Übersichtskarte

Freitag, 16.02.2018

Der wunderschöne Lake Taupo

Der Lake Taupo ist ein Kratersee, der vor vielen Jahren durch die Eruption des Taupo-Vulkans entstanden ist. Er ist mit 616 km2 der größte See Neuseelands und liegt ziemlich in der Mitte der Nordinsel. Damit ist er fast doppelt so groß wie Bremen! Die gesamte Region um den Taupo See wird als beliebtes Urlaubsziel genutzt, wo sich gerade zu dieser spätsommerlichen Zeit viele Touristen befinden. Wir haben einen wunderschönen, leider auch total überfüllten, kostenlosen Campingplatz gefunden, an dem wir zwei Tage verbracht haben. 

In dieser Region gibt es viel zu erkunden. So zum Beispiel auch die Huka Wasserfälle, die wir uns angeschaut haben. Diese Wasserfälle haben zwar keine besonders hohe Fallhöhe, jedoch sind die extremen Wassermassen, die durch die Schlucht fließen sehr beeindruckend. In einer Sekunde fließen ca. 200.000 Liter den Wasserfall hinunter. Damit kann man in einer Minute 5 olympische Schwimmbecken füllen. Nach einer kurzen Wanderung entlang der Fälle, machten wir uns zu unserem zweiten Stop des Tages auf: zum Spa Thermalpark. Entlang eines Flusses gibt es mehrere Stellen, an denen heißes Wasser heraus tritt. Dieses Wasser wird durch vulkanische Aktivitäten erwärmt und erreicht eine Temperatur von 50°C. Hält man sich nun im Randbereich des Flusses auf, gibt es Stellen, die kochend heiß bis angenehm warm sind, schwimmt man weiter in die Flussmitte so wird das Wasser wieder eiskalt. Perfekt um die gewünschte Temperatur selbst zu bestimmen. Hier entspannten wir uns einige Stunden, bis es dann wieder zum Campingplatz direkt an den Lake Taupo ging. Hier ruhten wir uns am schönen Steinstrand aus, kochten am See und schwammen im kalten, klaren Wasser. Auf dem See konnten wir immer wieder schwarze Schwäne beobachten, was für uns wirklich sehr besonders war, denn auf dem Kanal in der Umländerwiek sieht man ja nur die weißen. tongue-out Am Abend konnte man einen tollen Sonnenuntergang genießen. 

Nach all den wunderbaren Eindrücken kann man verstehen, warum dieser See eine der Touristenmagneten in Neuseeland ist. Matthijs erinnerte der See immer an den Gardasee, der auch von so vielen Bergen umgeben ist. Da wir so ausgezeichnetes Wetter hatten, wären wir gerne noch ein paar Tage länger hier geblieben, jedoch stand für Samstag ein ganz besonders Abenteuer an, weshalb wir den See schweren Herzens am Abend verlassen mussten.

Huka Falls Heiße Quelle am Flussrand Lake Taupo

Donnerstag, 15.02.2018

Leuchtendes Abenteuer - Waitomo Caves

Die Waitomo Caves (Wai = Wasser; tomo = Loch/ Höhle) sind bekannt für die vielen Glowworms (das sind keine Glühwürmchen - dazu später mehr), die in ihnen leben. Leider sind die Waitomo Caves aber auch für den Tourismus bekannt. Zu viele Menschen kommen täglich in diese Höhlen, sodass das Abenteuer meist ausbleibt. Außerdem wurden die Wege so umgebaut, dass sogar Kinderwagen hindurch fahren können. Wir wollten ein persönliches Erlebnis, also haben wir uns für eine nicht ganz billige Variante entschieden. Über bookme haben wir die 'Glowing Adventures' Agentur gefunden. Jeder, der diese Tour bereits gemacht hatte war begeistert und so entschieden wir uns ebenfalls für diese Tour. Die günstigste Variante fanden wir um 08:30 Uhr für 89 NZD (= 53,00 €) pro Person. Ein stolzer Preis, wie wir fanden, aber bei so guten Resonanzen haben wir uns trotzdem dafür entschieden.

Unser Navi brachte uns zu einem kleinen Haus auf einem Berg. Weit und breit war nichts anderes zu sehen außer Wiesen, Felder und wunderschöner Hobbithügel, wie sie hier überall zu finden sind. Man erklärte uns, dass wir auf einer Familien Farm stehen und deswegen nur max. 8 Personen pro Tour in die Höhlen dürfen. Anderen Menschen ist es nicht erlaubt die Höhlen zu betreten. Die Waitomo Caves sind ein riesiges Höhlensystem, sodass fast jeder Landbesitzer in dieser Region eine eigene Höhle irgendwo auf seinem Grundstück hat. Natürlich sind nicht in allen Höhlen auch die Glowworms. Wir haben auf unserer 3-stündigen Tour zwei Höhlen besichtigt. Man musste gar nichts mitbringen, denn man wurde komplett mit Kleidung ausgestattet. Eine große Kamera darf man nicht mitnehmen, da man beide Hände fürs Klettern frei haben muss. 

