am See im kleinen Gebiet Ita Thao, welches für den Nachtmarkt mit dem leckeren Essen bekannt ist. Direkt nach unserer Ankunft liefen wir die wenigen Meter zum Markt und probierten uns durch die verschiedenen Stände. Da es wieder mal in Strömen regnete blieben wir den Rest des Tages im Hostel. Für den Abend wurden wir vom Hostelmitarbeiter zu einem gemütlichen Live-Konzert eingeladen, bei dem uns eine Taiwanerin mit ihrer Gitarre sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch wunderschöne Lieder vorspielte. Nach dem zweistündigen Live-Konzert ging es dann ab ins Bett. 

Die Wettervorhersagte für den nächsten Tag zeigte nichts Gutes. Regen ab 10:00 Uhr, den ganzen restlichen Tag. Als wir um 08:00 Uhr am Frühstückstisch saßen, hätte das Wetter schöner nicht sein können. Also ging es direkt nach dem Frühstück los, um einen Fahrradverleih zu suchen. Wir haben schon während unserer gesamten Taiwanreise bemerkt: Taiwaner sind keine Frühaufsteher. Somit viel es uns um 09:00 Uhr ziemlich schwer überhaupt irgendwas zu finden, was bereits geöffnet hat. Nach vergeblicher Suche ging es für uns zurück zum Hostel, wo wir nochmal nachfragten. Dieser sagte uns einen Shop, der dann auch tatsächlich geöffnet hatte. Am Fahrradladen angekommen, mussten wir eine Entscheidung treffen: E-bike, ja oder nein? Ich glaube wir haben noch nie so eine gute Entscheidung getroffen. Wir sind das erste mal mit einem E-bike unterwegs! Und das absolut zurecht. Um es vorweg zu nehmen, die 30km Fahrradstrecke um den See gehen immer wieder bergauf und bergab und das nicht nur für ein paar Meter, sondern für ganze Kilometer. Durch unser E-bike (was absolut nicht heißt, dass es nicht anstrengend war, das war es immer noch!) machte das Fahren einfach viel mehr Spaß, man musste sich nicht ganz so die Berge hochquälen und man hat auch noch Seitenstraßen mitgenommen, die wir sonst wahrscheinlich nie gesehen hätten. Also sollte jemand den See umrunden wollen, nehmt unbedingt ein Fahrrad mit Unterstützung, der Weg ist nämlich echt hart. 

Unser Weg führte uns zunächst den ganzen Berg hinauf zum Wenwu-Tempel. Von hier hatte man einen einzigartigen Blick über den gesamten See. Wir dachten eigentlich auch, dass dies' die höchste Stelle des Sees sei, doch wir wurden eines Besseren belehrt. Nachdem wir eine erste Pause am Tempel eingelegt hatten, ging es weiter zur Ci-En-Pagode die wirklich höchste Stelle des Sees. Hätten wir keine E-bikes gehabt, während wir niemals dort hochgefahren, denn es ging nochmal ein ganzes Stück wieder bergauf in eine kleine Seitenstraße. Oben mit dem Rad angekommen, mussten wir weitere 700m Treppenstufen laufen. Dann endlich sah man diesen einzigartigen Tempel in 954 m Höhe. Die Ci-En-Pagode ist 46m hoch, sodass die Spitze in genau 1.000 Höhenmetern liegt. Da wollten wir natürlich auch noch hin und so ging es die restlichen Treppenstufen hinauf in den Turm - und es hat sich gelohnt! Die Aussicht war wirklich unschlagbar und jeden Schritt wert. Wieder unten an der Hauptstraße angekommen, durften wir das erste mal die langen bergab Strecken genießen. Das macht auf jeden Fall Spaß. Wir hielten immer mal wieder an um die Aussicht zu genießen, bis wir nach 15km eine etwas größere Pause einlegten. Unter einer Autobrücke hatte sich ein kleines Restaurant niedergelassen, wo wir uns Smoothies und Kaffee gönnten, um uns für die zweite Hälfte ordentlich zu stärken. (Bis jetzt hatte es übrigens immer noch nicht geregnet!!) Die Fahrt ging weiter durch wunderschöne Parkanlagen und an der kleinen Stadt vorbei, in der sich neben dem Visitor Center auch die meisten Hotels befinden. Danach hielten wir noch an einem weiteren Tempel und kehrten dann zu unserem Hostel zurück. Zum Abendessen gab ging es wieder zum Markt. Wir hatten den ganzen Tag sehr gutes Wetter, nur am Abend fing es wieder zu regnen an, aber da waren wir ja bereits wieder zurück. 

Da das Wetter am nächsten Morgen wieder so gut war, haben wir uns dazu entschieden, mit der Seilbahn zu fahren, die über zwei Berge zu einem Freizeitpark führt. Der Freizeitpark war uns zu teuer, weshalb die Fahrt ausreichen musste. Auch wenn man am anderen Ende ohne Parkeintritt nicht viel machen kann, hat sich die Fahrt trotzdem irgendwie gelohnt. Man hat noch einmal wundervolle Ausblicke über den See, auf die umliegenden Berge und irgendwie hat Seilbahn fahren doch immer etwas cooles. Wieder am See angekommen, liefen wir zurück zu unserer Unterkunft, packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg in die nächste Stadt. 

Wenwu Tempel Sonne-Mond-See :) Ci-En-Pagode Crystal Cabin - eine Gondel mit Glasboden Seilbahn fahren!

Freitag, 06.07.2018

Taichung & das bunte Dorf

Taichung ist eine Millionenstadt in der Mitte Taiwans und wird für viele als Ausgangspunkt zum Sonne-Mond-See genutzt. So auch für uns. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden noch zwei Nächte hier zu verbringen, um uns die Stadt ein bisschen genauer anzuschauen. Doch bevor es für uns nach Taichung ging, sind wir zunächst nach Tainan gefahren, der ältesten Stadt Taiwans. Sie ist bekannt für die vielen Tempel, in denen man die Grundsätze der chinesischen Kultur wiederfinden kann. Auch hier haben wir drei Nächte verbracht, allerdings haben wir es nicht wirklich in die Stadt geschafft, denn der heftige Regen hat all' unsere Pläne gestrichen. Bereits bei unserer Ankunft fühlte es sich an, als ob die Welt unterging. Alle Geschäfte standen unter Wasser, es regnete sogar durch die Decke und die Straßen waren überflutet. Während dem 5-Minuten-Weg vom Bus zum Hotel wurden wir trotz Regenjacke UND Regenponcho pitsche patsche nass. Zu unserem Glück hatten wir ein sehr großes Doppelzimmer mit eigenem riesigen Bad. So konnten wir es also die zwei Tage gut aushalten. Auch Frühstück war inklusive, sodass wir nur zum Abendessen durch den Regen mussten. War auch mal ganz schön. laughing An unserem Abreisetag wurden wir sogar vom Hotelmitarbeiter kostenlos zum Bahnhof gebracht, ohne dass wir überhaupt nachfragen mussten. Wieder einmal ein Beweis wie herzensgut die Taiwanesen sind. 