Nachdem jeder von uns 7 ausgestattet war (mit Gummistiefeln, Helm, Klettergeschirr usw.) konnte es los gehen. Wir gingen 40m runter in eine Höhle, wo wir an den Wänden entlang klettern mussten, um an zwei verschiedenen Stellen Glowworms sehen zu können. Jeder von uns knipste das Helm-Licht aus und plötzlich leuchtete die ganze Decke! Leider ist es fast unmöglich Fotos davon zu machen, denn es gibt keine Stelle, wo man die Kamera abstellen kann, damit sie ruhig steht (das ist sehr wichtig, wenn man z. B. auch Sternenhimmel fotografieren will). Man erklärte uns ganz viel über die Höhlen und ganz besonders über die Glowworms. Ein Glowworm Leben dauert nur ca. 10 Monate. Als Larve verbringen Glowworms die meiste Zeit und in diesem Stadium leuchten sie auch am kräftigsten, um Futter anzulocken. Dazu spinnen sie lange Seide- und Schleimfäden von der Decke, deren Enden leuchten. Man geht davon aus, dass sie der Beute so einen Sternenhimmel vortäuschen und diese sich dann darin verfangen. Hat sich etwas in den Fäden verfangen, so werden diese hochgezogen und die Larve kann seine Beute essen. Als ausgewachsene Mücke verbringen sie nur wenige Tage, da sie nichts besitzen, womit sie Nahrung aufnehmen können. Glühwürmchen hingegen (engl.: Fireflys) sind Käfer, die im Gegensatz zu den Glowworms sehr gut fliegen können und ihren Leuchtmechanismus als Paarungssignal benutzen. 

unsere Gruppe :) Glowworms - die Fäden der Larven, die von der Decke hängen  genau so sah es aus! ein Foto von einer professionellen Kamera in der Höhle. Quelle: glowing.co.nz

Danach gingen wir in eine andere Höhle, wo es zwar keine Glowworms zu finden gab, dafür aber Stalagmiten und Stalaktiten. Wir befanden uns quasi in einer Tropfsteinhöhle. Wir mussten durch eiskaltes Wasser und Modder wandern, was uns manchmal bis zur Hüfte reichte. Immer weiter ging es für uns in die Höhle hinein, bis man nur noch robben konnte. Nach einem schmalen Durchgang befanden wir uns auf einmal vor zwei Seen mit kristallklarem Wasser und hier konnte man sogar wieder aufrecht stehen - Wahnsinn! Diese konnten wir nur sehen, da es die letzten Tage so viel geregnet hatte. Danach ging es für uns nach drei Stunden schon wieder zurück zum Haus, wo wir mal wieder eine kostenlose warme (!) Dusche abstauben konnten. Zum Schluss konnten wir uns gemütlich bei Kaffee, Tee und Gebäck mit den anderen aus unserer Gruppe unterhalten und und dabei die wunderschöne Aussicht auf die Landschaft genießen.

kristallklares Wasser, im Hintergrund Stalaktiten, die von der Decke hängen  Stalaktiten    

Dienstag, 13.02.2018

Zu Besuch im Auenland

Wer uns ein bisschen näher kennt, weiß, dass wir große Fans von 'Herr der Ringe' und 'der Hobbit' sind. Schon bevor 'der Hobbit' im Kino zu sehen war, wurde mir und meinen beiden Geschwistern die 'Herr der Ringe' Trilogie von unserem Vater mehr oder weniger aufgedrängt. Denn schließlich war er schon lange ein Fan und besitzt alle Filme als extended Version. Aus der anfänglichen Kein-Bock-Stimmung wurde irgendwann Interesse und später schon fast Besessenheit. Irgendwie wurde es zur Tradition, dass jedes Jahr an Weihnachten (!) alle drei Filme geguckt wurden und als 'der Hobbit' um Weihnachten 2012 - 2014 in die Kinos kam, wurden diese Filme auch jedes Jahr zusammen geschaut. Die wohl beliebteste Frage von meinem Vater war, während er vom Sofa aufstand und sich vor den Fernseher stellte: 'Und wo wurde das gedreht, Kinder?' und wir mussten im Chor antworten: 'In Neuseeland!' (Liebe Grüße an dieser Stelle, ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre! laughing) Damals hatte ich Erdkunde-Niete wahrscheinlich nicht mal eine Ahnung wo Neuseeland liegt, und heute sind wir genau in diesem Land und genau da, wo die Schauspieler vor vier Jahren rumgelaufen sind, so wie wir an diesem ganz besonderen Tag! 

Unsere Tour haben wir zwei Tage im Voraus gebucht. Der Preis beträgt 79,00 NZD (= 46,00 €) pro Person, was wir uns ursprünglich viel teurer vorgestellt hatten. Das Wetter war die letzten Tage eine Katastrophe, denn es war nur am regnen. Also hieß es wieder beten, beten, beten. Wir haben die letzte Tour des Tages um 17:30 Uhr genommen, auch aus dem Grund, dass nicht mehr ganz so viele Touristen vor Ort sind. Das Wetter schwankte schon den ganzen Tag von sonnig auf wolkig auf Regen, aber somit hatte man wenigstens noch ein bisschen Hoffnung! Gegen 16:30 Uhr kamen wir am Hobbiton Movie Set an (ich glaub ich war noch nie so aufgeregt) und wir haben uns die restliche Zeit im Hobbit-Shop und mit Info-Broschüren vertrieben. Dann ging es endlich los und es war immer noch trocken! Mit einem Bus wurden wir abgeholt und zum Set gebracht. Auf der 10-minütigen Fahrt erklärte man uns schon so einiges und es wurden zwei 'Hinter den Kulissen' Filme abgespielt. 