In Taichung angekommen, konnten wir die 1,3 km zu unserem Hotel laufen. Ja, auch hier haben wir ein eigenes Doppelzimmer in einem Hotel. Da wir noch so viele Gutscheine haben (die wir erst vor kurzem entdeckt haben), können wir uns jetzt auch schonmal ein Doppelzimmer leisten. Juhu! Am nächsten Tag ging es früh raus. Nach einem Frühstück im 7-eleven nahmen wir den Bus zum 30 Minuten entfernten Rainbow Village. Dies' ist heute ein kleiner 'Touristenpark' mit 5 bemalten Häusern. Die Siedlung bestand einst aus 1.200 Häusern, in denen nur Soldaten lebten. Da die Gebäude jedoch heruntergekommen waren, wollte die Regierung sie abreißen lassen und bot den Bewohnern sogar Geld, damit sie ihre Häuser verlassen. Der pensionierte Soldat Huang Yong-Fu fing jedoch an die Häuser zu bemalen, um sie so vor dem Abriss zu retten. Die Regierung ließ 5 Häuser stehen, darunter sein eigenes, weshalb heute nur noch Huang Yong-Fu und seine Familie in dem Gebiet leben. Huang ist heute 95 Jahre alt und wenn er kann, malt er weiter. Allerdings nur in der Nacht, wenn er ganz alleine ist, denn die kleine Siedlung ist heute täglich als Kunstpark für Touristen geöffnet. Die Häuser sind wirklich wunderschön mit Tiermotiven und Figuren in allen möglichen Farben bemalt. Auch die Böden wurden nicht ausgelassen. Wir waren begeistert von diesem kleinen Dorf und hoffen natürlich, dass es noch viele Jahre bestehen bleibt. 

Danach ging es für uns wieder mit dem Bus zurück zum Hotel. Auf die Frage "Was gibt es denn hier noch so sehenswertes?" Konnte uns das Hotel nicht wirklich eine Antwort geben, auch die Internetrecherche brachte uns nicht weiter. Also suchten wir uns die nächste U-bike Station und fuhren kreuz und quer durch die Stadt. Für den Abend entschieden wir uns dazu, zum Strand zu fahren, der eine Stunde entfernt liegt. Hier soll man einen unglaublichen Sonnenuntergang genießen können - wenn es nicht gerade bewölkt ist. laughing Natürlich war es das und so blieb dieser wunderschöne Sonnenuntergang aus. Wir sind aber trotzdem ein wenig am Ufer entlang spaziert, mussten aber zeitig zurück sein, da der letzte Bus um 19:30 Uhr fuhr. Schade! 

Am nächsten Tag mussten wir dann schon wieder unsere Rucksäcke packen, denn es ging zum Sonne-Mond-See! smile

mit dem U-bike durch Taichung :)

Sonntag, 01.07.2018

Heißluftballon-Festival in Taitung!

Unser wunderschöner Kurzurlaub in Kenting ging zu Ende und wir fuhren mit Bus und Zug wieder zurück an die Ostküste. Wir haben unsere gesamte Taiwan-Reise um den 30.06. geplant, denn an diesem Tag war der Startschuss für das Hot Air Balloon Festival 2018 in Taitung!!! Wenn man schon mal in Taiwan ist, will man das ja auf keinen Fall verpassen und so ging es mit ein paar Umwegen nach Taitung. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel abgegeben hatten, ging es auch schon sofort los. Bereits auf dem Weg zum Busbahnhof sah man in der ganzen Stadt kleine Mini-Heißluftballons die überall verteilt in Bäumen und an Gebäuden hingen. Am Busbahnhof angekommen, nahmen wir den Shuttlebus, der extra für dieses Event auf direktem Wege zum Festivalgelände fuhr. Die Fahrt sollte eine Stunde dauern und zurück sollten wir laut Aussage eines Mitarbeiters den Zug nehmen, da so spät keine Busse mehr fahren würden. Ok. Wir nahmen den letzten Bus zum Festival um 16:30 Uhr. Dieser war mehr als überfüllt, man quetschte sich eng an eng irgendwie noch mit rein. Aus der einstündigen Fahrt, wurden dann zwei Stunden, denn den zähfließenden Verkehr hatte wohl keiner mit einberechnet. Auf dem Weg wunderten wir uns mehrfach, warum wir denn nirgendwo irgendwelche Ballons fliegen sehen. Sind wir vielleicht doch im falschen Bus? Erst 10 m bevor wir die letzte Haltestelle erreichten, sahen wir das große grüne Feld, mitten auf einem Berg platziert mit den riesigen Heißluftballons! Das war definitiv ein gutes Gefühl und wir freuten uns schon total auf das, was der Abend noch bringen würde. Wir stiegen aus dem Bus aus, liefen zur großen Wiese und suchten uns mitten im Getümmel einen guten Platz, mit perfekter Aussicht.

Das Hot Air Balloon Festival fand das erste mal 2011 statt und ist seit dem aus Taitung nicht mehr weg zu denken. Normalerweise geht das Festival über 38 Tage, wobei man jeden Tag die Heißluftballons sehen kann, jedoch nur einmal die Woche die Abendshow stattfindet. 2018 hat sich die Regierung überlegt, das Festival um eine weitere Woche zu verlängern, um noch mehr Touristen in die Region locken zu können. Bei uns hat es auf jeden Fall geklappt. Das Festival wurde am 30.06. eröffnet. Schon den ganzen Tag über konnte man die Ballons beobachten, wir sind jedoch erst für die Abendshow nach Luye (der kleine Ort, in dem das Festival stattfindet) gefahren. Und Eintritt kostet es übrigens nicht, es ist für jeden kostenlos.

Als wir dann unseren perfekten Platz gefunden hatten, setzten wir uns hin und schauten einigen Ballons beim auf- und abbauen zu. Um 19:00 Uhr wurde das Feld dann pünktlich zum Showstart geräumt. Drei Moderatoren führten auf Chinesisch und Englisch durch den Abend. Es wurden Tänze von verschiedenen Gruppen aufgeführt, ein paar grundlegende Dinge über die Heißluftballons erklärt und zum Schluss spielte eine chinesische Band. Während man sich normalerweise eher auf die Band konzentrierte, konnte man im dunklen Hintergrund die Umrisse von vielen Heißluftballons erkennen. Irgendwann wurde dann von 10 runtergezählt und die richtige Show begann! Passend im Takt zur lauten Musik, zündeten die Heißluftballons das Feuer und kreierten so eine Wahnsinns Show! Zum Abschluss gab es dann ein riesiges Feuerwerk. Das Feuerwerk war zu Ende, die Show ging noch etwas weiter, aber um den ganzen Menschenmassen zu entfliehen wollten wir schon mal aufbrechen. Das Problem: der Bahnhof war viel zu weit weg, wir kannten den Weg nicht und wir hatten keine Handys mit. Also was machen wir? Wir liefen zurück zur Busstation, in der Hoffnung ein Tourbus kann uns vielleicht beim Bahnhof absetzten, die Fahrer haben uns jedoch nicht verstanden und so stellten wir uns einfach an die Straße, mit dem Gedanken, dass wir zur Not einfach mal wieder den Daumen rausstrecken könnten. Anscheinend sahen wir so unglaublich verzweifelt aus, sodass nach nicht mal einer Minute (und wir hatten den Daumen nicht einmal draußen!!) schon das erste Auto anhielt und fragte ob wir Hilfe brauchen. Mit Google Übersetzter (der funktioniert hier in Taiwan ausgezeichnet) erklärten wir unsere Situation und die drei jungen Mädels aus Taipei boten sich als freundliche Mitfahrgelegenheit an. Und nicht nur das. Statt zum Bahnhof brachten sie und ganz zurück nach Taitung, da sich ihr Hotel ebenfalls in der Stadt befand. Danach sind wir alle zusammen zum Nachtmarkt gegangen und auch da lud man uns zum Essen ein, Geld wollten sie einfach nicht annehmen. Zunächst hatten wir ein schlechtes Gewissen, doch im Endeffekt waren wir doch alle irgendwie glücklich. Zum Schluss haben die drei noch ein Foto mit uns gemacht, bevor es dann für uns zurück ins Hotel ging. Was für ein perfekter Tag. 

überall hängen nachgebastelte Luftballons :) vor der Abendshow :) die Abendshow!

Am nächsten Tag wollten wir uns die Stadt Taitung etwas genauer anschauen. Mit kostenlosen Fahrrädern und Insidertipps vom Hotel machten wir uns auf den Weg die Gegend zu erkunden. Wir fuhren direkt am Meer entlang, bis wir dann den Forest-Fahrrad-Park erreichten. Dieser war viel größer als erwartet, sodass wir uns doch tatsächlich mehrmals verfahren haben. Mit insgesamt drei großen Seen und vielen Wiesen, Feldern und verschiedenen Wäldern bietet der Park ein wunderschönes Stück Natur und das nur 5 Fahrradminuten vom Stadtzentrum entfernt. Vom Park aus fuhren wir weiter direkt in die Innenstadt. Wir schlenderten ein bisschen durch die Gegend, verschafften uns einen zweiten positiven Eindruck und gaben am Abend unserer Fahrräder wieder ab. Zum Abendessen entdeckten wir einen kleinen unscheinbaren Stand, an dem es die traditionellen chinesischen Dumplings gab. Dort schlugen wir ordentlich zu und waren (endlich mal) für kleines Geld pappsatt. laughing Am nächsten Tag haben wir Taitung dann auch schon wieder verlassen und sind mit dem Zug wieder zurück an die Westküste gefahren.

im Forest Park

Freitag, 29.06.2018

5 entspannte Tage am Meer

Der Kenting Nationalpark bildet das Gebiet um den südlichsten Zipfel der Insel Taiwan. Hier herrscht das ganze Jahr über Tropenklima, es gibt wunderschöne Strände aber auch Berge mit verschiedenen Parks. Wir haben im gleichnamigen Ort Kenting ganze 5 Tage verbracht und so noch einen kurzen 'Strandurlaub' dazwischen geschoben. Strände gibt es zwar auch überall in den Städten an der Küste, jedoch darf man dort nirgends schwimmen. Nachmittags sind wir mit dem Bus in dem kleinen Ort angekommen, sind zu unserem Hostel gelaufen, haben unser Zimmer bezogen und uns später auf Nahrungssuche begeben. Als wir die wenigen Meter zur Hauptstraße gelaufen sind, trauten wir unseren Augen kaum. Der kleine Ort hatte sich innerhalb weniger Stunden zu einem jahrmarktartigen Nachtmarkt verwandelt. Neben zahlreichen Essensständen, fand man mindestens genau so viele Outdoor Bars, es dröhnte laute Musik von allen Seiten und zwischendurch gab es immer wieder Stände, an denen man Kirmesspiele wie z.B. Dosenwerfen machen konnte. Wir hatten uns vorher absolut nicht informiert. Eigentlich dachten wir, wir würden die Zeit in einem kleinen verschlafenen Dorf verbringen, doch tatsächlich waren wir in einer wahren Touristenhochburg gelandet.

Am nächsten Tag erkundeten wir zu Fuß die nähere Umgebung. Wir liefen zum Strand, der nur 5 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt lag. An diesem Strand ist das Schwimmen normalerweise verboten, doch wir wollten das Risiko trotzdem eingehen. Der Strand war zwar menschenleer, doch im Wasser war eine Gruppe die Surfen lernten. Da dachten wir uns, wenn die ins Wasser dürfen, dann dürfen wir das doch auch. So verbrachten wir einige Stunden am Strand, den wir später dann für uns ganz alleine hatten. Irgendwann kam dann die Strandaufsicht zu uns und erklärte uns, dass Schwimmen hier eigentlich verboten sei. Da Matthijs und ich in seinen Augen aber gute Schwimmer waren, durften wir trotzdem im Wasser bleiben. Wir haben die Zeit an unserem „Privat-Strand“ den restlichen Tag genossen.

Der nächste Tag versprach ein bisschen mehr Aufregung. Wir liehen uns einen Roller und erkundeten die kleine Halbinsel. Als erstes fuhren wir zur 'Forest Recreation Area', die sich oben auf einem Berg befindet. Dieser Park ist ziemlich groß, man kann jedoch alles zu Fuß ablaufen. Durch das satte Grün der Wälder und Wiesen ging es zu mehreren Besonderheiten im Park. Wir gelangten zuerst zu einem großen Baum in dessen Baumstamm man sich verstecken konnte. Der Weg führte uns dann vorbei an verschiedenen Gärten und kleinen Seen bis wir später einen Aussichtsturm erreichten, bei dem man mit Fahrstuhl in den 6. Stock fahren konnte. Oben angekommen gab es eine tolle Aussichtsplattform, von der man einen wundervolle 360° Sicht über den südlichsten Zipfel Taiwans hatte. Nach einigen Minuten der Entspannung ging es weiter auf den Forest Trail. Wir besichtigten unter anderem verschiedene Höhlen, die Cliff of Apes (wo wir leider keine Affen entdecken konnten) und liefen durch meterhohe abgestorbene Korallen. Viele tausende Jahre zuvor, war dieser Berg komplett unter Wasser, weshalb man heute noch viele tote Korallen finden kann. Insgesamt verbrachten wir hier über 2 Stunden, wobei der Park viel interessanter und abwechslungsreicher war als vorher erwartet. Danach ging es den Berg wieder runter, zurück zur Hauptstraße und ab in die nächste größere Stadt Hengchun, wo man die vielen verschiedenen Stadttore bewundern kann. Nach einem späten Mittagessen fuhren wir zu Tauchschulen, um uns über Preise zu informieren. Schnell wurde klar: das wird nichts, die Preise sind leider viel zu hoch. Als nächstes ging es weiter zum südlichsten Punkt Taiwans. Hier verbrachten wir ein paar entspannte Minuten, bevor es wieder zurück ins Hostel ging.