Die 'Herr der Ringe' Trilogie ist komplett Low-Budget gedreht worden. Peter Jackson, der die Bücher von J. R. R. Tolkien verfilmte, bat bei der Regierung Neuseelands um Hilfe, um den Film zu produzieren. Das Auenland (wo die Hobbits leben) wurde gefunden, indem er mit dem Helikopter über Neuseeland flog und nach einer geeigneten Stelle suchte. Er fand die Farm von Russell Alexander und baute hier, nach mehreren Verhandlungen, das Auenland. Wir vermuten, dass die ganze Alexander-Familie nie wieder richtig arbeiten muss und sich jetzt wohl eine goldene Nase verdient. laughing Täglich kommen von 08:30 - 17:30 Uhr jede halbe Stunde bis zu 45 Personen pro Tour zum Hobbiton Movie Set und das 364 Tage im Jahr (an Weihnachten ist das Set geschlossen). Insgesamt gibt es 37 Hobbit Höhlen im Auenland, davon alle in unterschiedlichen Maßstäben, um die Größenunterschiede zwischen den kleinen Hobbits und den größeren Figuren (z. B. Gandalf) deutlich zu machen. An den Größen der Darsteller wurde per Computer nichts geändert, sie wurden nur aus verschiedenen Perspektiven gefilmt. Als Jackson um Hilfe bei der Regierung bat, wurden ihm Teile des Militärs zur Verfügung gestellt. Diese haben Seen aufgefüllt, Hügel begradigt oder Bäume hin und her geschleppt. Jackson wollte sie jedoch nicht umsonst arbeiten lassen und so gab er allen beteiligten eine Rolle im Film als Orks. Beim Dreh von 'der Hobbit' stand viel mehr Geld zur Verfügung, sodass die Orks hier eigentlich nur aus 8 Schauspielern bestanden, welche per Computer immer wieder dupliziert wurden.

Man erklärte uns so viele spannende Fakten über beide Triologien, die wir hier alle gar nicht aufzählen können. Das Hobbiton Movie Set hat 25 Vollzeit-Gärtner und 25 Teilzeit Gärtner, die das Auenland mit viel Liebe zum Detail zu dem machen, was es ist. Eine Tour dauert ca. zwei Stunden, wobei man durch das gesamte Set läuft. Zum Schluss bekommt man noch ein kostenloses Bier im 'Green Dragon', wo man zwischen vier Sorten wählen kann. Dann kann man sich die restlichen Minuten z. B. am See vertreiben und einfach nur die Aussicht genießen, bevor es dann schon wieder zurück in den Bus geht. Das Beten hat sich dieses Mal ausgezahlt, denn während der Tour klarte der Himmel auf und wir konnten zum Schluss sogar noch die Abendsonne genießen.

Eine geniale Tour, die uns wirklich positiv überrascht hat! Da wir die letzte Gruppe waren, hatten wir wunderschöne Blicke auf Hobbiton, ohne dass tausende Menschen durch's Bild rannten. Wer sich ein wenig für 'Herr der Ringe' interessiert und schon mal einen der Filme gesehen hat und auch noch zufällig in Neuseeland ist, sollte dieses wunderschöne Stückchen Erde auf keinen Fall verpassen! 

Hobbit-Höhle hier wohnen Frodo und Bilbo Beutlin - wer erkennt's? Der Baum auf dem Haus ist die einzige unechte Pflanze in Hobbiton! im Hintergrund die Kneipe the Green Dragon the Green Dragon - hier haben alle Schauspieler, z . B. Orlando Bloom schon gegessen und Bier getrunken wie gesagt - mit viel Liebe zum Detail! :)

Montag, 12.02.2018

Hot Water Beach & Mt. Maunganui

Um 10:30 Uhr beginnt die Ebbe am Hot Water Beach und damit auch ein ganz besonderes Ereignis. Man leiht sich vorher einen Sparten aus und fängt an zu buddeln. Es gibt einen kleinen Bereich, in dem man auf heißes Wasser stößt, wenn man zu buddeln beginnt. Und diese Stellen gilt es zu finden. Als wir pünktlich zur Ebbe ankamen, war der Strand bereits total überfüllt und die guten, heißen Quellen schon fast alle belegt. Wir haben irgendwann ein großes verlassenes Loch gefunden, was wir ganz schnell zu unserem erklärten. Schnell bemerkten wir, warum es verlassen wurde: kochendes Wasser kam aus dem Boden! Es war viel zu heiß. Als wir unser Loch dann ein wenig vergrößerten, hatten wir eine angenehme Temperatur. 