Die Tage darauf stand pure Entspannung auf dem Plan und zwar am Strand! Wir liefen zu einem etwas weiter entfernten Strand, an dem man auch schwimmen durfte, doch hier war es auch dementsprechend voll. Am Abend stand dann noch das katastrophale Spiel Deutschland gegen Süd Korea an. Wir sind mittlerweile doch ziemlich froh, dass wir die WM nicht in Deutschland verbringen. Denn in Taiwan bekommt man von dem ganzen Spektakel nicht wirklich viel mit.

Trotz der vielen (meist chinesischen) Touristen, war der Ort tagsüber ziemlich ruhig. Wir haben unsere Zeit hier in Kenting wirklich genossen, besonders der Strand in direkter Nähe war ein Plus. Langeweile kommt hier auf keinen Fall auf, denn neben dem Nachtmarkt gibt es zahlreiche Kartbahnen, Wassersportmöglichkeiten, Surfschulen usw. Wir hatten eine tolle Zeit und würden immer wieder kommen!

der einsame Strand :) wir stehen zwischen abgestorbenen Korallen ein Stadttor in Hengchun Nachtmarkt in Kenting

Montag, 25.06.2018

Am Lotus See in Kaohsiung

Von Hualien ging es 7 Stunden in den Süd-Westen der Insel nach Kaohsiung. Damit haben wir die Städte Taitung und Kenting übersprungen, was besondere Gründe hat. Zum einen ist dass Wetter in Kenting zu einem späteren Zeitpunkt besser als jetzt und zum anderen findet in Taitung ab dem 30.06. ein ganz besonderes 'Festival' statt, was wir unbedingt mitnehmen wollen. Deswegen reisen wir jetzt ein bisschen kreuz und quer. Kaohsiung ist nach Taipei die größte Stadt Taiwans und besitzt deshalb auch ein überschaubares, aber gutes Metrosystem, mit dem man bequem von A nach B kommt. Außerdem findet man in Kaohsiung den wichtigsten Hafen Taiwans. Wir erreichten unser Hostel am späten Nachmittag, bezogen unser Budget-Zimmer und gingen später nur noch zum Abendessen raus. In Taiwan haben wir bisher nur in Doppelbett-Mehrbettzimmern geschlafen. Wir teilen uns das Zimmer immer mit 4 bis 6 weiteren Leuten, die auch in Einzelbetten oder Doppelbetten schlafen. Dabei werden die Betten meist durch Holzwände und einen Vorhang getrennt, sodass man doch noch einigermaßen Privatsphäre hat. Wir mögen diese Art von Zimmern eigentlich sehr gerne, zudem sie auch einfach am günstigsten sind. Wir zahlen für eine Nacht durchschnittlich 20€. In Kaohsiung hatten wir dann extremes Glück, da wir den Raum für uns ganz alleine hatten. 

Am Tag nach unserer Ankunft wollten wir die Stadt mit dem Fahrrad erkunden, da unser Hostel die Fahrräder kostenlos anbietet. Leider waren die Fahrräder absoluter Schrott, sodass wir uns dann doch für die Metro entschieden haben. Es ging als erstes zum Lotus See, wo wir so gut wie den ganzen Tag verbrachten. Von der Metro Station war es noch ein ganzes Stück zu laufen, da wir ja keinen Zeitdruck hatten, genossen wir einfach die warmen Sonnenstrahlen während unseres langen Spaziergangs. Am See angekommen, entschieden wir uns dazu ihn zu Fuß einmal zu umrunden. Der Lotus See ist ein Teich, der 1686 angelegt wurde. Nicht nur der See an sich - mit den Hochhäusern der Stadt im Hintergrund - ist ein tolles Fotomotiv, am See liegen auch viele verschiedene Tempel, die wir so noch nicht gesehen hatten. Unser Weg führte uns zunächst zur riesigen Statue des Himmelskaisers. So beeindruckend, so bunt und sooo groß! Danach ging es weiter den See entlang, vorbei an verschiedenen Tempeln, die weit in den See verliefen. Mein persönliches Highlight war der 'Dragon and Tiger Pagoda', der aus einem Drachenturm und einem Tigerturm besteht. Während der Tiger für den Westen, den Herbst und den Wind steht, steht der Drache für den Osten und den Frühling. Tiger und Drache symbolisieren die beiden unterschiedlichen Mächte der Natur und bilden zusammen Yin (=Tiger) & Yang (=Drache). Im chinesischen haben diese Tiere eine große Bedeutung. In der Nähe des Tempels fand gerade eine kleine Parade statt, die wir uns anschauten. Danach ging es auf die andere Seite des Sees und zurück zur Metro. Wir machten einen Stopp am Shopping District, schlenderten ein bisschen durch die Geschäfte und fuhren dann über die Metro Station 'Formosa Boulevard' zurück zum Hostel. An der besagten Metro Station gibt es den 'Dome of Lights', ein buntes Glasdach, womit die Station geschmückt ist. 

In der Nacht blieben wir extra bis 02:00 Uhr wach, denn das Deutschland Spiel gegen Schweden wollten wir auf keinen Fall verpassen. Zum Glück waren wir alleine im Zimmer, denn das spannende Spiel machte es einem wirklich extrem schwer ruhig im Bett liegen zu bleiben. Nach der Berichterstattung und den Interviews war es dann auch schon 05:00 Uhr, als es endlich ins Bett ging. Dementsprechend wenig passierte am nächsten Tag. Wir liefen eigentlich nur von Bett, Badezimmer und Balkon hin und her. Nur zum Abendessen ging es dann mal kurz raus. Am nächsten Tag ging die Fahrt dann auch schon weiter in die nächste Stadt. smile

mitten in Kaohsiung :) Lotus See die große Statue des Himmelskaisers im Hintergrund Tiger und Drache Pagoden Parade am See (keine Ahnung was auf dem Schild steht) Dome of Lights

Donnerstag, 21.06.2018

Hualien & Taroko Nationalpark

Von Taipeh ging es mit dem Zug 3 Stunden die wunderschöne Ostküste entlang nach Hualien. Unser Hostel befand sich direkt am Bahnhof, von wo aus auch die Shuttle Busse in den Taroko Nationalpark fahren. Am Tag unserer Ankunft sind wir zuerst zu einem großen Supermarkt gefahren und haben für die nächsten Tage eingekauft, denn unser Hostel hat eine große, voll ausgestattete Küche. Wir können die 7-eleven Fertiggerichte nämlich langsam nicht mehr sehen. laughing Deswegen gab es mal wieder Chili con Carne, unser Spezialgericht, was wir bereits in Chile und Neuseeland immer gekocht haben. Lecker! 

Am nächsten Tag nahmen wir den zweiten Bus um 08:30 Uhr in den Taroko Nationalpark. Am Visitor Center haben wir uns dann über die verschiedenen Wanderwege informiert und uns drei kleine davon ausgesucht. Im Nationalpark selbst, fahren im Stunden-Takt Shuttle Busse, die man für wenig Geld nutzen kann. Der Park wurde nach der Taroko-Schlucht benannt, die durch den Liwu-Fluss geformte wurde. Da die Straßen direkt an der Schlucht entlang laufen, hat man wahnsinnige Ausblicke. Leider hatten wir extrem Pech, da die beiden Hauptattraktionen (Swallow Grotto und die Water Curtains) geschlossen waren und das Wetter auch nicht sooo gut war, wie erhofft. Der Regen war aber durchaus auszuhalten. Unser erster Trail führte 2km an der Schlucht vorbei, wobei schnell auffiel: so richtig Wandern kann man hier nicht. Die Wege sind aus Beton, ich würde fast sagen sogar für Rollstuhlfahrer geeignet und steht mal ein Berg im Weg, so wird einfach ein Tunnel gebaut. Dementsprechend voll sind die Wanderwege von chinesischen Touristen, die man eigentlich direkt auf die nächste Fashionweek schicken könnte. laughing Trotz leichtem Regen sind die Aussichten aber wirklich schön, es gibt Hängebrücken (ja, auch die sind für Rollstuhlfahrer nutzbar) und wir haben so einige große, dicke Spinnen entdecken können. Um den nächsten Shuttlebus zu erwischen, ging es für uns die 2km schnell wieder zurück und zum nächsten Stopp. Wir fuhren nach Tianxiang durch den gesamten Nationalpark zum letzten Halt des Shuttlebusses. Hier gab es - wie nicht anders zu erwarten - einen 7-eleven, bei dem wir uns nochmal mit Wasser eindeckten, denn wir hatten die Hitze hier ordentlich unterschätzt. Von hier aus liefen wir den Baiyang Trail die Schlucht entlang, vorbei an kristallklarem, blauem Wasser bis zu den Baiyang Wasserfällen. Hier befinden sich normalerweise auch die Water Curtains (Wasserfälle in einer Höhle), die wir ja leider nicht besichtigen konnten. 6 km später waren wir dann wieder zurück am Ausgangspunkt und nahmen den nächsten Shuttle zum Eternal Springs Shrine, eine wirklich wunderschöne Gedenkstätte für Kriegsveterane. Hier liefen wir zum Abschluss einen 2km kurzen Mini-Trail, der direkt zur Gedenkstätte führte. Danach war unser Tag irgendwie auch schon zu Ende und wir nahmen den Bus zurück zum Hostel, welches wir um 17:00 Uhr erreichten.

Guten Tag! Die war ungelogen so groß, wie meine Handfläche Eternal Springs Shrine

Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und so entschieden wir uns spontan dazu, einen Roller auszuleihen und die Umgebung zu erkunden. Wir wurden hier das erste mal auf unserer Reise nach einem internationalen Führerschein gefragt, ohne den wir den Roller niemals bekommen hätten. Außerdem mussten wir mehrere Papiere ausfüllen und unterschreiben. Das würde in Südost Asien glaub ich niemals passieren. Wir haben den Roller auf jeden Fall bekommen und sind direkt zum Strand gefahren, um das gute Wetter auch mal auszunutzen. Nach 15 Minuten Badespaß kamen aber schon zwei Security Männer, die uns aus dem Wasser holten, denn schwimmen sei hier wohl verboten. Warum? Das konnte uns keiner erklären, bzw. wir haben es auch nicht verstanden. Egal, wir waren wenigstens einmal im Wasser und konnten uns so ein bisschen abkühlen, denn es war doch schon verdammt heiß. Wir stiegen wieder auf unseren Roller und fuhren zum Liyu See, der etwas außerhalb der Stadt lag. Hier haben wir ein bisschen entspannt, bevor es weiter ging zu einer Zuckerfabrik, bei der man das beste Eis bekommen soll (laut Aussage einer Hostelmitarbeiterin). Wir fuhren hin, kauften uns das wirklich leckere Eis und genossen dabei den Blick auf den kleinen Teich und die umliegenden Geschäfte. Als wir uns dann wieder auf unseren Roller schwingen wollten, fing es urplötzlich wie aus Eimern an zu gießen, sodass wir erst noch kurz abwarteten, dann aber doch irgendwann losfuhren. Das Problem: wir waren mittlerweile 40km von Hualien entfernt. Im strömenden Regen fuhren wir in Richtung Hualien. Der Arsch tat weh, die Regenjacken taten auch nicht das, was sie tun sollten und zur Krönung hatten wir auch noch eine Reifenpanne. Wir sind wohl irgendwie durch Glas gefahren. Zum Glück (!!!) passierte das direkt neben einer Tankstelle. Diese rief sofort einen Mitarbeiter, der den Reifen für nur 2,90 € flickte. Dann ging es durchnässt weiter Richtung Hostel, wo wir den Roller abgaben und eine warme Dusche genießen konnten. 

Qixingtan Beach Liyu Lake die 'Gebäude' rechts und links sind Gräber

Montag, 18.06.2018

Der Norden Taiwans

Da es uns in Taipeh so gut gefallen hat, beschlossen wir insgesamt noch ganze 4 Nächte länger zu bleiben, um die Umgebung mit Tagesausflügen zu erkunden. Wir hätten auch in den anderen Orten übernachten können, jedoch waren die Preise so hoch, sodass das hin und her fahren günstiger war. Außerdem waren wir ganz froh, so noch ein paar Tage mehr im schönen Taipeh verbringen zu können.

Unser erster Tagesausflug ging nach Jiufen. Von Taipeh fuhren wir mit Zug und Bus zum gewünschten Ort und stiegen direkt an der 'Old Street' aus. Diese kleine mit roten Lampions geschmückte Straße ist bekannt für die vielen verschiedenen Geschäfte aller Art und Teehäuser. Jiufen ist ein kleines Dorf oben in den Bergen, weshalb man an einigen Stellen der 'Old Street' schöne Aussichten auf die Küste, das Meer und die umliegenden Berge hat. Nachdem wir durch die Straßen geschlendert sind, fuhren wir mit dem Bus ein kurzes Stück weiter zum Goldgräbermuseum. Da in Jiufen 1893 das erste Gold entdeckt wurde, wuchs das verschlafene Dorf kurz danach zu einer kleinen Stadt heran. Als der Goldabbau in den 1930er Jahren abnahm, nahm der Kupferabbau zu. 1971 wurde das Bergwerk dann endgültig geschlossen. Dadurch verlor Jiufen viele Einwohner und entwickelte sich wieder zu einem vergessenen Ort. 1989 wurde Jiufen als Drehort für den Film 'Die Stadt der Traurigkeit' genutzt, was das Dorf über Nacht wieder zum Leben erweckte. Bis heute kommen täglich viele Touristen, die das kleine Bergdorf, die Old Street und natürlich das Goldgräbermuseum erkunden wollen. So auch wir. Für einen kleinen Aufpreis von 1,50 € durften wir den 'Tunnel 5' besichtigen, der für Touristen zwar restauriert wurde, allerdings noch viele Originalbauten in sich trägt. Die Anlage beinhaltet außerdem ein großes Museum, in dem die Geschichte des Bergwerks anschaulich dargestellt wird. Wir fanden den Ausflug nach Jiufen mehr als interessant. Sowohl die Bergwerkanlage, als auch die Stadt selber hat uns sehr gut gefallen. Überall gibt es Kleinigkeiten zu entdecken, deswegen können wir diesen Ort als Tagesausflug oder sogar mit Übernachtung nur wärmstens empfehlen.