Insgesamt haben wir zwei Stunden hier verbracht, danach hat es einfach keinen Sinn mehr gemacht, da die Flut unsere heiße Quelle zerstörte. Es war aber ein unglaublich toller Start in den Tag. Wie bei einem Saunagang genossen wir die Hitze in unserem kleinen Pool und kühlten uns danach im kalten Meer ab. Außerdem waren wir so klever und haben Shampoo mitgenommen, damit wir am Strand noch eine kostenlose Dusche abstauben können. Wir ernteten zwar ein paar merkwürdige Blicke, aber die waren uns ja bereits in der USA egal. laughing 

Eigentlich wollten wir uns danach noch die Cathedral Coves anschauen. Das sind wunderschöne Steinformationen am Meer. Doch leider fing es wieder einmal so fürchterlich an zu regnen, dass wir nicht bereit waren frisch geduscht (!) eine 5km Wanderung zu machen. Alle Menschen die von der Wanderung zurück kamen, waren einfach nur klitschnass. Da haben wir doch das trockene Auto bevorzugt. 

auf in den Kampf!

Am nächsten Tag haben wir doch tatsächlich kurz die Sonne sehen dürfen. Nach einer Stunde war sie jedoch schon wieder hinter den Wolken verschwunden. Aber immerhin hat es nicht geregnet. Wir sind in Tauranga zum Mt. Maunganui gefahren, um diesen zu besteigen. Bis nach oben sind es nur 2 km Strecke auf einer Höhe von 232m. Oben angekommen konnte man vor Nebel jedoch gar nichts sehen. Auf dem Weg Richtung Strand konnten wir nach und nach die Stadt und das Meer von oben erkennen. Die Sonne schien zwar den ganzen Tag nicht mehr, aber dafür war es trotzdem verdammt warm, sodass wir es uns am Strand gemütlich machten und den ganzen Surfern beim Umfallen zuguckten. laughing Wir hatten einen entspannten Tag am Strand und machten uns abends wieder auf zu unserem Campingplatz, wo wir die Nacht zuvor ebenfalls geschlafen hatten. Vorher hielten wir jedoch an einem Fischmarkt an und haben uns eine riesige Portion Fish 'n' Chips gegönnt. 

Mount Maunganui für diese wunderschöne Aussicht hat sich die Wanderung auf jeden Fall gelohnt! :D Maunganui Beach Fish & Chips

Samstag, 10.02.2018

Von Auckland bis zur Captain Cook Bay

Auf unserem Rückweg vom Norden in den Süden, sind wir wieder an Auckland vorbei und dieses mal wollten wir uns die Stadt mal ein wenig anschauen. Viel haben wir hier allerdings nicht erlebt, da es gar nicht viel zu sehen gibt, wie in anderen Großstädten. Wir haben im Stadtzentrum geparkt, sind an der Hafenpromenade vorbei zur berühmten Queen Street gelaufen, in der es alle möglichen Geschäfte gibt, von Prada & Gucci bis Burger King & Souvenirläden ist alles dabei. laughing Die Straße ist 3km lang und führt bergauf vom Meer ins Stadtzentrum. So unzählig viele hohe Gebäude gibt es in Auckland gar nicht. Das größte Gebäude ist der Sky Tower (328m). Nur 3 Minuten Fahrt aus dem Stadtzentrum und man befindet sich in wunderschönen Wohnsiedlungen. Egal wohin man fährt, es sieht gemütlich aus: große, viele besonders gebaute Häuser mit Garten und viel Platz. Außerdem ist Neuseeland das erste Land, wo wir uns wirklich vorstellen könnten zu leben, denn es ist ähnlich wie Deutschland gut strukturiert, sauber und hat einfach eine so wunderschöne Natur. (Die noch schöner sein würde, wenn der Regen endlich aufhört! laughing

Um eine tolle Aussicht auf Auckland zu bekommen, muss man nicht weit fahren, denn nur 4 km vom Zentrum entfernt, befindet sich der ruhende Vulkan 'Mount Eden'. Am Gipfel kann man den 50m tiefen Krater bewundern, der vollständig mit Gras überwachsen ist. Hier hat man auch eine schöne Aussicht auf die Stadt und die Wohnsiedlungen in den Randgebieten, die den Mt. Eden umgeben. Hier haben wir uns wirklich wohl gefühlt! Nach unserer kurzen Stadtbesichtigung ging es für uns weiter in den Süden zu unserem Campingplatz. 

in der Mitte der Sky Tower Aussicht vom Mt. Eden

Am nächsten Tag sind wir komplett die Küste entlang gefahren und haben dabei ganz viele verschiedene Mini-Stopps mitgenommen. Zuerst haben wir an einem Aussichtspunkt an der Autobahn angehalten, wo man wieder mal einen tollen Blick über das grüne Neuseeland bekommen hat. Danach ging es zu einem ganz besonderen Stopp: zu einer Schweinefarm! Eigentlich ist das gar keine Farm, eher ein liebevoller Mensch, der ein riesiges Herz für Schweine hat und sich deshalb um diese kümmert. Insgesamt laufen 70 Schweine frei herum. Darunter sind verschiedene Arten, wie zum Beispiel Hausschweine und Wildschweine, die ganz gut an den langen Hauern zu erkennen sind. Die Schweine sind so zutraulich und man kann sie streicheln. Als Highlight bringt der Besitzer verschiedene Ferkel und Frischlinge vorbei, die man sogar auf den Arm nehmen darf. Sooo süße Tiere!

Danach hielten wir kurz an einem Wasserfall an und anschließend stoppten wir bei einem kleinen 30 Minuten Wanderweg durch einen Kauri Wald. Kauri Bäume sind mit 30 - 50m Höhe die größten neuseeländischen Bäume. Ihr Stamm hat einen Durchmesser von bis zu 4m. Leider sind die Bäume stark durch Parasiten bedroht, weshalb man vor jedem Wanderweg, wo diese Bäume stehen, die Schuhe erst reinigen und dann mit Desinfektionsmittel einsprühen muss. 

Anschließend fuhren wir zu einem wunderschönen Campingplatz, der direkt in einer Bucht lag. Matthijs war hier sogar schwimmen, mir war es viel zu kalt. laughing Hätten wir gutes Wetter gehabt, wären wir mit Sicherheit noch eine zweite Nacht geblieben. Zum Abendessen gab es ein köstliches Rindersteak mit selbst gepflückten Brombeeren. tongue-out

sau-glücklich! Frischling

Mittwoch, 07.02.2018

90 Mile Beach & Bay of Islands

2,5 Monate um Neuseeland zu erkunden klingt erstmal viel. Doch viel Zeit ist es eigentlich gar nicht. Deswegen haben wir uns vorher schon die Frage gestellt, wie weit wir in den Norden fahren wollen. An der nördlichsten Spitze Cape Reinga steht ein Leuchtturm, der sehr sehenswert ist. Jedoch fahren wir keine 100 km nur um einen Leuchtturm zu sehen. Was wir allerdings auf keinen Fall verpassen wollten, ist der '90 Mile Beach', der sich an der westlichen Küste von Kaitaia bis ganz nach Cape Reinga erstreckt. Genau genommen ist der Strand keine 90 Meilen lang, sondern nur 90km und er ist komplett mit dem Auto befahrbar. Das hat uns an den Daytona Beach in den USA erinnert, wo man ebenfalls das Auto direkt mit an den Strand nehmen konnte. Der Strand war wirklich menschenleer und man konnte zwischenzeitlich 100 km/h fahren. Da wir jedoch kein Allrad haben, konnten wir nur ca. 15km des Strandes entlang fahren, da wir sonst definitiv stecken geblieben wären. 

Ninety Mile Beach das ist übrigens unser 'Home on Wheels' wie man so schön sagt :)

Am Abend haben wir an einer Straße einen kostenlosen Campingplatz gefunden, an dem bis zu 4 Camper stehen konnten. Wir haben abends mit den anderen noch in einer gemütlichen Runde neuseeländische Köstlichkeiten (Bier, Wein und Sekt) probiert, denn zufällig kam ein Päärchen gerade von einer Hochzeit und hatte noch etliche Liter Alkohol dabei, die sie alleine niemals trinken konnten. Ein wenig angeschwipst ging es dann spät für uns ins Bett. Am nächsten morgen wollten wir weiter in Richtung Bay of Islands fahren, was uns in der Touristeninformation als wunderschön angepriesen wurde. Das tolle hier ist, dass so viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten nah beieinander liegen. Selbst wenn es nur ein kleiner Wasserfall ist, kann man 'mal eben' vorbeischauen, denn einen Umweg muss man meistens nicht fahren.

Gleich in der Früh entdeckten wir noch einen kleinen Wanderweg zum St. Paul's Rock. Dieser dauerte nur 20 Minuten für 600m und versprach eine tolle Aussicht. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mit leichtem Muskelkater in den Beinen kletterten wir über Eisenketten die letzten Meter bis zur Spitze, wo man einen umwerfenden 360° Blick hatte. Da wurde uns auf keinen Fall zu viel versprochen! Danach sind wir zum Rainbow Waterfall gefahren, denn wir wollten uns unbedingt irgendwo abkühlen. Leider durfte man hier gerade nicht schwimmen, da zur Zeit Wasserproben genommen wurden und diese erst noch freigegeben werden mussten. Wir haben trotzdem noch ein wenig die Natur hier genossen und sind nach ca. 30 Minuten weiter gefahren. 

Auf dem Weg zu unserem Campingplatz sind wir durchgehend an schönen Küsten entlang gefahren und haben an einem Strand halt gemacht, wo wir trotz Wind und kalten Wassertemperaturen einmal reingesprungen und eine Runde geschwommen sind.

St. Paul's Rock Rainbow Waterfall es sieht nicht kalt aus, war es aber!!!

Montag, 05.02.2018

Hallo Neuseeland!