Old Street Teehaus in der Old Street große Statue vom chinesischen General Guan Yu so wurde Gold von A nach B transportiert Tunnel No. 5 im alten Bergwerk

Unser nächster Tagesausflug sollte in den Yangmingshan Nationalpark gehen. Wir standen früh auf und fuhren mit dem Bus in den Nationalpark. Als wir dort ankamen, fing es bereits zu regnen an. Mit dem Shuttle Bus fuhren wir zum Startpunkt unseres ausgesuchten Wanderweges, der ziemlich hoch auf einem Berg lag. Während der Fahrt wurde der Regen allerdings immer schlimmer und durch den Nebel konnte man vielleicht 5m weit gucken. Wir warteten noch ein wenig ab, entschieden uns dann aber zurück ins Hostel zu fahren. Pünktlich um 23:00 Uhr haben wir uns dann in eine Bar gesetzt, um das Spiel Deutschland – Mexiko zu gucken. Wir haben sogar zwei Deutsche aus Berlin und Stuttgart getroffen. Ansonsten waren eigentlich nur Taiwanesen/ Chinesen vor Ort und die waren natürlich alle für Mexiko, was sie uns natürlich lautstark spüren ließen.

Am nächsten Tag sah das Wetter schon viel besser aus. Wir fuhren zum wohl berühmtesten Strand Nordtaiwans, dem Fulong Beach in der gleichnamigen Stadt Fulong. Hier stiegen wir aus dem Zug, liehen uns Fahrräder und fuhren 20km die Küste ab. Da die Küstenlandschaften in Taiwan zu den Top Attraktionen gehören, gibt es die sogenannten 'Scenic Areas', Landschaften/ Küstenabschnitte die besonders schön sind. Taiwan ist außerdem extrem beliebt bei Fahrradfahrern. Da Taiwan von der Fläche nur so groß ist wie Baden-Württemberg, sich in der Mitte die Berge befinden und an der Küste die großen Städte, bietet es sich an die kleine Insel mit dem Fahrrad zu umrunden. Dafür wurden vor ein paar Jahren kilometerlange Fahrradwege gebaut. Es werden viele verschiedene mehrtägige Fahrradtouren angeboten, die aber leider schon weit im Voraus ausgebucht sind. Die Fahrradwege in Fulong sind in einem wirklich guten Zustand, man kann immer mal wieder anhalten und die Aussicht genießen. Zum Schluss gelangten wir dann zum Fulong Beach. Leider fing es an zu regnen, weshalb wir nicht ins Wasser gesprungen sind und die Aussicht somit auch nicht die allerbeste war. Zurück an der Zugstation, fuhren wir zu einem Mini-Dorf namens Shifen, was eigentlich nur aus einer 'Straße' besteht. Es ist besonders bekannt dafür, Laternen fliegen zu lassen, auf denen man seine Wünsche für die Zukunft schreibt. Dazu bekommt man eine Laterne, deren Farbe man sich aussuchen kann. Wir haben Rot genommen, das steht z. B. für 'Frieden und Gesundheit'. Hat man die Laterne fertig bemalt, stellt man sich auf die Gleisen und lässt sie steigen. Shifen hat uns sehr an den Railway Market in Thailand erinnert (auch wenn wir selbst noch nie da waren), denn genau wie dort fährt hier langsam der Zug ein, jeder räumt schnell die Gleisen und danach geht alles wieder von vorne los. Zwischen Geschäft und Gleise ist nämlich nur wenige cm Platz.

2,1 km langer Fahrradtunnel Taiwans Küste :) Shifen - auf den Gleisen Laternen steigen lassen

Eine Woche in Taipei ist nun schon vorbei und wir ziehen weiter in die nächste Stadt. Wir können jetzt schon sagen: die Zug- und Busanbindungen sind extrem gut und sehr günstig. Das macht das Reisen von A nach B wirklich einfach. Wir besitzen für Metro, Busse/ Fernbusse, Züge und City Bikes die 'Easycard', die man sich unbedingt anschaffen sollte, sobald man sich in Taiwan befindet. Sie kostet einmalig 100 TWD (=2,90€), man bekommt aber bei jeder Fahrt 10% - 20% Rabatt und spart sich das Schlange-stehen an den Ticketschaltern. Sie funktioniert wie eine Kreditkarte, auf der man einen bestimmten Betrag auflädt und so dann überall bargeldlos bezahlen kann. Das geht mittlerweile auch bei vielen Geschäften, z. B. 7-eleven oder FamilyMart.

Donnerstag, 14.06.2018

Sightseeingtour durch Taipei!

In Taipei haben wir für die ersten drei Nächte ein Hostel gebucht. Da wir morgens angekommen sind, hatten wir noch den ganzen Tag vor uns. Nach ersten Recherchen und Organisationen haben wir uns dazu entschieden noch am gleichen Abend den Taipei 101 zu besichtigen. Dieser Turm ist das dritthöchste Gebäude der Welt! Da wir schon beim Rockefeller Center in New York und beim Marina Bay Sands Hotel in Singapur nicht nach oben auf die Aussichtsplattform gefahren sind, führte kein Weg dran vorbei, es endlich mal in Taiwan zu erleben. Der Taipei 101 sollte es sein. Mit einigen Online Rabatten, kamen wir auf einen Gesamtbetrag von 27,00 € für beide. Ein guter Preis, wie wir finden. Wir durften um 18:15 Uhr nach oben und so lange bleiben wie wir wollten. Auf der Aussichtsplattform haben wir dann gewartet, bis Taipei sich im Dunkeln zeigte. Wirklich wunderschön! 