Durch die ganze Hektik am Flughafen in LA, wo wir innerhalb von 30 Min zwei Flüge buchen mussten, hatten wir nicht bemerkt, dass unser Flug von Nadi nach Auckland um 22:00 Uhr abfliegt und um 02:00 Uhr landet. Da wir nicht einsehen für die paar Stunden noch eine Unterkunft zu buchen, haben wir 'gemütlich' am Flughafen geschlafen. Da wir immer noch unsere Hängematten aus Peru dabei haben, kann man diese ganz gut als Decke benutzen, um dann mit unseren Schlafsäcken darauf zu schlafen. Leider war es durchgehend so extrem laut, dass man immer wieder geweckt wurde. Um 06:00 Uhr haben wir unser Lager dann wieder in unsere Rucksäcke verstaut und sind gegen 07:00 Uhr zu unserer Autowerkstatt gefahren, wo wir unser Auto - nach einigen Problemchen und Diskussionen - um 12:00 Uhr endlich mitnehmen konnten. Danach ging es zu Warenhäusern und Einkaufsläden, um uns fürs erste einzurichten. Nach den verschiedenen Shoppingtouren fuhren wir schon ein Stück hoch in den Norden, um dort auf einem kostenlosen Campingplatz zu schlafen. Damit war der lange Tag vorbei und wir konnten endlich ins gemütliche Bett kriechen.

Der nächste Tag startete ausgeschlafen mit einem leckeren Frühstück (Brötchen, Eier, Wurst oder Käse, Saft, Obst), was wir aus der USA schon ganz vermisst haben, denn genau das gab es jeden Tag und wir bekommen einfach nicht genug davon! laughing Dann entschieden wir uns schon für unsere erste Wanderung! Doch bevor es auf den Mt. Manaia ging, besuchten wir zuerst einen in der Nähe liegenden Wasserfall. Die Spitze des Mt. Manaia liegt 420m über NN, die Wanderstrecke beträgt nur 2 km, dafür aber 350 Höhenmeter. Also sehr, sehr steil, sodass eigentlich die gesamte Strecke aus Treppenstufen bestand. Da wir das letzte mal in Chile so richtig gewandert sind, mussten wir uns erst mal wieder dran gewöhnen, aber die Aussicht hat wie immer jeden Schritt lohnenswert gemacht. Wir standen fast an der Spitze des Berges und hatten einen genialen Blick über die Stadt Whangerei, das Meer und die unglaubliche Landschaft Neuseelands!

Eine Autofahrt wird hier einfach nie langweilig, wir starren fast durchgehend aus dem Fenster und begreifen einfach nicht, wie schön es hier ist! In einem Augenblick führt die Straße durch wunderschöne grüne Wiesen, dann durch einen dicht bewachsenen Regenwald und schon 5 Minuten später fährt man an malerischen Küstenstraßen entlang. Also wir waren bereits an Tag 1 so begeistert von diesem Land, dass wir nicht erwarten können, was wir hier in den 2,5 Monaten noch alles erleben werden! Und wir haben wirklich das 'Vanleben' vermisst. Man kann anhalten, wo man will, hat immer alles dabei und kann nichts vergessen. smile Außerdem ist Neuseeland ein unglaubliches Camperfreundliches Land. Fast überall kann man kostenlos übernachten, es gibt viele Plätze mit öffentlichen Duschen und WC's und alle 15 - 20 km gibt es ein Informationszentrum, wo man die besten Tipps und Tricks für die Umgebung bekommt.

Aussicht von einem Stop an der Autobahn :) Whangerei Falls Mt. Manaia! Als wir unten standen, hätten wir niemals gedacht, dass es wirklich nach ganz oben geht!

Samstag, 03.02.2018

Sa moce & vinaka!

Sa moce & vinaka Fiji bedeutet soviel wie Auf Wiedersehen und Danke. Zwei Wochen haben wir auf Fidschi verbracht und das an einem einzigen Ort: in Nadi. Nadi ist nicht die Hauptstadt von Fidschi, denn das ist Suva. Trotzdem gibt es hier den größten Flughafen und fast alle internationalen Flüge landen hier. Für uns war es das erste mal, dass wir zwei Wochen in einem Hostel/ Hotel verbracht haben. Dadurch kannte man jeden der Angestellten und einige sind vielleicht auch schon Freunde geworden. Das Beach Escape Resort wird gerade umgebaut und bald wird es hier keine Low-Budget Zimmer mehr geben. Unser Preis von 20 €/ Nacht wurde schon auf 24 €/ Nacht angehoben und wenn alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind, soll es keine Zimmer mehr geben, sondern nur noch den gesamten Bungalow. Wir haben uns den Bungalow noch mit anderen geteilt.

Fidschi hat eine unglaublich schöne grüne Natur und tolle freundliche Menschen. Wir hatten zum Schluss leider noch ein kleines Geld Problem, denn wir wurden von der Agentur, die uns den Shark Dive verkauft hat abgezockt. (Diese Agentur haben wir nur genommen, weil sie uns von einem anderen Deutschen empfohlen wurde!) Da die Polizei uns nicht wirklich helfen wollte, haben wir die Sache selbst in die Hand genommen und haben einfach mal bei der FijiSun vorbeigeschaut und gefragt, ob die nicht einen Artikel über die Agentur schreiben wollen. Eine Redakteurin kam bei uns vorbei und hat uns ausgefragt sowohl über die Agentur und ihre Besitzerin, als auch über uns. Wenn der Artikel online geht, zeigen wir hier auf jeden Fall den Link! Im Endeffekt haben wir das Geld sogar wiederbekommen. Zwar nicht von der Agentur, aber vom Beqa Adventure Divers, die wirklich gemerkt haben, dass wir alles versucht hatten. Schließlich waren das 4 Tage die wir damit verschwendet haben - von morgens bis abends. Natürlich ist das nicht das was wir erreichen wollten, aber immerhin zahlen wir so nicht doppelt. Wir sind gespannt, was unser Artikel bewirkt, denn dieser wird in ganz Fidschi veröffentlicht! (Vergleichbar mit der BILD).

In der ganzen Zeit standen uns alle Mitarbeiter vom Beach Escape Resort zur Seite, haben uns Tipps und Tricks gegeben, sind mit uns zur Agentur oder Polizei gefahren oder haben uns von deren Handys telefonieren lassen. Ein riesiges Dankeschön dafür! Außerdem hat man uns hier beigebracht, wie man am besten das Nationalgetränk 'Kava' genießt. Mit Fidschi Musik, die in der Runde gesungen wird mit Gitarre, Ukulele und Bonogs. Kava wird aus den Wurzeln der Kava-Pflanze hergestellt. Diese werden zu Pulver gerieben und dann mit Wasser vermischt. Wenn man es zum ersten Mal probiert sollte man vielleicht nicht ganz so viel trinken, denn erst macht es lustig und dann wird man einfach tod müde und kann laaange schlafen. Aber eine Erfahrung ist es auf jeden Fall Wert! 

Wir sind so froh, dass wir hier noch einen Zwischenstopp eingelegt haben, auch wenn Anfang und Ende nicht ganz unseren Vorstellungen entsprachen. Wir wollen definitiv noch einmal wieder kommen, aber dann mit mehr Geld zum ausgeben, sodass man auch mal ein mehrtägiges Island-Hopping machen kann! Fischi ist nämlich teuer!

in der Mitte die traditionelle Schale mit der Kava zubereitet wird Beach Escape Resort Team

Donnerstag, 01.02.2018

South Sea Island

Einen Tag zuvor hatte es schon den ganzen Tag geregnet, weshalb wir ununterbrochen zur lieben Wetterfee beteten, dass sie am nächsten Tag die Sonne scheinen lässt. Leider brachten alle Stoßgebete nichts. Wir wussten, dass wir genau zur Regenzeit nach Fidschi reisen. Die ersten Tage regnete es jeden Tag gegen 17:00 Uhr für 10 Minuten, was aber außerordentlich gut tat, da die Hitze einem schon sehr zu schaffen machte. Leider hat sich dieser Regenschauer nun in Dauerregen verwandelt. Aber egal, wir wollten einfach das Beste aus unserem Insel Trip machen. 

Um 08:30 Uhr wurden wir mit einem Katamaran zur 30 Minuten entfernten 'South Sea Island' gebracht. Hier erwartete uns zunächst gutes Wetter, was uns ein wenig Hoffnung schöpfen ließ. Wir suchten uns eine perfekte Liege in einer ruhiger Ecke aus und gingen dann sofort ins Meer. Schnell fiel auf, dass das Wasser hier sehr unruhig ist und der Strand eine Mischung aus Sand und Muscheln und toten Korallen, was das Barfuß laufen nicht ganz so einfach machte. Nach einer kurzen Schnorcheltour im Wasser, kamen wir schnell enttäuscht wieder raus, denn außer einem Mini-Hai und verdammt trübem Wasser, konnte man nicht viel erkennen. Deshalb entschieden wir uns schnell für eine Schnorcheltour,  bei der man mit dem Boot ein wenig raus fährt. Und ganz plötzlich änderte das Wasser sich schlagartig. Wunderschönes klares Wasser mit einer Vielzahl an großen Korallenriffen und tollen bunten Fischen. Nach ca. 20 Minuten kehrte man dann zur Insel zurück zum Mittagessen. Wieder einmal gab es ein super leckeres Buffet mit vielen tollen Salaten! Plötzlich fing es dann an zu regnen und wir mussten uns schnell einen Platz unter dem Abdach suchen. Nach dem Essen gab es noch ein kurzes Unterhaltungsprogramm, wobei die Einheimischen Traditionstänze und Lieder aufgeführten.

Da der Regen auch nicht mehr aufzuhören schien, verbrachten wir mehrere Stunden im Wasser. Während der Ebbe war das Wasser viel ruhigere und man konnte wunderbare Korallen und Fische entdecken, wenn man weiter herrausschwomm. Den Rest des Tages verbrachten wir dann entweder auf der Liege - mit den leckeren gratis Getränken - oder im Wasser, bis wir schließlich um 16:45 Uhr wieder vom Katamaran abgeholt wurden, der uns zurück zum Hafen nach Denarau brachte.

Trotz des Regens hatten wir einen tollen Tag. Der Strand hat uns hier zwar nicht so gut gefallen wie auf Tavua Island, dafür die Korallen in näherer Umgebung umso mehr. Auf der South Sea Island kann man übrigens auch übernachten, weshalb den ganzen Tag Leute kommen und gehen. Die meisten die hier her kommen, sind mit dem Bula-Pass hier. Für diejenigen ist zwar das Essen inkludiert, jedoch keine Getränke. Wir hatten, wie auch das letzte Mal, alles inklusive und konnten wieder richtig zuschlagen! 