Für die nächsten zwei Tage stand dann eine typische Sightseeingtour auf dem Plan. Wir haben uns vorher die 3-Tages-Metro Karte geholt, um so oft hin und her fahren zu können wie wir wollten. Für uns hat sich die Karte auf jeden Fall gelohnt. Unser erster richtiger Tag in Taipei startete mit einem kostenlosen Kaffee aus dem Hostel und einem Frühstück aus '7-eleven'. Die gibt es hier wirklich an jeder Ecke und bieten von Frühstück bis Abendessen alles an. Die Produkte sind meist Fertiggerichte und können im Laden dann aufgewärmt und verspeist werden. Aber bis jetzt die günstigste Variante die wir finden konnten, um an Essen zu kommen. Nach dem leckeren Frühstück ging es los mit unserer Sightseeingtour! Erster Stopp: ein Mangrovenwald. Jaaa, Taipei ist eine sehr grüne Stadt und nicht weit vom Stadtzentrum befinden sich ein viele Mangroven. Mit den Hochhäusern der Stadt im Hintergrund sind sie definitiv eine Sehenswürdigkeit, die sich lohnt! Danach ging es weiter zum Expo Park. Normalerweise sollten sich hier tausende bunte Blumen befinden, die wir aber irgendwie nicht entdeckt haben. Wir haben nochmal nachgefragt, wurden nicht verstanden und so hatte sich das dann schnell erledigt. laughing Auf dem großen Gelände lief jedoch gerade eine Filmproduktion, die wir uns noch für einige Minuten mit anschauten. Vom Expo Park fuhren wir weiter zu einem Platz, auf den ich mich irgendwie besonders gefreut hatte: Chiang-Kai-shek Memorial. Durch ein pompöses Eingangstor gelangt man auf den großen Platz und blick direkt auf die riesige Gedenkhalle. In ihr befindet sich die Statue in Übergröße des langjährigen Präsidenten Chiang Kai-shek der Republik China. An den Seiten des Parks befinden sich neben gepflegten Gärten die Nationale Theaterhalle und die Nationale Konferenzhalle. An diesem Tag fand dort übrigens die Premiere von 'Ant man and the Wasp' inkl. Rotem Teppich und Schauspielern statt. Wir haben uns die Vorbereitungen am Tag noch mit angeschaut, sind abends aber nicht wieder hingefahren. Stattdessen ging es für uns durch den Daan Park zum Elephant Mountain. Nach einigen Stufen harter Anstrengung hatten wir einen genialen Aussichtspunkt erreicht, der einen wunderschönen Blick über die Stadt, ganz besonders auf den Taipei 101, bot. Hier blieben wir eine ganze Zeit lang und genossen einfach nur die Aussicht. Wieder unten angekommen, schnappten wir uns City Bikes und düsten durch die Stadt, bis es irgendwann zu dunkel wurde. Wir brachten die Fahrräder wieder zurück und fuhren mit der Metro zum Stadtteil Ximending, auch bekannt als Mini-Times-Square von Taipei. Alles ist beleuchtet, es gibt zahlreiche internationale Geschäfte, Hunde- und Katzencafés und sogar eine 'Tätowierungsstraße'. Die Fußgängerzone hier ist übrigens die älteste in Taipei und besonders beliebt bei den vielen Touristen.

Mangroven Wald Chiang Kai-Shek Memorial Chiang Kai-Shek Memorial mit den Fahrrad durch Taipei! Aussicht vom Elephant Mountain mit Blick auf den Taipei101 Aussicht vom Taipei101 Taipei bei Nacht vom Taipei101

Am nächsten Tag besuchten wir den Martyrs' Shrine, ein Heldengedenkplatz, bei dem wir eine eindrucksvolle Wachablösung beobachten konnten. Irgendwie waren kaum Touristen vor Ort, somit hatten wir den riesen Platz für uns alleine und konnten die gigantischen Gebäude in aller Ruhe bestaunen. Danach ging es für uns weiter zur Sun-Yat-sen Memorial Hall, wo sich ein Museum über Sun Yat-sens Leben und die von ihm gefühte Revolution befindet. Denn Sun Yat-sen ist der Gründer der Republik China. Das Gebäude ist aber auch ein Treffpunkt für die Öffentlichkeit, besonders am Abend kommen viele Jugendliche um zur Musik zu tanzen. Natürlich durften bei unserer Sightseeingtour die chinesischen Tempel nicht fehlen! Dafür suchten wir uns den Longshan- und den Dalongdong Baoan Tempel aus. Bei beiden Tempeln trafen wir auf viele Menschen die beteten und Opfergaben niederlegten. Die chinesischen Tempel sind sehr detailgetreu verziert und haben das typisch chinesische Dach welches viele Drachen und Figuren in Kampfszenen zeigt. Wie man es sich eben vorstellt. Am Abend stand das erste mal auf unserer Reise ein Kinobesuch an! Wir guckten Deadpool 2 in einem Mini-Kino auf englisch mit chinesischem Untertitel. War auf jeden Fall mal eine coole Erfahrung. 

Damit sind unsere ersten drei Tage in Taipei vorbei und wir finden es immer noch großartig! Wir lieben die Stadt, die Menschen und die Kultur. (Zumindest das, was wir bisher erleben durften) Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass alles so anders ist als bisher. Wir fühlen uns auf jeden Fall pudelwohl und sind gespannt, was noch kommt.

Wachablösung am Martyrs Shrine Martyrs Shrine (:D) Martyrs Shrine Longshan Tempel

Dienstag, 12.06.2018

你好台湾 Ni hao Taiwan!

Wir senden die aller besten Grüße aus Taiwan! Bis vor einem Jahr hatten wir keinen blassen Schimmer, was Taiwan ist, wo es liegt und was man dort überhaupt machen kann. Dass einzige was einem vielleicht bekannt vorkommt ist "Made in Taiwan". Nach vielen Recherchen, Dokumentationen und verschiedenen Artikeln wussten wir aber: da müssen wir hin! Doch was ist denn nun Taiwan? Auf unserem Einreise-Stempel steht: Republic of China (Taiwan). Sind wir jetzt in China? Diese Frage kann man nicht mit Ja oder Nein beantworten, dafür muss man etwas tiefer in die Geschichte gehen. Ich will versuchen, es in einer Kurzform zu erklären:

Die Republik China existierte seit 1912 auf dem chinesischen Festland (das China, wie wir es kennen). Zu diesem Zeitpunkt gehörte die Insel Taiwan aber noch zu Japan, denn China musste 1895 nach dem verlorenen chinesisch-japanischem Krieg die Insel Taiwan an Japan abtreten. Nach dem zweiten Weltkrieg 1945 wurde Taiwan wieder an das Festland China, also der Republik China eingegliedert. Die Republik China wurde im wesentlichen von nur einer Partei geführt: Kuomintang. Mit der Niederlage der Partei im chinesischen Bürgerkrieg, gegen die chinesischen Kommunisten, zog sich die gesamte Kuomintang-Regierung auf die Insel Taiwan zurück. Hier regierte die Partei bis 1990 in der Einparteienherrschaft, heute ist sie Teil des demokratischen Mehrparteiensystems. Während die Kuomintang-Regierung floh, wurde das Festland China zur Volksrepublik China, wie wir es heute kennen. Die 'Republik China auf Taiwan' (wie es offiziell genannt wird) ist formell gesehen nicht unabhängig und gehört somit zur Volksrepublik China. Bis heute gibt es den Taiwan-Konflikt, denn die VR China sieht Taiwan als "unabtrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums", während die Republik China auf Taiwan sich als souveränen Staat sieht, von dem sich Festlandchina durch die Gründung der Volksrepublik abgespalten habe. Was für ein Drama! laughing Fragt man die Taiwanesen vor Ort, bekommt man von allen die selbe Antwort: "Wir sind keine Chinesen, wir sind Taiwanesen!"