South Sea Island wenn man genau hinsah, konnte man viele Krabben entdecken Traditionelle Tänze und Gesang aus Fidschi Höhlentauchen!

Dienstag, 30.01.2018

Shark Diving - den Haien hautnah

Für uns war es wohl einer der besondersten Tage auf unserer Reise, denn wir sind mit Haien tauchen gewesen! Um 05:00 Uhr morgens wurden wir von einem Fahrer in das ca. 2,5 Stunden entfernte Pacific Harbour gebracht. Hier haben wir als erstes unser Tauchequipment zusammengestellt und danach noch ca. eine halbe Stunde mit den anderen Tauchern geredet. Insgesamt waren 9 'Touristen-Taucher' dabei, wovon 5 Personen professionelle Taucher waren. Ohne Tauchschein wird man nicht aufs Boot gelassen, was aber auch wirklich sinnvoll ist. Da Matthijs und ich nun schon eine lange Zeit nicht mehr getaucht sind, waren wir umso nervöser. Aber wir haben vestgestellt: es ist wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht. Um 08:30 Uhr mussten wir dann alle auf's Boot und es ging endlich los! Auf dem Weg zum 'Shark Reef Marine Reserve' gab es dann eine kurze Einweisung zum Ablauf und über alles, was man auf gar keinen Fall machen darf und wie man sich zu verhalten hat. Zum Beispiel darf man niemals die Hände rausstrecken, sonst könnten die Haie denken, dass es Futter gibt. 

Als wir dann den Tauchspot erreicht hatten, ging es ins Wasser für dern 1. Tauchgang. Als erstes ging es 30m weit runter zur 'Arena' wo schon 35 Bullenhaie auf uns warteten. Meine größte Angst war es übrigens auf die 30m runter zu gehen, denn unser Tauchschein erlaubt uns normalerweise nur eine Tiefe von 18m. Dementsprechend hatten wir überhaupt keine Erfahrung in dieser Tiefe. Als dann jedoch alle gemeinsam runter gingen, war jede noch so kleine Angst wie verflogen und man fing einfach nur an zu staunen und konnte gar nicht fassen, wo man sich eigentlich gerade befindet. Zu unserer Gruppe gehörten außerdem 8 'Sicherheits-Taucher'. Davon waren drei Personen für das Füttern der Haie zuständig, einer für die Kamera und der Rest hat sich um uns gekümmert. Wenn ein Hai zu nah kam, haben die Taucher ihn mit Eisenstangen weggedrückt. Nach 15 Minuten in 30m ging es hoch auf 10m, wo wir die kleineren Riffhaie fütterten. Hin und wieder hat jedoch auch mal ein Bullenhai vorbei geschaut. Wir haben so viele schöne aber auch total merkwürdige Fische gesehen, die wir so noch nicht kannten. Danach ging es nochmals hoch auf 4m, wo man ebenfalls ein paar Haie und Fische sehen konnte. Dann war der 1. Tauchgang nach 42 Minuten beendet und wir waren einfach nur sprachlos und total überwältigt.

Auf dem Boot gab es dann für alle Tee und Cookies und man erklärte uns in der 50-minütigen Pause so einiges über die Haie und ihren Lebensraum, dem Shark Reef Marine Reserve. Zur Zeit befinden wir uns hier in der Nebensaison. Man erzählte uns, dass hier in der Hauptsaison (ab Anfang März) 80 - 100 Bullenhaie und ein paar andere Arten leben. Die meisten sind übrigens Weibchen. Wenn die Weibchen trächtig sind, schwimmen sie in die Süßwasserflüsse, um die 1 - 13 Jungtiere dort zur Welt zu bringen. Bullenhaie können nämlich auch im Süßwasser überleben. Das Team von Beqa Adventure Divers betreibt außerdem Forschung über die Haie und ihr Verhalten.

Beim 2. Tauchgang verbrachten wir 30 Minuten in liegender Position auf einem gefertigten Weg mit einer kleinen Mauer zum festhalten. Dort unten herrscht nämlich eine ganz schön starke Strömung. Jetzt kamen wir den Haien so richtig nah! Das Futter wurde direkt über unseren Köpfen verteilt, was die Haie so nah zu uns brachte, dass sie uns manchmal sogar gestreift. Ein geniales Gefühl! Wir schauten den Haien direkt in die Augen und konnten jede einzelne Narbe auf ihrer Haut sehen. Und dabei haben wir uns nicht eine einzige Sekunde unsicher gefühlt. Die Taucher hatten immer ein Auge auf jeden von uns und irgendwie wusste man, dass die Haie es eher auf die Thunfischköpfe abgesehen hatten, als auf uns. Schließlich kommen die Taucher ganze 5 mal in der Woche hier her! Und es ist auch noch niemand gestorben (das hab ich extra nachgefragt) und seit über 12 Jahren wurde niemand mehr verletzt. Nach 35 Minuten ging es dann wieder raus aus dem Wasser und zurück nach Pacific Harbour. 

Es war eine unglaubliche Erfahrung, die wir so schnell nicht wieder vergessen werden!

  wir haben sogar eine Moräne gefunden! Riffhai

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