Wir sind bereits morgens früh in Taiwan, genauer gesagt in der Hauptstadt Taipei gelandet und waren schon nach wenigen Schritten im neuen Land total begeistert. Wir befinden uns nun nicht mehr in Süd-Ost-Asien, sondern in Ost-Asien, und unserer Meinung nach, macht das kleine Wörtchen 'Süd' einen bedeutenden Unterschied. Taiwan ist ein hochentwickelter Industriestaat. Alles ist sauber, es gibt gut organisierte Müllsysteme, niemand würde hier auf die Idee kommen, seinen Müll in der Natur oder auf der Straße zu entsorgen. Sowohl der Straßenverkehr, als auch der Untergrundverkehr läuft geregelt ab, ich würde fast sagen besser als in Deutschland. Man findet hier keine "Wir-fahren-zu-fünft-auf-einem-Roller-ohne-Helm"-Fahrer, die wahllos durch die Gegend brettern, ganz nach dem Motto "Wer bremst, verliert" laughing Nein, es gibt Regeln und an die hält sich jeder. Taiwan ist ein super sicheres Land, Geschäfte werden abends nur mit einem dünnen Gitter verriegelt, da muss man normalerweise nur den Arm durchstecken und man hat eine 200 €-Uhr in der Hand. Aber an so etwas würde man hier niemals denken.

In Taiwan spricht man Chinesisch, nur sehr wenige sprechen Englisch. Bis jetzt haben wir alles ganz gut gemeistert, zur Not geht auch alles irgendwie mit Händen und Füßen. Auch wenn die Taiwanesen kein Englisch sprechen, so wollen sie dir immer helfen, gehen meistens sogar mit dir mit, um dir den Weg zu zeigen. Wir sind jetzt schon verliebt in dieses Land (die Hello Kitty Toiletten machen es einem auch schwer, es hier nicht zu lieben laughing) und können kaum erwarten was es die nächsten Wochen noch so schönes zu erkunden gibt. Außerdem braucht man für Taiwan weder ein extra Visum, noch ein Weiterflugticket und man darf bis zu 90 Tage im Land bleiben (ganz im Gegensatz zu den Einreisebestimmungen für China). Wir freuen uns!!!

Montag, 11.06.2018

Unser Philippinen-Fazit

Wir haben einen Monat in den Philippinen auf mehreren Inseln verbracht und konnten so einen guten Einblick in das philippinische Leben und die Kultur gewinnen. Das Land ist besonders von der Kolonialzeit der Spanier und Amerikaner geprägt, was heute in sehr vielen Bereichen zum Vorschein kommt. Als die Spanier 1565 die Philippinen als ihre Kolonie beanspruchten, war der Islam noch nicht tief verwurzelt, sodass die meisten Einwohner zum Christentum bekehrt werden konnten. Das hat sich bis heute durchgesetzt (mit Ausnahme die Insel Mindanao), weshalb die Philippinen als das einzige asiatische Land gelten, in der die Katholiken die Bevölkerungsmehrheit bilden - und man merkt, darauf sind sie auch ziemlich stolz. Durch den Spanisch - Amerikanischen Krieg 1898, bei dem die USA die Philippinen besetzten wollte, um Zugang zum asiatischen Markt zu erhalten, wurden die Philippinen so stark bekämpft, dass sie ca. 20 % der Einwohner verloren. Noch heute kann man den Einfluss der Amerikaner stark erkennen. Überall fahren die sogenannten Jeepneys (amerikanische Jeeps werden umgebaut zu Personentransportern), die nicht nur unglaublich günstig sind, sondern die Fahrten von Dorf zu Dorf wirklich zu einem Abenteuer machen. Die Philippinen sind fast schon berühmt für die Jeepneys, sodass man auf jeden Fall einmal mit ihnen gefahren sein sollte. Wenn nicht, hat man definitiv was verpasst.  Das Essen ist geprägt durch Fast-Food Ketten, weshalb kein echtes Nationalgericht zu finden ist. Läuft man durch die Straßen fällt sehr schnell auf, dass an jeder Ecke Basketball gespielt wird, was hier mit Abstand die beliebteste Sportart ist. An zweiter Stelle steht dann wohl das Karaoke-Singen, denn egal wo und zu welcher Tages-/Nachtzeit, es wird immer gesungen. Dabei spielt es keine Rolle, wie schief, richtig, laut oder leise man singt, die Filipinos haben einfach Spaß daran und feiern jeden, der zum Mikrophon greift! Im 2. Weltkrieg wurden die Philippinen dann von den Japanern besetzt, ein Grund weshalb heute so viele japanische Wracks zu finden sind. Die offizielle Unabhängigkeit erhielten die Philippinen am 4. Juli 1946, sie hatten ihre Unabhängigkeit jedoch schon am 12. Juni 1898 erklärt, diese wurde aber weder von den Spaniern, noch von der USA anerkannt und im Rest der Welt nicht einmal wahrgenommen. Trotzdem feiert man den Unabhängigkeitstag am 12. Juni.

Auch in der Sprache erkennt man die zwei Kolonialzeiten. Zahlen, Zeiten, Haushaltsbegriffe wie Küchenutensilien und Kleidungsartikel sind aus dem spanischen in die Filipino-Sprache übernommen worden. Als wir das das erste mal hörten, waren wir etwas verwundert, denn Zahlen und alltägliche Vokabeln können wir zwei Spanischprofis dann ja doch schon verstehen. tongue-out Als die Amerikanische Kolonialzeit begann, wurde die Englische Sprache zu stark gefördert, weshalb heute nur noch knapp 5.000 Filipinos Spanisch als Muttersprache sprechen. Ein Grund weshalb man auf den Philippinen mit Englisch hervorragend zurecht kommt. 

Sind die Philippinen ein gefährliches Reiseziel? Es kommt ganz drauf an, wo man sich aufhält. Es wird sowohl vom Auswärtigen Amt, als auch von vielen Einheimischen, mit denen wir gesprochen haben, abgeraten sich im Süden, besonders auf der Insel Mindanao, aufzuhalten. Mindanao ist die zweitgrößte Insel der Philippinen und auf ihr sind unterschiedliche Gruppen von islamischen Terroristen aktiv, die bereits viele Touristen (darunter auch Filipinos von anderen Inseln) verschleppt und ermordet haben. Laut Aussage eines Einheimischen wollen sie den Islam auf der Insel durchsetzten und die Insel unabhängig machen. Seit 2017 wurde das Kriegsrecht über die Region Mindanao ausgerufen. Wir haben uns nur in touristischen Orten aufgehalten und uns in keiner einzigen Sekunde unsicher gefühlt, auch nicht spät am Abend.

Unser Fazit: Die Philippinen sind ein wunderschönes Land und definitiv eine Reise wert. Allerdings hat es uns nicht so umgehauen, wie es irgendwie jeden anderen umhaut. Es gibt halt überall Strand, Palmen und Meer und das egal wo man ist. An einigen Stränden ist der Sand vielleicht noch weißer, das Wasser noch ein bisschen klarer, aber im Endeffekt ist es doch alles das selbe. Uns haben die Philippinen auf jeden Fall nicht so gepackt, vielleicht auch wegen den über 2 Wochen Regen, aber ich denke, dass wir auch nicht die Typen sind, die sich 24/7 an den Strand legen können. Es hat uns die Abwechslung gefehlt, die wir in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Indonesien hatten, weshalb es uns oft zu langweilig wurde. Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit, hatten wahnsinnige Tauchgänge, haben viel entspannt (etwas zu viel wenn ihr mich fragt) und bereuen es nicht die Philippinen bereist zu haben. Trotzdem ist es kein Land, wo wir sagen "Wir wollen so schnell wie möglich wieder zurück." 

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